18. September 2017

Trotz durchwachsener Ernte ist die Kreisbauernschaft dankbar

Kreis Düren. “Ein regenarmer Winter und ein trockenes Frühjahr hat den Ackerbauern im Kreis Düren einen schlechten Start beschert. Den konnten sie an den meisten Standorten nicht mehr wettmachen”, berichtete Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, beim traditionellen Erntedankempfang im Kreishaus Düren. Während die Getreideernte sehr durchwachsen ausgefallen sei, stünden die Rübenbauer vor einem besseren Ergebnis. “Trotz allem gibt es für uns Bauern Grund zur Dankbarkeit, denn wir sind uns stets bewusst, dass unsere ‘Werkbank’ die Natur ist und wir trotz guter Technik letztlich dem unkalkulierbaren Wechselspiel von Sonne und Regen ausgeliefert sind”, unterstrich Erich Gussen die Grundhaltung seines Berufsstandes.

Kreislandwirt Erich Gussen (r.) überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.r) die Erntekrone. Grußworte sprachen die Rheinisch Kartoffelkönigin Anne Dicks (2.v.l) und Hedi Feucht (l.).

Der Ernte-Dekoration im großen Sitzungssaal war der durchwachsene Ernteerfolg nicht im Geringsten anzusehen. Die Landfrauen, allen voran Hedi Feucht und Margret Frings, hatten erneut reichlich Obst, Gemüse, Getreide und Blumen herrlich arrangiert. Angesichts dieser üppigen Pracht erinnerte Landrat Wolfgang Spelthahn beim 17. gemeinsamen Erntedankempfang von Kreis und Kreisbauernschaft in diesem Rahmen, dass der Überfluss nicht selbstverständlich sei: “Die jüngsten Bilder der Hurrikan-Zerstörung in den USA haben uns vor Augen geführt, welche Gewalten die Natur entfesseln kann. Und die geplünderten Geschäfte haben gezeigt, wie zerbrechlich unsere Zivilisation ist.”

Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft waren zum Erntedankempfang gekommen und erwiesen den Landwirten ihre Reverenz. “Unser Kreis wurzelt in der Landwirtschaft, und wir können uns glücklich schätzen, dass bei uns vor Ort hochwertige Nahrungsmittel auf nachhaltige Weise produziert werden. Wir haben Verständnis für die Landwirtschaft und pflegen eine gutes Miteinander”, stellte Landrat Wolfgang Spelthahn einmal mehr fest.

Erich Gussen verdeutlichte, dass die Landwirtschaft das Erntedankfest zunehmend als politischen Tag verstehe, an dem man der Öffentlichkeit ins Bewusstsein rufen könne, wie wichtig der Erhalt der bäuerlichen Betriebe im Kreis Düren und im Rheinland sei: “Damit unsere Landwirtschaft den großen Herausforderungen der Welternährung und des Umweltschutzes bewältigen kann, braucht sie eine angemessene Entlohnung und einen ausreichenden Schutz.” An die neue Landesregierung appellierte er, den Agrarstandort zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtwirtschaftlichen Betriebe zu stärken. Ökonomische und ökologische Ziele seine grundsätzlich gleichrangig zu berücksichtigen. Natur- und Gewässerschutz könnten nur mit und nicht gegen die Land- und Forstwirtschaft verwirklicht werden. Ausdrücklich bedankte Erich Gussen sich beim Kreis Düren und seinen Kommunen für das konstruktive Miteinander, wenn es Probleme zu lösen galt: “Das wissen wir sehr wohl zu schätzen.”

Musikalisch wurde der Erntedankempfang von einem Posaunenquartett der Musikschule Düren unter der Leitung von Renold Quade gestaltet. Die Rheinisch Kartoffelkönigin Anne Dicks und Hedi Feucht, Vorsitzende der Landfrauen im Kreis Düren, wandten sich in Grußworten an die Gäste.

 

Kontakt:

Josef Kreutzer

Pressestelle des Kreises Düren

Tel.: 024 21 – 22 23 83

Fax.: 024 21 – 22 20 11

Mail: Pressestelle@kreis-dueren.de

 

 

 

 

Bildtext:

Kreislandwirt Erich Gussen (r.) überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.r) die Erntekrone. Grußworte sprachen die Rheinisch Kartoffelkönigin Anne Dicks (2.v.l) und Hedi Feucht (l.).

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