2. Februar 2017

Bundesweites Fachtreffen von Infozentren in Großschutzgebieten im Nationalpark-Zentrum Eifel

Schleiden-Gemünd, den 02. Februar 2017. Etwa 40 Leiterinnen und Leiter von Infozentren in Großschutzgebieten aus der ganzen Republik besuchten anlässlich ihrer Jahrestagung die neu eröffnete Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark Eifel. Einmal im Jahr treffen sich die Experten unter dem Dachverband EUROPARC Deutschland e.V. zu einem bundesweiten Austauschforum. Vom Darß (Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft) im äußersten Norden Deutschlands bis zu den Berchtesgadener Alpen reichte das geographische Spektrum der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch der Pfälzer Wald, der Harz, die Insel Rügen, der Schwarzwald, die Schwäbische Alb, die Mittelelbe und die Rhön waren mit ihren Infozentren vertreten.

Ausgestattet mit Brillen, die eine 90-prozentige Sehbehinderung simulieren, „erfühlten“ die Tagungsteilnehmer die Ausstellung – hier die Tastmodelle unterschiedlicher Lebewesen. Foto: M. Weisgerber/Nationalparkverwaltung Eifel

Zentrales Tagungsthema war die Barrierefreiheit in Ausstellungen und Infozentren. Eine Spezialbesichtigung mit Selbsterfahrungsübungen führte ganz konkret vor Augen, wie sich unterschiedliche Einschränkungen auf die Wahrnehmung auswirken. Wenn eine Ausstellung wirklich barrierefrei sein soll, gibt es Vieles zu beachten: So sind für sehbehinderte oder blinde Gäste nicht nur spezielle Orientierungshilfen nötig, sondern auch die Informationen der Ausstellung müssen entsprechend aufbereitet werden, um von diesen Gästen wahrgenommen zu werden. Ganz andere Hilfen sind für hörgeschädigte Gäste oder Menschen mit kognitiven Einschränkungen notwendig.

Das erst kürzlich eröffnete Nationalpark-Zentrum Eifel im Forum Vogelsang IP als Gastgeber der Tagung konnte zu diesem Themenkomplex beispielhafte Lösungen in der Ausstellung „Wildnis(t)träume“ zeigen – hier erwartet Gäste ein außerordentlich hoher Standard an Barrierefreiheit, der allen Gästen zu Gute kommt, und der in den meisten anderen Infozentren bisher noch nicht realisiert werden konnte.

Dr. Stefan Büchner, Leiter des Naturschutzzentrums Südschwarzwald und stellvertretender Sprecher der EUROPARC-AG, würdigte dieses besondere Engagement: „Im Nationalpark-Zentrum Eifel wird wirklich in vorbildlicher Weise auf die Bedürfnisse von behinderten Gästen eingegangen. Dies ist eine wertvolle Hilfe und Vorbild für die Arbeit in allen Infozentren Deutschlands.“ Unter dem Motto „Natur für Alle“ wird Barrierefreiheit nicht nur im neuen Zentrum, sondern seit der Gründung von Nordrhein-Westfalens einzigem Nationalpark im Jahr 2004 in den verschiedenen Einrichtungen und Angeboten des Nationalparks Eifel konsequent umgesetzt.

Neben dem Thema Barrierefreiheit stand ein Blick über die Grenzen auf dem Programm der Jahrestagung: In Fachvorträgen wurden die Situation von Schutzgebieten und Infozentren in den Niederlanden und den USA vorgestellt und mit der Herangehensweise in Deutschland verglichen. Informationen zu technischen Ausstellungsangeboten wie etwa WLAN-basierten Audioguides und zu einem neuen Besucherzentrum im „Wildnisgebiet“ „Lieberose“ in Brandenburg ergänzten die Themenpalette.

 

Hintergrund
EUROPARC Deutschland e. V. mit Sitz in Berlin vertritt als Dachorganisation die europäischen Großschutzgebiete und bündelt sie unter dem Label „Nationale Naturlandschaften“. In Deutschland gibt es 16 Nationalparke, 17 Biosphärenreservate und über 103 Naturparke.
Wichtige Projekte von EUROPARC Deutschland sind z. B.

  • Ehrensache – Freiwillige in Parks
  • Inwertsetzung von Klima- und Naturschutzmaßnahmen in Nationalen Naturlandschaften
  • Das Junior-Ranger-Programm

www.europarc-deutschland.de
www.nationale- naturlandschaften.de

Die AG „Leiter/innen von Infozentren in Großschutzgebieten“ ist eine von mehreren Arbeitsgruppen unter dem Dach von EUROPARC Deutschland e. V.. Die AG trifft sich jährlich in wechselnden Schutzgebiets-Infozentren. Sprecherin der AG ist Dr. Sabine Stab (sabine.stab@lanu.sachsen.de), Leiterin des Nationalparkzentrums Bad Schandau im Nationalpark Sächsische Schweiz.

Öffnungszeiten und Preise
Die Öffnungszeiten der Ausstellung „Wildnis(t)räume“ sind täglich von 10 bis 17 Uhr (Heiligabend und Silvester von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr). Der Eintritt für Erwachsene kostet 8 Euro und ermäßigt 4 Euro. Darüber hinaus gibt es weitere Eintrittsformate wie Familien- oder Kombitickets. Geführte Erkundungstouren durch die Ausstellung (Dauer: Etwa 90 Minuten) finden täglich und ohne Voranmeldung um 14 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags zusätzlich um 11 Uhr statt (Eintritt zuzüglich 2 Euro). Bei Vorlage der GästeCard Erlebnisregion Nationalpark Eifel erhalten Sie 10% Rabatt auf den Eintrittspreis.
Der Eintritt in das vor der Ausstellung liegende Besucherzentrum ist kostenfrei. Hier finden Sie spannende Informationen zur Eifel, kurze Filme und ein interaktives Geländemodell zum Nationalpark Eifel.

Kontakt und Anreise
Bei Fragen zur Ausstellung oder für Buchungen wenden Sie sich bitte an Frau Martina Höller oder das Besucherzentrum im „Forum Vogelsang IP“ unter +49 2444 / 91579-11.

 

 

Kontakt

Martin Weisgerber
FG Kommunikation und Naturerleben
Wald und Holz NRW
Nationalparkforstamt Eifel
Telefon: 02444 9510-56
Mobil 0171.5870896
weisgerber@nationalpark-eifel. de

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