23. Januar 2021

PAPSTAR GmbH – Wachsende Geschäfte mit nachwachsenden Rohstoffen

© Eifel Tourismus - L. May

Nachwachsende Rohstoffe und ressourcenschonende Wertstoffkreisläufe bringen Ökologie und Ökonomie in Einklang.

Ein Ausrufezeichen in der erfolgreichen Entwicklung, Produktion und Vermarktung von nachhaltigen Produkten setzt die PAPSTAR GmbH aus Kall in der Eifel. Im Rahmen der Kampagne „1000 Tage starke Marke – Wir. Leben. Eifel“ haben wir das Unternehmen besucht und mit CEO Bert Kantelberg sowie Frank Kolvenbach, Geschäftsführer der im April 2019 als Spin-off gegründeten PAPSTAR Solutions GmbH, über die Entwicklung des Unternehmens und die schrittweise Veränderungen im Produktsortiment gesprochen. Der verstärkte Einsatz nachwachsender Rohstoffe und die Installation von verschiedenen Wertstoffkreislaufsystemen waren Schwerpunkte unseres Gespräches.

Die PAPSTAR GmbH gehört zu den führenden Anbietern für Einmalgeschirr und Serviceverpackungen in Europa. Das Sortiment   des Unternehmens umfasst aktuell über 5.000 aus rund 200 Produktionen zusammengeführte Verbrauchsartikel der Kategorien Einmalgeschirr und Serviceverpackungen, Tisch- und Raumdekorationen sowie Einmalprodukte für Haushalt, Profiküche, Hygiene und Altenpflege – von ganzheitlichen Designkonzepten für den gedeckten Tisch über Einmalgeschirr-Lösungen für Street-Food-Anbieter bis hin zu Fingerfood-Equipment für Cateringbetriebe und die Eventgastronomie. Rund 4.000 Artikel werden heute bereits aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

In Kall in der Eifel befindet sich das vollautomatisierte Zentrallager mit 44.000 Paletten- und 90.000 Kartonstellplätzen. Von dort aus werden die PAPSTAR-Distributoren in Europa sowie alle Kunden in Deutschland bedient. „Von Kall erreichen wir im Umkreis von 450 Kilometern 150 Millionen Menschen“, beschreibt Bert Kantelberg einen wesentlichen Standortvorteil in der Eifel.

Begonnen hat alles vor fast 150 Jahren mit der Gründung der Pappenfabrik Oswald Matheis in Schleiden. Die Produktion und der Vertrieb von Kartonschalen und Tellern aus Pappe waren nicht nur namensgebend, sondern machten PAPSTAR schnell über die Landesgrenzen hinaus bekannt. „Wir haben schon immer auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt“, so Bert Kantelberg im Gespräch. „Holz zum Beispiel ist ein elementarer Rohstoff für Papier und Pappe und wächst in der Eifel vor Ort. Auch das für die Produktion notwendige Wasser fließt praktisch vor der Haustür. Natürlich bieten wir bis heute aus Hygienegründen auch Produkte aus Kunststoff an, doch insbesondere in den letzten Jahren haben wir Schritt für Schritt den Kunststoff durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt“, führt Kantelberg weiter aus. So entstand 2008 die Sortimentslinie „pure“. Bei diesem Einmalgeschirr und Serviceverpackungen bestehen beispielsweise Teller, Schalen oder Becher aus zu 100 Prozent aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Rohstoffen wie Holz und Frischfaser-Karton, Palmblatt, Zuckerrohr, Mais oder neuerdings auch aus Agrarresten.

Doch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe alleine reicht nicht aus. „Die meisten unserer Mitarbeiter kommen aus der Eifel und dieser Standort mit seiner schützenswerten Natur prägt. Deshalb haben unsere Teams auch konsequent an der Optimierung der Prozesse im Hinblick auf ökologische Kriterien gearbeitet. Was passiert mit unseren Produkten nach dem Gebrauch? Was können wir recyceln, kompostieren oder generell wiederverwenden? Das war die Geburtsstunde der PAPSTAR Solutions GmbH“, fasst Bert Kantelberg zusammen.

Die PAPSTAR Solutions GmbH bietet Serviceleistungen an, die auf nachhaltige Sortimente sowie Entsorgungslösungen im Sinne von Kreislaufsystemen ausgerichtet sind. „Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, PAPSTAR-Produkte einer Wiederverwendung, einem zweiten Leben, zuzuführen“, erklärt Geschäftsführer Frank Kolvenbach. „Nachwachsende Rohstoffe sind einfach zu wertvoll. Ein größtmögliches stoffliches Recycling muss unser Ziel sein“, so Kolvenbach weiter.

PAPSTAR Solutions bietet aktuell ein Modell an, bei dem Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen nach dem Gebrauch mittels einer Kompostiermaschine zu einem Bodenersatzstoff verarbeitet werden können. Diese Maschinen der Marke Oklin – die exklusiven Vertriebsrechte für Deutschland und Benelux liegen bei PAPSTAR – verwenden mikrobiologische Technologien in einer Kompostierkammer, um organische Abfälle oder auch biologisch abbaubares Einmalgeschirr zu kompostieren und das Volumen innerhalb von 24 Stunden bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Der Output aus der Maschine wird in einem nahegelegenen Papierwerk wieder zu Pappe verarbeitet. Alternative Verwertungsmöglichkeiten werden ebenfalls getestet.

„Nachhaltigkeit ist eine Entwicklung, die es den zukünftigen Generationen ermöglicht, mindestens den gleichen Lebensstil zu führen wie den gegenwärtigen. Darauf ist unser unternehmerisches Handeln ausgerichtet; das wollen unsere Mitarbeiter und das sind wir unserer Umwelt und natürlich auch dem Standort Eifel schuldig“, schließt Frank Kolvenbach.

Dem wollen wir auch nichts mehr hinzufügen, passt es doch exakt zu unserem Ansatz: Wir. Leben. Eifel!

Diesen und weitere Beiträge zu innovativen und nachhaltigen Unternehmen in der Eifel finden Sie hier… Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, dass Ökologie, Ökonomie und Innovation in der Eifel miteinander im Einklang stehen.

Folgenden Sie uns auch in den sozialen Kanälen auf facebook und instagram:

www.facebook.com/eifelstandort

www.instagram.com/eifelstandort


Das LEADER-Projekt „Einführung der Marke Eifel – Aufbau und Einführung der Markenkommunikation zur Standortmarke Eifel“ wird gefördert durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz. >>

leader leader leader     Das Wappenzeichen von Rheinland-Pfalz

Print Friendly, PDF & Email



Kommentare




  1. Heinz Bossert sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Die Anstrengungen der Firma Papstar, das Thema „Nachhaltigkeit“ auszubauen, in Ehren, dies geschieht im Rahmen eines überholten Geschäftsmodell mit einer längst nicht mehr zeitgemäßen Produktpalette: „Einmalgeschirr“ und „Serviceverpackungen“ haben schon gar keine Zukunft mehr, es gibt seit langem Alternativkonzepte. Angesichts von Rohstoffknappheit, Klimawechsel und ungelösten Müllproblemen noch schwerpunktmäßig auf solche Produkte von gestern zu setzen, zeugt unternehmerisch nicht von Weitsicht und gefährdet Arbeitsplätze. In welcher Schublade hat die Firma kurzfristig realisierbare Umstellungskonzepte? Die beiden herausgestellten Produkte gehören sinnvollerweise bald zu einem ökonomischen Verschwendungssystem, von dem wir uns schon längst hätten verabschieden müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Impressum:
Eifel Tourismus GmbH
Kalvarienbergstraße 1
D – 54595 Prüm
Geschäftsführer: Klaus Schäfer
Wittlich HRB 32284, Gerichtsstand ist Wittlich



Die Erstellung der Inhalte dieser Webseite wird gefördert im Rahmen des LEADER-Projektes „Einführung der Marke Eifel – Aufbau und Einführung der Markenkommunikation zur Standortmarke Eifel“ durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz