17. Mai 2017

Fulminanter Liebesroman

Lit.Eifel-Lesung mit Büchner-Preisträger Arnold Stadler: „Rauschzeit“ am Dienstag, 30. Mai, um 19.30 Uhr, in der Internationalen Kunstakademie Heimbach auf Burg Hengebach, Hengebachstraße 48, 52396 Heimbach

Heimbach – Von Oktober bis Januar ist die sogenannte Rauschzeit angesagt, die Paarungszeit der Wildschweine. „Rauschzeit“ heißt auch der Roman des preisgekrönten Autors Arnold Stadler, aus dem er im Rahmen der Lit.Eifel am Dienstag, 30. Mai, um 19.30 Uhr, in der Internationalen Kunstakademie Heimbach auf Burg Hengebach, Hengebachstraße 48, 52396 Heimbach lesen wird.

Was ist Glück? Alain und Mausi, beide vierzig und seit 15 Jahren verheiratet, sind in der Mitte des Lebens angekommen. Nicht nur ihr Leben, auch die Liebe ist in die Jahre gekommen. Fast scheinen sie die Liebe hinter sich zu haben – jetzt droht „die vegetarische Zeit“.

Als überraschend die gemeinsame Freundin Elfi stirbt, ist Mausi in ihrer Wohnung in Berlin und Alain auf einem Übersetzerkongress in Köln. Es ist ein Tag im Juni 2004. Bei beiden reißen alte Wunden auf.

Elfi, das war eine Freundin aus den Tagen der Freiburger Wohngemeinschaft mit Alain, Mausi, Justus, Inge, Toby und Babette. Elfi, das war eine lebenslustige und sterbenstraurige Fotografin, deren einziges Sujet die Männer waren, auch Alain. 1983 hat man gemeinsam einen Sommer der Liebe und Freiheit an der französischen Atlantikküste verbracht, den keiner von ihnen vergessen hat. Aber was hat die Zeit seitdem aus ihnen gemacht? Justus und Inge sind Spießer geworden, Norbert ist an Aids gestorben, Toby spurlos verschwunden.

Arnold Stadler liest bei der Lit.Eifel am Dienstag, 30. Mai, um 19.30 Uhr, in der Internationalen Kunstakademie Heimbach auf Burg Hengebach aus seinem neuen, von der Literaturkritik hochgelobten Roman „Rauschzeit“. Foto: Jürgen Bauer

Jetzt, mehr als zwanzig Jahre nach dem Sommer von 1983, begegnet Alain in Köln seiner großen Liebe Babette wieder, und Mausi verliebt sich in Berlin in einen blonden Dänen, der sich in der Oper neben sie setzt.

„Stadler beherrscht alle literarischen Tonlagen“, lobt Rezensent Carsten Otte im Südwestrundfunk. Stadlers neuen Roman bezeichnet er als „großen Wurf, ein Hauptwerk des Schriftstellers. Ein fulminanter Liebesroman, der nicht nur von der Liebe zwischen Menschen, sondern auch von der Liebe zur Sprache erzählt.“

Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch geboren. Er studierte katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, anschließend Literaturwissenschaft in Freiburg, Bonn und Köln. Er lebt seit dem Jahr 2000 in Sallahn/Wendland. Arnold Stadler erhielt fast zwanzig bedeutende Literaturpreise und Auszeichnungen, darunter der Georg-Büchner-Preis.

Der Eintritt zur Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress

 

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