28. August 2015

Sommerbilanz Ostbelgien: Kurzfristige Buchungen dank perfektem Wetter

Die touristische Bilanz für die Sommer-Urlaubssaison 2015 in Ostbelgien wurde durch das außergewöhnlich gute Wetter mit viel Sonne und warmen Temperaturen geprägt. Das ergab die jährliche Online-Umfrage der Tourismusagentur Ostbelgien unter seinen etwa 164 Kooperationspartnerbetrieben.

Während die Auslastung im Bereich Hotel, Bed&Breakfast und Ferienwohnung in etwa auf dem Vorjahresniveau blieb, profitierten vor allem die Campingplätze und Jugendherbergen von kurzfristigen Buchungen. Auch viele Ausflugsziele und die Tourist Info Stellen der Region waren beliebte Anlaufstellen für die Feriengäste.

„Unser 5-Sterne-Campingplatz ist Ende Juli, Anfang August immer gut belegt. Während etwa 4,5 Wochen lag die Belegungsquote sogar bei 100%.  Aufgrund des guten Wetters hatten wir auch viele kurzfristige Reservierungen“, sagte Ilvie Akkermans vom Camping Hohenbusch bei Grüfflingen. Dort war man hochzufrieden mit dem Ergebnis der Sommersaison. „Zu unseren Camping-Gästen gehören im Sommer natürlich hauptsächlich Familien mit Kindern. Sie suchen und finden hier die Nähe zur Natur, also Wandern und Radfahren auf der Vennbahn. Bei schlechtem Wetter sind Indoor-Aktivitäten wie ein Besuch des “Action, Fun & Kartingcenters” Grüfflingen oder des Schieferstollens in Recht sehr begehrt. Wir stellen auch fest, dass unser neu eingerichteter Sanitärtrakt auf großen Zuspruch stößt“, erklärte die Tochter der Betreiberfirma Akkermans-Bruin.

Hotel B&B

Im Unterkunftsbereich « Hotel » und « Bed and Breakfast » lag die Auslastung der ostbelgischen Betriebe in diesem Jahr bei rund 60 %, ein Wert der dem Ergebnis des Vorjahres (59%) entspricht. Niederländisch ist immer noch die Sprache, die die meisten Ostbelgien-Besucher sprechen. Die Hälfte der Hotelgäste kam aus Flandern während 18% aus den Niederlanden hier übernachteten. Die meisten Gäste (56%) verbrachten den Urlaub mit dem Partner und hatten per E-Mail oder Telefon gebucht (57%). Immerhin 31% der Buchungen wurde über eine Buchungszentrale abgewickelt. Im Bereich Hotel ist Ostbelgien auch im Sommer besonders bei Wochenend-Urlaubern beliebt, denn 57% entschieden sich für 1-3 Übernachtungen. Für einen längeren Urlaub (mehr als 5 Tage) waren lediglich 9% der Gäste in ostbelgischen Hotels.

Die Ferienregion Ostbelgien ist als Rad- und Wanderdestination sehr begehrt – dies belegt auch die Einschätzung der Hoteliers, die diese Freizeitaktivitäten als Hauptgrund für einen Ostbelgien-Trip angeben. Dahinter folgen die Gastronomie und die Ausflugsziele in der Gunst der Gäste, während Shopping und sonstige Veranstaltungen von den Hoteliers als weniger bedeutend eingestuft wurden. Persönliche Beratung und die Qualität der Zimmer sind den Hoteliers zufolge das A und O für einen Aufenthalt in den Hotels der Region. Auch das gastronomische Angebot muss stimmen, während Wellness-Angebote und die geografische Lage für den Gast im Sommer eine eher untergeordnete  Rolle darstellen.

Ferienwohnungen

Im Gegensatz zum Hotelbereich verfehlte die Auslastung der Ferienwohnungen im Sommer 2015 mit 68% nur knapp den Vorjahreswert von 72%. Auch hier waren die niederländischsprachigen Gäste klar in der Mehrheit (65%), gefolgt von Wallonen (15%) und Deutschen (13%).  Gebucht wurde größtenteils direkt per E-Mail (67%) oder über eine Buchungszentrale (26%) und das zumeist mehr als drei Monate im Voraus. Urlauber in einer Fewo blieben im Durchschnitt länger als fünf Tage (65%). Wandern, Ausflüge mit der Familie und Radfahren stand ganz oben auf der Liste der beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Laut Einschätzung der Vermieter von Ferienwohnungen spielt die Lage die wichtigste Rolle bei der Standortauswahl. Die Zimmerqualität und persönliche Betreuung sind ebenfalls wichtige Kriterien, während die Gastronomie, Wellness und Sportmöglichkeiten als weniger wichtig eingeschätzt werden.

Herbergen/Camping

Ein Plus von 13% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der Bereich Jugendherbergen/Camping in diesem Sommer bei der Auslastung (2014: 60%, 2015: 73%) im Durchschnitt. 45% der Gäste kamen laut der Umfrage aus den Niederlanden, Deutsche (13%), Flamen (10%) und Wallonen (10%) folgten dahinter. Verreist wurde meistens mit Kindern in der Familie (62%). Die Camper und Jugendherbergsklientel buchte im Gegensatz zu den anderen Unterkunftsarten eher kurzfristig, also weniger als drei Wochen vor der Ankunft (57%). Dort wurde eben der Wetterbericht abgewartet. Lieblingsbeschäftigung der Gäste im sogenannten Lowcost-Bereich waren neben Fahrradfahren auch Ausflüge mit der Familie.

Ausflugsziele und Tourist Info

Das gute Wetter und die warmen Temperaturen des Sommers 2015 sorgten bei einigen Ausflugszielen in der Region für einen wahren Publikumsansturm. Besonders beliebt war der Strand „Venntastic Beach“ am Bütgenbacher See, wo am 4. Juli ein Spitzenwert von 1.960 Badegästen gezählt wurde. Auch am See von Robertville herrschte an sonnigen Tagen reger Andrang – im Schnitt wurden dann zwischen 600-700 Gäste täglich registriert. Gute Gästezahlen meldete das Besucherzentrum im Naturpark Botrange – der Spitzenwert von 754 Personen wurde gleich zu Ferienbeginn am 1. Juli notiert.

45% der befragten Ausflugsziele in Ostbelgien gaben an, dass die Frequentation im Vergleich zum Vorjahr teils deutlich besser war. Für 64% der Befragten hatte das Wetter einen Einfluss darauf.

Im Bereich Tourist Info lag das Haus des Tourismus in Malmedy bei den Besucherzahlen ganz vorne. Am belgischen Nationalfeiertag (21. Juli) zählte man dort 971 Gäste. Das gesamte Besucheraufkommen im Monat Juli lag im Tourist Info von Malmedy bei insgesamt 6.720 Personen und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (6.765). Etwa ein Drittel der Besucher kam aus den Niederlanden.

Auch in den Gemeinden zeigten die Tages-Spitzenwerte in Eupen (274), Bütgenbach (155 Personen), St.Vith (135 Personen) und Burg Reuland (53 Personen) dass das Interesse an den touristischen Angeboten in Ostbelgien ungebrochen hoch ist.

Fazit

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Ferienbilanz, dass das Gäste-Interesse an der Ferienregion Ostbelgien ungebrochen hoch ist. Besonders in den traditionellen Zielgruppen Flandern und Niederlande wird der Osten Belgiens als eine Naturregion mit faszinierenden Landschaften und hohem Freizeitwert wargenommen. Aber auch Gäste aus Deutschland, der Wallonie und Frankreich wissen die touristischen Eckpfeiler wie die Vennbahn, die Wanderwege und das hervorragende Gastronomieangebot zu schätzen und werden immer öfter zu touristischen Botschaftern Ostbelgiens.

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