4. November 2016

Gastgewerbe fördern

Tourismus: Kammern fordern stärkeren Fokus auf Fachkräftesicherung und Betriebsübernahmen

Trier – Bei einem intensiven Arbeitsgespräch des IHK-Arbeitskreises Tourismus mit Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing haben die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern einen stärkeren Fokus des Ministeriums auf betrieblich relevante Themen gefordert. Insbesondere die Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge werde in den kommenden Jahren im Hotel- und Gaststättengewerbe an Bedeutung gewinnen, sagt Albrecht Ehses, tourismuspolitischer Sprecher der Kammern.

Die Kammern regen ein spezifisches Förderprogramm für die Dauer der Unternehmensübergabe an. Dabei sollen gezielt Beratungen und Investitionen zur Modernisierung oder Erweiterung des Betriebs unterstützt werden. „Eine längere Frist, um gesetzliche Auflagen zu erfüllen, würde das Gastgewerbe zudem auch für Existenzgründer deutlich interessanter machen“, sagt Ehses.

(V.l.): Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer IHK für Rheinhessen; Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz; August Moderer, Vorsitzender des IHK-Arbeitskreis Tourismus; Albrecht Ehses, Tourismuspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz; Dr. Ingrid Vollmer, Geschäftsführerin der IHK für Rheinhessen. Foto: Stefan Linden/pp/Agentur ProfiPress

(V.l.): Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer IHK für Rheinhessen; Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz; August Moderer, Vorsitzender des IHK-Arbeitskreis Tourismus; Albrecht Ehses, Tourismuspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz; Dr. Ingrid Vollmer, Geschäftsführerin der IHK für Rheinhessen. Foto: Stefan Linden/pp/Agentur ProfiPress

Grundsätzlich kritisch äußerte sich der IHK-Arbeitskreis zu aktuellen Überlegungen einiger Kommunen, zusätzliche Tourismus- oder Gästebeiträge einzuführen. Dies würde unnötig Bürokratie erzeugen und zu Lasten möglicher betrieblicher Investitionen gehen. Die IHKs stehen daher auch der Einführung einer Hygieneampel im Bereich der Lebensmittelkontrolle ablehnend gegenüber. Es bestehe kein Bedarf: „Die geltenden Gesetze sind ausreichend“, sagt Ehses.

Wissing betonte, dass für ihn die Hotel- und Gaststätten-Branche ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist, der dem ländlichen Raum eine Entwicklungsperspektive bietet. Wissing sagte zu, die angesprochenen Themen in seine Meinungsbildung mit einzubeziehen und einen regelmäßigen Austausch mit dem IHK-Arbeitskreis zu pflegen.

Der Arbeitskreis Tourismus der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz besteht seit 2010. Er setzt sich aus Vertretern der Tourismuswirtschaft und aus Hoteliers und Gastronomen zusammen und beschäftigt sich mit aktuellen Fachthemen, um dazu ein gemeinsames Meinungsbild der Tourismuswirtschaft auf Landesebene zu erarbeiten.

pp/Agentur ProfiPress




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