7. September 2018

Kloster Mariawald aufgelöst

Mönche gehen am 15. September – Ab 16. September keine regelmäßigen Gottesdienste mehr – Vom Aachener Bischof ausgewählte zusätzliche Mitglieder im Förderverein – Ehemalige Zisterzienser- und jetzt aufgelöste Trappistenabtei soll auch zukünftig ein Ort mit spiritueller Strahlkraft bleiben

Mechernich/Mariawald – Das berühmte Trappistenkloster Mariawald in der Nähe der Stadt Mechernich wird zum 15. September aufgehoben. Die Mönche verlassen die traditionsreiche Abtei, die zuletzt mit ihrem Abt Dom Josef Vollberg zum alten tridentinischen Messritus und einer vorkonziliaren Ordensregel zurückgekehrt war. Die Wirtschaftsbetriebe und die berühmte Mariawalder Erbsensuppe bleiben. Das teilte der Pressedienst des Bistums Aachen mit.

Am Samstag, 15. September, wird um 11 Uhr zum vorläufig letzten Mal Heilige Messe gefeiert. Hauptzelebrant ist der für die Orden, Kongregationen und Säkularinstitute zuständige Weihbischof Karl Borsch. Dem Bischofsvikar für das Ordenswesen konzelebrieren Bernardus Peeters, der Abt von Tilbourg, der derzeit auch Abt in Mariawald ist, Dominique-Marie Schoch aus Oelenberg, der Abt des Gründungsklosters, der Heimbacher Pfarrer Dr. Christian Blumenthal und die beiden früheren Mariawalder Äbte Dom Francois de Place und Dom Bruno Gooskens.

Rektor der Kirche wird Christian Blumenthal

Bis zur Klärung der weiteren Nutzung von Mariawald wird es keine regelmäßigen Gottesdienste mehr geben, so der bischöfliche Pressedienst „iba“. Die Kirche wird aber weiterhin zum persönlichen Gebet und für Gottesdienste von Pilgergruppen offen sein. Neuer Rektor der bisherigen Klosterkirche wird ab dem 16. September Pfarrer Dr. Christian Blumenthal aus Heimbach.

„iba“ schreibt weiter, mit der Auflösung des Konvents habe der Verein „Kloster Mariawald“ auch weiterhin die Verantwortung für die Immobilien. Der Vorstand wurde nach einer Satzungsänderung um Mitglieder erweitert, die der Bischof von Aachen ernannt hat. In den Vorstand wurden Abt Bernardus, der Heimbacher Bürgermeister Peter Cremer und Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Leiter der Aachener Bistums-Hauptabteilung Pastoral/Schule/Bildung, nominiert.

Das berühmte Trappistenkloster Mariawald in der Nähe der Stadt Mechernich wird zum 15. September aufgehoben. Die Mönche verlassen die traditionsreiche Abtei, die zuletzt mit ihrem Abt Dom Josef Vollberg zum alten tridentinischen Messritus und einer vorkonziliaren Ordensregel zurückgekehrt war. Die Wirtschaftsbetriebe und die berühmte Mariawalder Erbsensuppe bleiben. Das teilte der Pressedienste des Bistums Aachen mit. Luftbild: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Wie es heißt, habe der Verein im Wesentlichen in der kommenden Zeit drei Ziele: die Sicherstellung des Unterhalts der Mönche, die Fortführung der wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe und die Unterstützung der Weiterentwicklung von Mariawald als Ort der Spiritualität und der geistlichen Ausstrahlung.

Damit sei auch die Zukunft der Klosterbetriebe gesichert, hofft Weihbischof Karl Borsch: „Wir hoffen, dass Mariawald auch weiterhin ein Ort mit spiritueller Strahlkraft bleiben wird, ein Ort der Einkehr, und ein Anziehungspunkt für Pilger und Touristen.“

Die Trappistenabtei Mariawald ist bereits seit 2014 in die Obhut der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens in Rom gestellt worden. Die Entscheidung zur Schließung war insbesondere in Fürsorge für die dort noch lebenden Mönche getroffen worden. Sie waren im Durchschnitt 81 Jahre alt, ihre Versorgung vor Ort war nicht mehr gewährleistet. Zudem fehlte im Orden der Nachwuchs.

1480 gegründet, 1860 von Trappisten übernommen

Mariawald wurde 1480 als Zisterzienserabtei gegründet. Im Jahr 1795 wurde die Abtei von den Franzosen in Besitz genommen. 1860 nahmen die Zisterzienser der strengeren Observanz (Trappisten) der französischen Abtei Oelenberg wieder Besitz von Mariawald. Im Jahr 1875 mussten die Mönche während des Kulturkampfes das Kloster verlassen. Sie konnten 1887 zurückkehren.

Im Jahr 1941 zwangen die Nationalsozialisten die Mönche erneut, die Abtei zu verlassen. Die Rückkehr erfolgte 1946. Mariawald ist die einzige Abtei für Mönche des Ordens der Zisterzienser der strengeren Observanz in Deutschland. Daneben gibt es in Deutschland noch zwei Klöster für Trappistinnen, die Abtei Maria Frieden bei Dahlem und das Priorat Donnersberg.

pp/Agentur ProfiPress

Print Friendly, PDF & Email



Kommentare




  1. Gotthard Kirch sagt:

    Mariawald liegt also in der Nähe von Mechernich.
    Eine bessere Umschreibung wäre, das das Kloster in Heimbach liegt.

  2. Michael Meier, Justitiar b. d. LdPAudJvE e. V. sagt:

    Es hat mich zutiefst geschmerzt, als ich von der Schließung der Abtei erfuhr. In meiner Kinder-
    u. Jugendzeit sowie im Erwachsenenalter begleitete die Abtei mein Leben. Hier habe ich unter
    den Mönchen Stärke gefunden u. Festigung in meinem Glauben. Aber ob dies alles der Wille
    Gottes war, was die Herren in Rom entschieden haben, will ich bestreiten. Gott selber wird nie
    seinen treuen Diener aus seinem Hause vertreiben solange diese heilig leben. Heilig gelebt haben
    diese Mönche. Jesus der Hohepriester stehe ihnen bei u. begleite sie auf ihren letzten irdischen
    Wege.

  3. Rudolf Steinmetz sagt:

    Diese Abtei erleidet DASSELBE SCHICKSAL wie etwa HIMMEROD: http://www.trier-reporter.de/zukunft-von-himmerod-ist-herzensangelegenheit/ ODER Z.B. das bayrische REUTBERG: http://www.freunde-des-kloster-reutberg.de/pages/presse-und-medien.php
    DER VON Bischöfen demonstriere Hilfsbereitschaft ist nicht zu trauen. DENN SIE sind gierig auf die Immobilien und Grundstücke (mittlerweile werden sogar alte Pfarrfriedhöfe zu Bauland!) AUSSERDEM ist die Politik des amtierenden JESUITEN-PAPSTES Orden gegenüber ausgesprochen FEINDLICH, siehe HIER: https://katholisches.info/2018/08/16/die-zerschlagung-der-franziskaner-der-immakulata/
    EIN AUSWEG ist nur möglich durch eine WIEDERBELEBUNG der Basis-Kirche, einer Landwirtschaft nach SEPP HOLZER, und durch Neubesiedelung mit gebetsstarken MÖNCHEN: https://katholisches.info/2018/03/22/junger-benediktinerorden-der-strengen-observanz/ SOWIE: https://www.seppholzer.at/cms/index.php?id=5

  4. Rudolf Steinmetz sagt:

    Der AMTIERENDE JesuitenPApst namens FRAnz (PAFRA) hat wieder einen ORDEN PLATTGEMACHT:
    https://katholisches.info/2018/11/12/der-naechste-traditionsverbundene-orden-faellt-dem-kommissar-zum-opfer/
    WAHRSCHEINLICH ist die ENDZEIT kurz vor ihrem ENDE – WOBEI das hier ist ein echter Schmarrn: https://www.heise.de/tp/features/Das-Ende-der-Zeiten-3374026.html
    NÄHER drann an der Wahrheit sind DIESE 2 BÜCHER: René Guénon, Die Krisis der Neuzeit (ausleihen, im Antiqu teuer) SOWIE Martin Lings, Alter Glaube und moderner Aberglaube: https://www.spohr-publishers.com/products/alter-glaube-und-moderner-aberglaube
    SIEHE AUCH: Der nächste Papst wird der letzte sein: https://www.welt.de/politik/ausland/article114300527/Der-naechste-Papst-wird-der-letzte-sein.html UND Malachi Martin SJ über das ENDE DER RELIGIONEN: https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Malachi%20Martin%20über%20das%20Ende%20der%20Religion%20(wie%20wir%20sie%20kennen)%20von%20Uri%20Dowbenko.pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kategorien

Autor(in)

Agentur ProfiPress

Ähnliche Artikel

Impressum:
Eifel Tourismus GmbH
Kalvarienbergstraße 1
D – 54595 Prüm
Geschäftsführer: Klaus Schäfer
Wittlich HRB 32284, Gerichtsstand ist Wittlich



Die Erstellung der Inhalte dieser Webseite wird gefördert im Rahmen des LEADER-Projektes „Einführung der Marke Eifel – Aufbau und Einführung der Markenkommunikation zur Standortmarke Eifel“ durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz