5. November 2015

Grüne Woche Rheinland-Pfalz am DLR Eifel: Landwirt – ein Beruf mit Zukunft?!

„Mit grünen Berufen die Zukunft gewinnen“ – unter diesem Motto stand die diesjährige „Grüne Woche Rheinland-Pfalz“. Passend zur Thematik führte das DLR Eifel in Bitburg eine interessante Informationsveranstaltung zum Ausbildungsberuf Landwirt durch. In Zusammen­arbeit mit der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz wurde dabei die duale landwirt­schaftliche Berufsausbildung vorgestellt.

Eröffnet wurde diese Veranstaltung von Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken. In ihren Eingangsausführungen erläuterte sie die Bedeutung einer fundierten landwirtschaftlichen Berufsausbildung aus ihrer Sicht als zuständige Ministerin und auch als selbst ehemalige Landwirtin in der Eifel. So zeigte sich Ministerin Höfken überzeugt, dass die Landwirtschaft eine Zukunftsbranche ist, die an Bedeutung gewinnt und insbesondere in der Eifel, wo das Herz der Milcherzeugung in Rheinland-Pfalz schlage, gute berufliche Perspektiven bieten kann.

“Bock auf Landwirtschaft” – Statements von Nachwuchskräften

Aus ihrer persönlichen Sicht schilderten anschließend zwei ehemalige Schüler des DLR Eifel ihre Beweggründe und Ziele, die sie zu einer landwirtschaftlichen Berufsausbildung bewogen haben. Beide entschieden sich im Anschluss an die erfolgreiche Gesellenprüfung zum Landwirt für den Besuch der weiterführenden ein- und zweijährigen landwirtschaftlichen Fachschule am DLR Eifel und erlangten so die Qualifikation zum „Staatlich geprüften Techniker für Landbau“.

Julia Klein aus Hallschlag stammt aus einem Mutterkuhbetrieb in Niederöfflingen und hat sich schon als Kind häufig mit der Landwirtschaft beschäftigt. Parallel zu ihrer Berufsschulzeit am DLR Eifel absolvierte sie zwei Jahre ihrer dreijährigen landwirtschaftlichen Berufsausbildung in zwei anerkannten Ausbildungsbetrieben mit den landwirtschaftlichen Schwerpunkten Milchviehhaltung, Grünland und Ackerbau. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung schloss sich bei Julia Klein am DLR Eifel zunächst die weiterführende ein- und anschließend die zweijährige landwirtschaftliche Fachschule an. Mit dem erfolgreichen Abschluss der einjährigen landwirtschaftlichen Fachschule erwarb sie zunächst die Qualifikation zur „Staatlich geprüften Wirtschafterin für Landbau“ und mit dem Abschluss der zweijährigen Fachschule die Qualifikation zur „Staatlich geprüften Technikerin für Landbau“. Seit Frühjahr 2015 ist Julia Klein als Mitarbeiterin am DLR Mosel im Prüfdienst beschäftigt. Außerdem arbeitet sie noch im Milchviehbetrieb ihres Ehemannes in Hallschlag mit. Für beide Tätigkeitsbereiche sind die in den vorangegangenen schulischen und betrieblichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen notwendig und vorteilhaft.

Teilnehmer und Referenten der Informationsveranstaltung, in der Bildmitte Ministerin Ulrike Höfken. (Foto: Jutta Heyen)

Teilnehmer und Referenten der Informationsveranstaltung,
in der Bildmitte Ministerin Ulrike Höfken. (Foto: Jutta Heyen)

Justin Hackl aus Balesfeld erläuterte anschließend seinen schulischen und beruflichen Werdegang. Vom Elternhaus keinen Kontakt zur Landwirtschaft entfachte die Nachbarschaft zu einem Bauernhof schon früh sein landwirtschaftliches Interesse. Entsprechend zielstrebig ging er die Aus- und Weiterbildung an, ähnlich wie bei Julia Klein. Justin Hackl lernte in seiner dreijährigen praktischen Berufsausbildung auf zwei verschiedenen Ausbildungsbetrieben sowohl den ökologischen Ackerbau und die Mutterkuhhaltung als auch den konventionellen Ackerbau, die Grünlandwirtschaft und die konventionelle Milchviehhaltung kennen. Nach Absolvieren der ein- und zweijährigen landwirtschaftlichen Fachschule schloss sich Justin Hackl dann als qualifizierter „Staatlich geprüfter Techniker für Landbau“ vor einigen Jahren der Betriebsgemeinschaft Heidehof in Oberkail als festangestellter Mitarbeiter an. Hier betreut er mittlerweile z.T. eigenverantwortlich die Fütterung der Milchkühe und Teile der Kälber­auf­zucht. Auch im Bereich der Außenwirtschaft und der Maschinenwartung setzt Justin Hackl als engagierter Mitarbeiter seine Kenntnisse und Fähigkeiten ein und schätzt an seiner Arbeits­stelle vor allem das eigenverantwortliche Arbeiten und das gute Arbeitsklima. Auch, dass sein Chef ihn in betriebliche Entscheidungen z.B. bei anstehenden Maschinenkäufen mit einbe­zieht, findet Justin Hackl gut. Das abschließende Fazit beider Referenten war, dass sie den Beruf des Landwirts bzw. der Landwirtin als ihren Traumberuf sehen und sich aus ihrer heuti­gen Sicht immer wieder für eine landwirtschaftliche Berufsausbildung entscheiden würden.

Julia Klein (stehend) stellt ihren schulischen und beruflichen Werdegang vor. Sitzend von links nach rechts: Abteilungsleiterin Juliane Romberg, Ausbildungsberaterin Katharina Krämer (Foto: Jutta Heyen)

Julia Klein (stehend) stellt ihren schulischen und beruflichen Werdegang vor. Sitzend von links nach rechts: Abteilungsleiterin Juliane Romberg, Ausbildungsberaterin Katharina Krämer (Foto: Jutta Heyen)

Die duale Ausbildung zum Landwirt

Im Anschluss stellte Wolfgang Knechtges als betreuender Lehrer für die Auszubildenden am DLR Eifel die mit der praktischen Ausbildung engverzahnte dreijährige landwirtschaftliche Berufsschule und auch die anschließenden Weiterbildungsmöglichkeiten in der Fachschule Agrarwirtschaft am DLR Eifel vor. Katharina Krämer übernahm danach in ihrer Funktion als Ausbildungsberaterin der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz die Vorstellung der betrieblichen Berufsausbildung. Hierbei ging sie auch auf das Serviceangebot der Landwirt­schaftskammer Rheinland-Pfalz zur sogenannten „passgenauen Besetzung“ ein, das interessierte und ratsuchende Jugendliche bei Fragen zur Berufsausbildung in den grünen Berufen und bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsbetrieben unterstützt.

Abschließend nutzten die Teilnehmer dieser Veranstaltung die Möglichkeit zur Diskussion und zum Nachfragen bei den verschiedenen Referenten. Die von Juliane Romberg, Abteilungs­leiterin Schule, moderierte Informationsveranstaltung fand sowohl bei den anwesenden Jugendlichen, den sie begleitenden Eltern als auch bei Vertretern der Stadt Bitburg, des Kreistages und des Landtages eine positive Resonanz.

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