7. April 2014

Vier Familien auf dem Seil

Stadt Mechernich: Historischer Jahrmarkt von Karsamstag bis zum Weißen Sonntag – Zu den Attraktionen des „Jahrmarkt anno dazumal“ im Freilichtmuseum Kommern gehört auch die Hochseilakrobatengruppe Weisheit

Mechernich – Bis zwei Wochen vor dem Start des legendären „Jahrmarkt anno dazumal“ im Freilichtmuseum Kommern war unklar, ob Europas größte Hochseiltruppe, die Geschwister Weisheit aus Gotha,  ihre neue Weltsensation überhaupt in Mechernich würde zeigen dürfen.  Denn ihre über 60 Meter hohe Artistenmast-Anlage, die auf dem höchsten Punkt des Kahlenbuschs aufgebaut werden soll, gilt bei den Behörden als „Luftfahrthindernis“. Dennoch kam jetzt rechtzeitig grünes Licht von der zuständigen Bezirksregierung aus Düsseldorf . . .

Die seit fünf Generationen aktive Artistendynastie Weisheit mit heute 14 auftretenden Artisten aus vier Familien ist dem Rheinischen Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes in Mechernich-Kommern seit der Wende verbunden. Zum „kleinen Jubiläum“, dem 20. Historischen Jahrmarkt im Kommerner Museum, will die Akrobaten-Truppe aus Gotha vom 19. bis 27. April atemberaubende Höhepunkte ihres vielfältigen künstlerischen Programms darbieten.

Dabei präsentiert die Hochseiltruppe täglich um 14 Uhr in einer rund 60minütigen Schau erstmals ihre Weltneuheit: Balancen, Motorradrennen und Akrobatik auf drei Seilen von „Turm zu Turm“. In einer Pressemitteilung des Museums heißt es: „Krönender Abschluss der Darbietung werden Balancen auf dem weit ausschwingenden Peitschenmast in mehr als 60 Meter Höhe sein.“

Nachmittags gegen 17 Uhr gibt es in der historischen Freiluftarena inmitten des Jahrmarktgeschehens eine weitere Vorstellung, mit der die Geschwister Weisheit an ihre artistischen Vorfahren erinnern. 1901 hatten der in Zella Mehlis geborene und im Büchsenmacherhandwerk ausgebildete Friedrich Wilhelm Weisheit mit seiner Frau Maria aus der uralten Seilartistendynastie Traber und ihren fünf Söhnen eine Wander-Arena gegründet. In dieser Freiluft-Arena zeigten sie Bodenakrobatik, Clownerie und Seiltanz. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete ein Spross der Familie den kleinen Zirkus „Luxor“, weitere Nachfahren reisten als Artisten oder wechselten ins Schaustellergewerbe. In ihrer historischen Vorstellung am Nachmittag wollen die Weisheits viele Klassiker der Hochseilkunst zeigen, unter anderem den Schubkarrenlauf, Fahrradfahrten und das „Pfannekuchenbacken“, eine Nummer des berühmten Niagarafall-Überquerers Jean Francois Blondin aus dem 19. Jahrhundert. Mit auf dem historischen Seil will als jüngster Artist der achtjährige Friedrich Weisheit auftreten.

pp/Agentur ProfiPress




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