11. November 2015

Stabiles Hoch im Handwerk

Konjunkturumfrage der HWK Trier – Gute Wirtschaftslage im Kammerbezirk hält an

Eifel/ Trier – Die gute Wirtschaftslage im Handwerk der Region Trier hält an. Wie bereits 2014 wurden auch in der jüngsten Herbstkonjunkturumfrage erfreuliche Werte erreicht. Die aktuelle Geschäftslage wird von 89,3 Prozent (Vorjahreswerte in Klammern: 90,1) der Handwerksbetriebe mit gut oder befriedigend beurteilt.

Drei Viertel der Betriebe geben eine durchschnittliche Betriebsauslastung von über 70 Prozent an. Im Schnitt liegt der Auftragsbestand bei 8,5 Wochen (2014: 8,7). Branchenübergreifend wurde in rund 42,4 Prozent der Betriebe in den letzten drei Monaten eine durchschnittliche Summe von 53.000 Euro (2014: 38.000) investiert. Auch Auftragseingänge und Umsätze konnten im Vergleich zum Vorquartal gesteigert werden. Zudem hat sich die Beschäftigtensituation der Region Trier laut Umfrage verbessert, mit positiven Erwartungen.

Laut Umfrage erzielten die Handwerke des Gesundheitsgewerbes, zu denen auch die Hörgeräte-Akustiker gehören, die besten Werte. Foto: www.amh-online.de

Laut Umfrage erzielten die Handwerke des Gesundheitsgewerbes, zu denen auch die Hörgeräte-Akustiker gehören, die besten Werte. Foto: www.amh-online.de

Aus den Beurteilungen der derzeitigen Geschäftslage sowie den Erwartungen für die zukünftige Geschäftslage ergibt sich ein aktueller Geschäftsklimaindex von 89,9 Punkten in der Region (2014: 90,1). Im Branchenvergleich zeigen sich jedoch starke Unterschiede in der Geschäftslagenbeurteilung. Nur 73,6 Prozent (2014: 79,4) der Befragten des Bauhauptgewerbes, zum Beispiel Gerüst-, Beton- und Straßenbauer, geben eine Betriebsauslastung von über 70 Prozent an. Der durchschnittliche Auftragsvorlauf beträgt 7,9 Wochen (2014: 8,6), die Erwartungen sind verhalten.

Dagegen beurteilen 94,6 Prozent (2014: 88,9) der befragten Unternehmen des Ausbaugewerbes, wie Tischler, Raumausstatter oder Stuckateure, die Geschäftslage des dritten Quartals mit gut oder befriedigend. Mit einem Wert von 83,3 Prozent (2014: 79,6) ist die Auslastung über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen. Der aktuelle Auftragsbestand von 10,2 Wochen (2014: 10,5) ist positiv zu bewerten. Hohe 93,1 Prozent der befragten Betriebe erwarten zukünftig eine gute oder befriedigende Geschäftslage.

In der heterogenen Gruppe des Handwerks für den gewerblichen Bedarf, zu der neben Gebäudereinigern auch Landmaschinenmechaniker und Informationstechniker gehören, geben nur 10 Prozent (2014: 30) einen gesunkenen Umsatz gegenüber dem Vorquartal an. Gleichzeitig verzeichneten 77 Prozent (2014: 66) eine unveränderte und 19 Prozent (2014: 16) eine gestiegene Beschäftigtenzahl.

Die momentane Geschäftslage des Kraftfahrzeuggewerbes wird von 84 Prozent (2014: 90) als zumindest zufriedenstellend beurteilt. Nur 24 Prozent (2014: 40) der Befragten einen gesunken Auftragsbestand an. 80 Prozent (2014: 66) erwarten einen gleichbleibenden oder steigenden Umsatz.

Von den befragten Unternehmen der Nahrungsmittelhandwerke erwarten 90,0 Prozent zukünftig eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Ebenso stellt sich die zukünftige Situation der Beschäftigtenzahl positiv dar. Ganze 30 Prozent möchten zukünftig Personal einstellen, im Vorjahr hatte keiner der Befragten dies in Erwägung gezogen.

Bei der diesjährigen Umfrage erzielten die Handwerke des Gesundheitsgewerbes, wie Orthopädieschuhmacher oder Hörgeräteakustiker, den besten Umfragewert. Alle Unternehmen beurteilten ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Die Erwartungen fallen etwas verhaltener aus. So plant gerade kein befragtes Unternehmen, Personal einzustellen.

Im Bereich der personenbezogenen Dienstleistungsbetriebe wie Fotografen und Maßschneider werden leichte Rückgänge verzeichnet. Lediglich 81,8 Prozent (2014: 90) der Befragten geben eine gute oder befriedigende Geschäftslagebeurteilung ab. 13 Prozent (2014: 10) der Befragten planen, die Zahl ihrer Mitarbeiter auszubauen.

Insgesamt kann das regionale Handwerk optimistisch in die Zukunft blicken. Branchenübergreifend zeigen sich gesteigerte Auftragseingänge und Umsatzentwicklungen gegenüber dem Vorquartal. Auch die Beschäftigtensituation der Region Trier hat sich laut Umfrage verbessert mit positiven Erwartungen.

pp/Agentur ProfiPress

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