7. Februar 2018

Spannende Diskussionen im Haus der StädteRegion über Elektromobilität und Stromnetze der Zukunft

©Marcel Stockem, StädteRegion Aachen

StädteRegion Aachen. Wo liegen die Chancen der Stromnetze der Zukunft? Und wo die Herausforderungen für Elektromobilität?  Um über diese spannenden Fragen zu diskutieren, haben die StädteRegion Aachen und der Forschungscampus Flexible Elektrische Netze jetzt zu ihrem zweiten „Diskussionsforum Stromnetze“ eingeladen. Rund 60 Interessierte waren in den Mediensaal des Hauses der StädteRegion gekommen. Thomas Pilgrim, kommissarischer Dezernent und Leiter des Umweltamtes der StädteRegion Aachen, begrüßte die Gäste und warf eingangs die Frage auf, ob die aktuellen Stromnetze belastbar genug für Elektromobilität sind. Professor Dirk Uwe Sauer vom RWTH-Institut für „Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik“ betonte, „wenn man Elektromobilität intelligent plant, dann kann das funktionieren, denn in Deutschland verfügen wir über ein gut ausgebautes Stromnetz.“

Die Sorge vor einem Blackout, einem Zusammenbruch der regionalen Stromnetze, wird regelmäßig im Zusammenhang mit Elektromobilität geäußert. Diese Sorge entkräftete Sauer, da aus seiner Sicht ein entscheidender Faktor beispielsweise die Dauer eines Ladevorgangs sei. Bei ausreichender Zeit für das Nachladen der Batterien wird das Netz nicht über die Maßen beansprucht. Durch das Laden von Elektroautos würde der Verbrauch einzelner Haushalte im Durchschnitt nur minimal steigen, erläuterte Sauer. Sauer: „Entscheidend ist hierbei die intelligente Flexibilisierung der Ladevorgänge, dadurch könnte ein Netzausbau entbehrlich werden.“ Sauer ging in seinem Vortrag auch auf sogenannte Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge ein. Solche Fahrzeuge fahren mit Batterien, die für Reichweiten von fünfzig bis siebzig Kilometern ausgelegt sind. Einen Mehrbedarf deckt der zusätzliche Verbrennungsmotor ab. Durch diese Technik können mehr als sechzig Prozent Kraftstoff eingespart werden.

In der anschließenden Diskussion wurde mit den Besuchern intensiv diskutiert, zum Beispiel ob ausreichend Rohstoffe vorhanden sind, es zukünftig andere Technologien gibt und wie die Rohstoffe aus den Batterien wiederverwertet werden können. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass der spannende Abend im Haus der StädteRegion Bewegung in die Diskussionen um die Chancen und Herausforderungen der aktuellen Stromnetze, vor allem mit Blick auf Elektromobilität, gebracht hat.

 

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Postanschrift:
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E-Mail: Robert.Flader@staedteregion-Aachen.de
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