12. September 2016

Multinationale Studentengruppe trägt zum Erhalt der Wacholderheide bei

Agrarstudenten der Uni Bonn erbringen ehrenamtlichen Einsatz am Weiselstein. Multinationale Studentengruppe trägt zum Erhalt der Wacholderheide bei.

Als Lern- und Begegnungsort der nicht alltäglichen Art durfte eine multinationale Gruppe von rund 20 Studenten der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn die Wacholderheide auf dem Weiselstein bei Schalkenbach erleben.

Die Studenten des bereits seit 20 Jahren angebotenen Masterstudiengangs „Agrucultural Sciences und Resource Management“ (ARTS) erlangen mit ihrem Studium das Rüstzeug, um Entwicklungsprozesse anzustoßen. So machen sie ihren Studiengang rund um die Welt zu einem Begriff. Inzwischen umspannt die ARTS-Familie den ganzen Erdball. Absolventen aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika sind als Führungskräfte in ihren Heimatländern oder internationalen Forschungs- und Entwicklungsorganisationen tätig.

Die rund 20 Teilnehmer/innen aus über 20 Nationen von fünf unterschiedlichen Kontinenten müssen auf ihren Abschluss noch hinarbeiten. Die Tagesexkursion in die Eifel bot bei herrlichen spätsommerlichen Wetterbedingungen hervorragende Einblicke in die Praxis. Zu Beginn lauschten die Studenten der Einführung von Wacholderwacht Gerhard Krämer. Sodann ging es an die Arbeit: Gemeinsam wurden die zahlreichen Birkenschösslinge mit Astscheren entfernt sowie Ginster und Kierfernkeimlinge mit Muskelkraft aus dem Heideboden gezogen. Zum Einsatz kam auch das kanadische Spezialgerät „Big Foot“, welches das Entfernen mitsamt der Wurzel wesentlich erleichtert. Nach getaner Arbeit war zudem der Abtransport des entfernten Schnittgutes von enormer Bedeutung, da dieses sonst wieder nährstoffreichen Humus in das empfindliche Ökosystem bringen würde.

Sodann traf man sich mit kommunalen Vertretern zu einem stärkenden Mittagessen in den Tagungsräumlichkeiten des Waldgut Schirmaus. Martina Liemersdorf und Team hatten dort bereits zweierlei leckere deftige Eintöpfe aus regionalen, jahreszeitlich passenden Produkten vorbereitet. Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Toni Harst, Ortsbürgermeister Schalkenbach – zu welchem das Idyll Waldgut Schirmau zählt – sowie Elisabeth Dahr, Ortsbürgermeisterin von Oberdürenbach und Werner Breuer, Ortsbürgermeister von Königsfeld, freuten sich über das Engagement und den Einsatz der jungen Menschen.

„Ein herzliches Dankeschön möchte ich den Studierenden für die geleistete Naturschutzarbeit aussprechen, die einen großen Beitrag zur Erhaltung der Heidevegetation am Weiselstein  liefern. Danken dürfen wir auch der Wacholderwacht Osteifel, vor allem Peter Krebs und Gerhard Krämer, die den Kontakt zu Susanne Hermes von der Bonner Fakultät aufrecht erhalten und den Einsatz organisatorisch vorbereitet und begleitet haben“, zeigte sich Bürgermeister Bell begeistert. „Die Tagesexkursion bietet eine sogenannte „Win-Win-Situation“. Sie fördert die Pflege unserer einzigartigen Heidelandschaft, fördert das Kennenlernen der Ferienregion Laacher See und leistet durch die internationale Begegnung der Teilnehmer aus unterschiedlichen Nationen einen kleinen Beitrag zum Frieden unter den Menschen.“

Die Bonner Gäste bedankten sich zum Ende des abwechslungsreichen Tages vor allem bei Peter Krebs, der wiederholt die Kontakte vermittelt hatte und den Tag durch Spenden der Kommunen realisieren konnte. Der „Nationale Geopark Laacher See“ gehört zu den bedeutenden Kulturlandschaften der Osteifel, durch den tatkräftigen Einsatz der Studenten konnte dem Weiselstein wieder Luft verschafft werden, der zur Erhaltung des Biotops beiträgt. Die Wacholderwacht wie auch die Bonner Fakultät möchten die Zusammenarbeit durch weitere Aktionen vertiefen und zum Erhalt der herrlichen Landschaft beitragen.

Die Wacholderwacht Osteifel ist eine Gruppe von Männern und Frauen, die sich ehrenamtlich als Wanderführer zur Verfügung stellen und Auskunft geben können über die Besonderheit und Einmaligkeit der Heidevegetation sowie zu den Grenzen und zum Erfolg der laufenden Naturschutzmaßnahmen und vielem mehr. Kontakt: Gerhard Krämer, Tel. 02655-1835

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Herausgeber:

Radermacher Sarah

Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal – 56651 Niederzissen

Durchwahl: 02636/9740 – 205

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Autor(in)

Klaus Schäfer
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