14. Februar 2019

Digitalisierung in den Schulen vorantreiben

Kreisverwaltung und Schulleiter tauschten sich zum Digitalpakt aus

14.02.2019

KREIS MYK. „Wir werden nicht auf den Startschuss des Bundes oder des Landes warten, um die Digitalisierung an unseren Schulen voranzutreiben“. Mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Alexander Saftig zahlreiche Schulleiter der kreiseigenen Schulen, die zum Austausch ins Kreishaus gekommen waren. Hintergrund dieses ersten Treffens war unter anderem der geplante Digitalpakt, durch den der Bund in den nächsten fünf Jahren fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung an Schulen bereitstellen will. Aktuell erarbeiten Bund und Länder die Rahmenbedingungen dafür und regeln ihre Kompetenzen im Bereich der Bildungsinfrastruktur. Auch wenn derzeit noch keine Mittel abgerufen werden können, rechnet man damit, dass noch in diesem Jahr Fördermittel zur Verfügung stehen.

Keine Ausstattung ohne Konzept

Mit den Fördermitteln sollen unter anderem Kosten für Server, den Ausbau von WLAN-Netzen, Beamer, die Ausstattung von Computerräumen oder auch die Anschaffung von mobilen Endgeräten übernommen werden. Ein Abruf der Gelder setzt nach Aussage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jedoch die Erstellung von pädagogischen Konzepten voraus. „Das ist auch der richtige Schritt. Wir möchten an den Schulen für optimale und zeitgemäße Lernbedingungen sorgen. Doch wir können und wollen nicht blind für Millionen neueste Medientechnik, Tablets und Computer anschaffen, ohne dass sie jemand bedienen kann oder man an den Schulen weiß, wie man sie sinnvoll in den Unterricht integrieren kann“, erklärte der Landrat. Bei der Erstellung der Lern- und Medienkonzepte ist der Landkreis auf die Unterstützung der Schulleitungen angewiesen, weil er als Schulträger keine pädagogischen Kompetenzen innehat. Parallel muss die Kreisverwaltung den aktuellen Bestand der Digitalen Infrastruktur und der vorhandenen Bandbreiten erfassen.

Bestandsaufnahme und Erstellung der Konzepte sind damit die ersten zwei Schritte, die Kreisverwaltung und Schulen gemeinsam leisten müssen. Im Kreishaus möchte man dabei nicht auf den endgültigen Digitalpakt warten, sondern frühzeitig aktiv werden: „Die weitere Digitalisierung unserer Schulen kommt so oder so. Wenn wir uns jetzt gut aufstellen, laufen wir später nicht hinterher“, so der Kreischef. In einem zweiten Schritt sind dann ein Kosten- und Zeitplan sowie ein Konzept zur Sicherstellung von Betrieb, Wartung und IT-Support zu erstellen. Erst dann kann der Antrag erfolgen.

Schulen schon heute gut aufgestellt

In Mayen-Koblenz startet man mit dem Digitalpakt nicht bei null. Bereits von 2017 bis 2019 hat der Landkreis 700.000 Euro an Haushaltsmitteln allein für die Betreuung des „Schulnetzt 2.0“ zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden die Schulen bereits mit schnellen DSL-Anschlüssen versorgt und Hardware wurde ausgetauscht. Hinter der Digitalisierung der Schulen steckt ein großer logistischer Aufwand. „Immerhin gibt es heute an den 20 kreiseigenen Schulen schon 500 Beamer und interaktive Whiteboards sowie rund 1.700 Computer, Notebooks und Tablets, Tendenz steigend. Damit steigt natürlich auch der Aktualisierungs- und Wartungsaufwand erheblich“, erklärt Josefine Wyrth vom Schulreferat.

 

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Der Digitalpakt fordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulträger und Schulleitungen. Deshalb hatte die Kreisverwaltung zum gegenseitigen Austausch eingeladen.

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