9. Dezember 2016

Potenzialentfaltung – oder: Wie wachsen wir über uns hinaus?

Im Jahr 2010 startete in der Verbandsgemeinde Daun der sog. WEGE-Prozess (WEGE – Wandel erfolgreich gestalten!). Zahlreiche Initiativen und Projekte ordnen sich diesem Dach unter und tragen dazu bei, die VG im Hinblick auf den demografischen Wandel zukunftsfähig zu gestalten. Das Jahr 2016 steht unter dem Leitsatz „VG Daun – Potenzialentfaltung in unseren Gemeinden“.

Mit diesem Aspekt beschäftigten sich im November auch die Teilnehmer des diesjährigen WEGE-Symposiums. Hierbei handelt es sich um einen Einladungsworkshop für Experten der ländlichen Strukturentwicklung aus Wissenschaft und Praxis. Gemeinsam werden verschiedene Aspekte im Kontext des demografischen Wandels beleuchtet. In diesem Jahr konkret: Was bedeutet Potenzialentfaltung? Wie gelingt Potenzialentfaltung? Welche Chance ist damit für ländliche Räume verbunden? Wie gewohnt werden die Erkenntnisse in Dauner Thesen münden, welche Anfang des kommenden Jahres veröffentlicht werden.

Wichtige Impulse hierzu lieferte der Österreicher Martin Hollinetz. Als Regionalmanager und Mitbegründer der Otelo-Bewegung begegnet ihm das Thema Potenzialentfaltung täglich in seinem beruflichen, aber auch privaten Alltag. Was er bereits an mehreren Standorten geschaffen hat, begeisterte die Teilnehmer des WEGE-Symposiums, aber auch die Gäste bei der abendlichen AusWEGE-Veranstaltung in Sarmersbach.

Die Teilnehmer/-innen des diesjährigen WEGE-Symposiums

Otelo – Wenn aus Aktivität und Leidenschaft Wirkung entsteht

Otelos sind Räume, in denen vieles möglich ist. Frei denken, Ideen austauschen und gemeinsam umsetzen, Netzwerken, kreativ sein, Fortschritt vorantreiben und dies über alle Generationen und Abstammungen hinweg sind Faktoren, welche ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit und damit auch Potenzialentfaltung ermöglichen. Jede/r kann hier Selbstwirksamkeit erfahren, sei es durch das Angebot von selbst durchgeführten Kursen oder durch das Mitwirken an einem innovativen Projekt aus dem Technologiebereich. So ist es möglich, dass in einem Raum die Gruppe „Wie strickt man die perfekte Ferse?“ aktiv ist und man sich im Nebenraum mit der Technologie 3D-Druck vertraut macht. Und das alles unter einem Dach!

Die Idee hinter Otelo ist simpel. Eine Gemeinde stellt ein leerstehendes Gebäude inkl. Betriebskosten und Internetverbindung kostenfrei zur Verfügung. Ein Team aus ehrenamtlichen Gastgeber/-innen plant und organisiert ein Angebotsprogramm. Und schon kann es losgehen. Denn gemäß dem Leitbild „Otelo macht nichts, Otelo macht möglich“, sind die Nutzer für die Gestaltung ihres Standortes selbst verantwortlich.

Vielseitige Wirkungen sind laut Hollinetz spürbar. Die gelebte Willkommenskultur der Gastgeber/-innen wirkt beispielsweise anziehend auf Menschen. Otelos verbinden Generationen und tragen sogar dazu bei, dass junge Menschen nicht in Städte abwandern, sondern durch das Entwicklungspotenzial im ländlichen Raum bleiben. Nachweislich haben sich bereits erste Start-ups und neue Business-Modelle aus Otelo-Standorten entwickelt.

Wann gibt es wohl das erste Otelo in der Verbandsgemeinde Daun?

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