7. November 2014

Eifel selbstbewusst

Zukunftsinitiative Eifel zeichnet die Zukunft des Landstrichs aus: Junge Eifel-Award-Preisträger werden „Markenbotschafter“ für ihre Heimat – Zusammengehörigkeit und Engagement sind die Eifelattribute der Zukunft

Rurberg/Eifel – Die Eifel zeichnet ihre eigene Zukunft aus: Gut 50 Jugendliche und junge Erwachsene standen am Montag auf der Bühne und im Mittelpunkt der diesjährigen Eifelkonferenz in Rurberg. Sie erhielten im Antoniushof die „Eifel-Award“ genannten Regional-„Oscars“ der Zukunftsinitiative Eifel.

Und zwar aus der Hand des Aachener Städteregionsrats Helmut Etschenberg, der im März kommenden Jahres turnusgemäß nach drei Jahren die Präsidentschaft der Zukunftsinitiative Eifel an den Vulkaneifelkreis-Landrat Heinz-Peter Thiel übergibt.

Das knapp 150köpfige internationale Auditorium, darunter vier Landräte und 13 Bürgermeister, war vom Programm und Ablauf der diesjährigen Eifelkonferenz begeistert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das knapp 150köpfige internationale Auditorium, darunter vier Landräte und 13 Bürgermeister, war vom Programm und Ablauf der diesjährigen Eifelkonferenz begeistert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die Eifel hat in den zehn Jahren seit Gründung der Zukunftsinitiative Eifel gewaltige Sprünge gemacht“, bilanzierte Etschenberg nach der Verleihung der zwölf „Eifel-Awards“ an Einzelne und Gruppen von jungen Eifeler Unternehmern, Handwerkern, Forschern und Musikern: „Wir haben hier und heute Zukunft gesehen. Sie wurden Zeugen, welches Potenzial in der Eifel steckt.“

Die Zukunftsinitiative Eifel ist ein Zusammenschluss von acht Eifelkreisen, 52 Kommunen und acht Wirtschaftskammern sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Sie gründete sich 2005 unter dem Motto „bewegen, bewirken, begeistern“. Die Zukunftsinitiative Eifel hat eifelweit und grenzübergreifend Netzwerke für die Bereiche Kultur und Tourismus, Wald und Holz, Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe sowie Technologie und Innovation gebildet.

Klaus Asemann (v.r.) von der Berliner Agentur „Embassy“ überreicht die von ihm mit Hilfe Eifeler Interviewpartner und Arbeitsgruppen entwickelte Markenbotschaft an Helmut Etschenberg, den amtierenden Präsidenten der Zukunftsinitiative Eifel, und an Eifel-Tourismus-Chef Klaus Schäfer,  der die Expertise federführend begleitet. Die Kernbotschaft lautet: „Wir machen die Eifel gemeinsam zur lebenswertesten ländlichen Region im vereinten Europa.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Klaus Asemann (v.r.) von der Berliner Agentur „Embassy“ überreicht die von ihm mit Hilfe Eifeler Interviewpartner und Arbeitsgruppen entwickelte Markenbotschaft an Helmut Etschenberg, den amtierenden Präsidenten der Zukunftsinitiative Eifel, und an Eifel-Tourismus-Chef Klaus Schäfer, der die Expertise federführend begleitet. Die Kernbotschaft lautet: „Wir machen die Eifel gemeinsam zur lebenswertesten ländlichen Region im vereinten Europa.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Erster Preisträger des Eifel-Award war 2009 der international bekannt gewordene „Eifel-Krimi“. Stellvertretend für das literarische Genre nahmen die Schriftsteller Jacques Berndorf und Ralf Kramp die erste Auszeichnung ihrer Art im Hillesheimer Augustinerkloster entgegen.

2010 wurden auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin gleich zwei Eifel-Awards verliehen. Und zwar an das ebenfalls bundesweit Furore machende Eifel-Literatur-Festival sowie an das „CYS-Team“, ein Discobus-System im deutschsprachigen Teil Ostbelgiens.

2011 war die Milch-Union Hocheifel (heute Arla) an der Reihe, 2012 die Internationale Kunstakademie Heimbach und im vergangenen Jahren wurden im Lokschuppen Gerolstein die Bitburger Braugruppe, Faymonville AG und Weiss-Druck GmbH & Co. KG mit den begehrten „Eifel-Oscars“ geehrt.

Der Aachener Städteregionsrats Helmut Etschenberg, der im März kommenden Jahres turnusgemäß nach drei Jahren die Präsidentschaft der Zukunftsinitiative Eifel an den Vulkaneifelkreis-Landrat Heinz-Peter Thiel übergibt, sagte auf der Eifelkonferenz 2014: „Die Eifel hat in den zehn Jahren seit Gründung der Zukunftsinitiative Eifel gewaltige Sprünge gemacht. Wir haben hier und heute Zukunft gesehen. Sie wurden Zeugen, welches Potenzial in der Eifel steckt.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Aachener Städteregionsrats Helmut Etschenberg, der im März kommenden Jahres turnusgemäß nach drei Jahren die Präsidentschaft der Zukunftsinitiative Eifel an den Vulkaneifelkreis-Landrat Heinz-Peter Thiel übergibt, sagte auf der Eifelkonferenz 2014: „Die Eifel hat in den zehn Jahren seit Gründung der Zukunftsinitiative Eifel gewaltige Sprünge gemacht. Wir haben hier und heute Zukunft gesehen. Sie wurden Zeugen, welches Potenzial in der Eifel steckt.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die ehrenamtlich Aktiven der Zukunftsinitiative Eifel in den einzelnen Kreisen, Kammern und Kommunen, die sich mit dem sympathischen Attribut „Kümmerer“ ausgestattet haben, haben sich mit dem Kuratorium der grenzüberschreitenden Initiative in diesem Jahr für nicht weniger als zwölf Eifel-Oscar-Preisträger entschieden. Es sind ausnahmslos junge Eifeler, sie kommen aus allen Ecken und Enden des Landstrichs und ihre Engagement ist vielfältig.

Wurzeln in der Eifel – Qualität für die Welt

Den ersten Award der kurzweilig von Fritz Rötting (IHK Aachen) moderierten Eifelkonferenz 2014 erhielt die Schülerfirma „Stiftebox“ der St.-Stephanus-Realschule-plus in Nachtsheim (Vordereifel). Die Schülerfirma handelt mit Schulbedarf und wird von Schülern ehrenamtlich betrieben.

Philippe Brüls aus der belgischen Gemeinde Bütgenbach ist innovativer Unternehmensgründer der Holzbranche mit Sitzen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, in Luxemburg und bald auch in „Kölle“, wie er im rheinischen Slang betonte. Sein Slogan und der seiner 45 Mitarbeiter: „Unsere Wurzeln bleiben in der Eifel – Qualität tragen wir in die Welt.“

Klaus Asemann von der Berliner Agentur „Embassy“ definierte die neue Standortmarke für die Eifel. Sie war in einem einjährigen Prozess aus Interviews und Tagungen von Arbeitsgruppen in verschiedenen Eifelecken und aus verschiedenen Branchen ermittelt worden. Denn das neue Eifelimage solle keine Mogelpackung werden, so Asemann: „Menschen, die in die Eifel kommen, sollen feststellen: »So isses. Die sind so!«“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Klaus Asemann von der Berliner Agentur „Embassy“ definierte die neue Standortmarke für die Eifel. Sie war in einem einjährigen Prozess aus Interviews und Tagungen von Arbeitsgruppen in verschiedenen Eifelecken und aus verschiedenen Branchen ermittelt worden. Denn das neue Eifelimage solle keine Mogelpackung werden, so Asemann: „Menschen, die in die Eifel kommen, sollen feststellen: »So isses. Die sind so!«“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schülerinnen und Schüler der Realschule Blankenheim erwarben sich ihre preiswürdigen Meriten durch ein Anti-Rassismus-Projekt. Die „Schule mit Courage”, an der 88 Prozent der Schüler eine entsprechende Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet haben, wurde übrigens bei der Eifelkonferenz in Rurberg ebenso in stark gemachten Videoclips der Euskirchener Pathfinder-Studios vorgestellt wie die übrigen Preisträger. Die Clips sind ab sofort auf „You tube“ freigeschaltet.

Karsten Hoffmann, Hornist aus der Verbandsgemeinde Prüm, wurde von „seinem“ Bürgermeister Aloysius Söhngen und Landrat Dr. Joachim Streit auf die Bühne begleitet. Der Hornspieler hatte beim Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreich abgeschnitten.

Astrid Kill und Kim Mona Bill (Kreishandwerkerschaft „MEHR“) sind Mitglieder des „Maler-Nationalteams Deutschland“ und erfolgreiche Teilnehmerinnen von Kammerwettbewerben. Simon Huppertz und Kristof Heck (Städteregion Aachen/ IHK) siegten beim Regional- und Landeswettbewerb und holten einen zweiten Platz beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“.

Fritz Rötting, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Aachen, moderierte die diesjährige Eifelkonferenz im Rurberger Antoniushof: „Dieser Tag gibt uns Kraft“.  Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Fritz Rötting, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Aachen, moderierte die diesjährige Eifelkonferenz im Rurberger Antoniushof: „Dieser Tag gibt uns Kraft“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Urs und Beat Kaulard aus Simmerath (Handwerkskammer Aachen) bekam den Eifel-Award für seinen um die Internetsparte innovativ weiterentwickelten traditionellen Optiker- und Hörgeräte-Akustikbetrieb in Simmerath. Einen weiteren Eifel-Award erhielt die alleinerziehende Mutter und Auszubildende bei der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung Susanne Felker für die gelungene Kombination von Ausbildung und Familie.

Malte und Hannes Tack wurden wegen des Erwerbs, der Modernisierung und des innovativen Produktmarketings der traditionsreichen Mendiger Vulkanbrauerei ausgezeichnet. Max Fischer (Verbandsgemeinde Trier-Land) siegte beim rheinland-pfälzischen Wettbewerb „Schüler experimentieren“ der Stiftung „Jugend forscht“. Preiswürdig war auch der Rap „Eifelkinder“, den Christopher aka Qriffin und Johannes aka Buy Some aus Bitburg-Stahl beziehungsweise Körperich und die Mundart-Liedermacherin Sylvia Nels gemeinsam aufgenommen haben.

Die drei Künstler mussten ihr rhythmisches Gesamtkunstwerk bei der Eifelkonferenz gleich zweimal aufführen. Und die knapp 150köpfige internationale Versammlung klatschte begeistert mit – darunter auch vier Landräte und 13 Bürgermeister.

Scheinbare Verbeugung vor den Eifel-Rappern Christopher aka Qriffin, Johannes aka Buy Some und Sylvia Nels – dabei greift Moderator Fritz Rötting nur nach dem auf einem Kasten liegenden Mikrophon. Im übertragenen Sinne verbeugte er sich allerdings tief vor den Musikern und ihrem Rap „Eifelkinder“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Scheinbare Verbeugung vor den Eifel-Rappern Christopher aka Qriffin, Johannes aka Buy Some und Sylvia Nels – dabei greift Moderator Fritz Rötting nur nach dem auf einem Kasten liegenden Mikrophon. Im übertragenen Sinne verbeugte er sich allerdings tief vor den Musikern und ihrem Rap „Eifelkinder“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zuvor hatte Klaus Asemann von der Berliner Agentur Embassy die neue Standortmarke für die Eifel definiert. Sie war in einem einjährigen Prozess aus Interviews und Tagungen von Arbeitsgruppen in verschiedenen Eifelecken und aus verschiedenen Branchen ermittelt worden.

„Lebenswerteste Region im vereinten Europa“

Die Expertise stellt dem überholten „Preußisch-Sibirien“ eine neue selbstbewusste Eifel entgegen, in der Zusammengehörigkeit und Engagement eine größere Rolle spielen als die touristisch bereits ausgezeichnet vermarkteten einmaligen landschaftlichen Attribute des Landstrichs. Das Ziel: „Wir machen die Eifel gemeinsam zur lebenswertesten ländlichen Region im vereinten Europa.“

Alle Eifeler sollen „Markenbotschafter“ dieser Message werden. Sie sollen sie verinnerlichen, leben und nach außen tragen. Denn das neue Eifelimage solle keine Mogelpackung werden, so Asemann: „Menschen, die in die Eifel kommen, sollen feststellen: »So isses. Die sind so!«“

Gegen Rassismus hat sich die Realschule Blankenheim engagiert. Dafür bekam die „Schule mit Courage“ einen der begehrten Eifel-„Oscars“, ganz links „ihr“ Landrat Günter Rosenke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gegen Rassismus hat sich die Realschule Blankenheim engagiert. Dafür bekam die „Schule mit Courage“ einen der begehrten Eifel-„Oscars“, ganz links „ihr“ Landrat Günter Rosenke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die 50 Eifel-Award-Preisträger gingen schon mal mit gutem Beispiel voran. Die Pathfinder-Videospots präsentierten sie nicht nur in ihrem jeweiligen preisgekrönten Metier. Alle Ausgezeichneten sagten auch frei und frank, warum sie sich künftig als „Eifelbotschafter“ betätigen wollen. Zum Beispiel: „Weil es in der Eifel hervorragende Handwerksbetriebe gibt, die sich engagiert um ihre Auszubildenden kümmern.“ Oder auch: „Weil wir Jungens aus der Eifel die besten sind.“

Der Autor und Diakon Manfred Lang, der die Laudatio hielt, sagte in Abwandlung eines Schmähwortes von Kaiser Wilhelm II. („Die Eifel ist ein herrliches Jagdrevier, nur schade, dass dort Menschen wohnen“): „Die Eifel ist das Herz Europas, Gott sei Dank, dass hier solche Menschen leben!“ (pp/Agentur ProfiPres)

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