8. Oktober 2015

Der Winter kann kommen

Eifelverein präsentiert Eifeljahrbuch 2016 – 26 Autoren schreiben auf 232 Seiten über Natur, Kultur und Geschichte

Düren – Wer denkt schon im Altweibersommer an Weihnachten? Offenbar der Eifelverein, denn der hat sein neues Eifeljahrbuch 2016 bereits in den letzten Tagen herausgegeben und empfiehlt es als Weihnachtsgeschenk für jeden Eifelfreund. Zum 92. Mal nimmt der Eifelverein seine Leser mit auf eine literarische Reise kreuz und quer durch die Eifel. Auf 232 Seiten über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern beschreiben 26 Autoren die Schönheit der Landschaft im Städteviereck zwischen Trier, Koblenz, Köln und Aachen.

Auf 232 Seiten über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern beschreiben 26 Autoren die Schönheit der Landschaft im Städteviereck zwischen Trier, Koblenz, Köln und Aachen. Foto: Eifelverein

Auf 232 Seiten über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern beschreiben 26 Autoren die Schönheit der Landschaft im Städteviereck zwischen Trier, Koblenz, Köln und Aachen. Foto: Eifelverein

So führt der diesjährige Wandervorschlag auf das Ferschweiler Plateau, wo der Autor Michael Weidert die Leser mitnimmt auf eine sagenumwobene Tour entlang von Hinkelsteinen, einer Wikingerburg, dem Fraubillenkreuz und Kiesgräbern. Weniger spektakulär, aber ebenso abenteuerlich und spannend ist die von Alois Mayer beschriebene Reise entlang des Trierbaches vom Hochkelberg bis Müsch an der Ahr. Ruhe und Einsamkeit, aber auch eine Fülle an kulturellen Kleinodien findet der Wanderer entlang des 25 Kilometer langen Bachlaufes.

Auch Naturliebhaber kommen wieder auf ihre Kosten. Hermann Bothe vom Botanischen Institut zu Köln beschreibt anschaulich in Wort und Bild das Wesen sowie die Verbreitung der Orchideen in der Eifel. Ulrich Buchs geht auf die schützenswerten Naturdenkmäler in der Vulkaneifel ein und Wolfgang Kratz zeigt den Wandel der Eifeler Wald- und Forstwirtschaft im Laufe der letzten 100 Jahre auf. Dramatisches berichtet Lutz Dalbeck über den Bestand an Feuersalamandern und anderen Amphibien in der Eifel, die ob eines von Menschen eingeschleppten Hautpilzes hier vom Aussterben bedroht sind. Den rätselhaften Mariensteinen an der Ahr gehen Bruno P. Kremer und Hildegard Ginzler nach und lüften das Geheimnis aus geologischer und volkskundlicher Sicht.

Der Eifelverein hat das Eifeljahrbuch 2016 herausgegeben. Foto: Eifelverein

Der Eifelverein hat das Eifeljahrbuch 2016 herausgegeben. Foto: Eifelverein

Dass zur Identität und Heimat auch das Bewusstsein der eigenen Geschichte gehört, zeigen eindrucksvoll mehrere Beiträge über das Leben in der Eifel während der beiden Weltkriege. Ob Stickereien und „Liebesgaben“ für die Soldaten an der Front von 1914/18 oder der Bau des Westwalls in der Eifel von 1938 bis 1940, stets galt es, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und Veränderungen anzunehmen. „So auch heutzutage“, so die Hauptvorsitzende des Eifelvereins Mathilde Weinandy in ihrer Einleitung zum aktuellen Jahrbuch, „wo die Hilfsbereitschaft der deutschen Bürger gegenüber Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, mehr denn je gefragt ist.“

Das vierfarbige Eifeljahrbuch 2016 kostet 15 Euro und ist über die Hauptgeschäftsstelle Eifelverein, Stürtzstr. 2-6, 52349 Düren, Tel. 02421/13121, Fax. 02421/13764, E-Mail: info@eifelverein.de und im Buchhandel unter ISBN 978-3-944620-06-0 erhältlich.

Manfred Rippinger/pp/Agentur ProfiPress




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