11. Dezember 2013

Gemeinsam in eine bunte Zukunft

Über 400 Besucher aus der Eifel beim Tag der offenen Tür im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg – „Werkstätten“ luden zum Mitmachen ein, Infostände dokumentierten Angebote – Großer Luftballon-Wettflug und gemeinsames Essen im Refektorium

An den einzelnen Stationen gab es Stempel, den hier Pater Robert in der Werkstatt „Religion und Kunst“ an die neunjährige Nora verteilt. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

An den einzelnen Stationen gab es Stempel, den hier Pater Robert in der Werkstatt „Religion und Kunst“ an die neunjährige Nora verteilt. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Eifel/ Kall-Steinfeld – Warum wird Rotkraut manchmal auch Blaukraut genannt? Und warum können Farben auch Scheckfälscher überführen? Diesen und mehr Fragen konnten Kinder und Jugendliche beim Tag der offenen Tür im Steinfelder Hermann-Josef Kolleg (HJK)  in der Chemie-Werkstatt „Ganz schön bunt hier“ auf die Spur kommen.

Über 400 Besucher aus der Region und darüber hinaus nutzten den Tag im HJK im Gemeindegebiet Kall im Kreis Euskirchen, um gemeinsam ein großes buntes Fest zu feiern. Eingeladen, das vom Salvatorianer-Orden betriebene Gymnasium kennenzulernen, waren alle Interessierten und ganz besonders alle Viertklässler mit ihren Eltern. Denn für die steht mit dem neuen Schuljahr auch die Entscheidung an, auf welche weiterführende Schule sie wechseln möchten.

Dass vieles für eine Schullaufbahn am „HJK“ spricht, das dokumentierte der Tag der offenen Tür eindrücklich – und zugleich mit viel Spaß. Von morgens an knubbelten sich die Besucher, darunter auch zahlreiche ehemalige Schüler, in den Schulgängen und Klassenräumen. Eltern und Kinder ließen sich durch das weitläufige Schulgebäude am Kloster Steinfeld führen und lernten die verschiedenen Fachschaften in „Werkstätten“ kennen, die die HJK-Schüler und Lehrer unter Federführung der Erprobungsstufenkoordinatorin Anja Pick vorbereitet hatten. Damit sich alle auf Anhieb zurechtfanden, wurden die Gäste schon am Eingang von Lehrern und „Scouts“ (Schüler, Eltern und Mitglieder des Ehemaligenvereins „Catena“) herzlich begrüßt und weitergeführt.

Die neunjährige Nora etwa bastelte in der Werkstatt der Fachschaft Religion und Deutsch ein Lego-Haus zum Thema „Kirchliche Feste“. Sie war mit ihrer Mutter gekommen, die berichtete: „Wir sehen uns gerade  verschiedene Gymnasien an, um die beste Schule für Nora zu finden.“ Das Angebot in Steinfeld habe sie sehr beeindruckt. Bevor die beiden zur nächsten Station weiterzogen, gab’s vom Schulseelsorger Pater Robert noch einen Stempel. Die nämlich galt es an allen Stationen, also Werkstätten zu sammeln, um am großen Luftballonwettflug teilnehmen zu können. Auch Anna-Maria aus Dollendorf war mit ihrer Mutter da, sie war eines der Kinder, das im Chemieraum mit Farben experimentierte.

Entscheiden muss sie sich allerdings nicht mehr, denn für die Neunjährige  steht jetzt fest, dass sie ab Herbst 2014 das Steinfelder Gymnasium besuchen wird, wie ihre Mutter Anne berichtete. „Was wir hier sehen, ist einfach nur toll“, begründet  Anna-Marias Mutter die gemeinsame Entscheidung, „nicht nur die vielen Angebote, auch der Gemeinschaftssinn hier gefällt uns sehr gut.“ Zudem, so ergänzte die Dollendorferin, herrsche einfach eine ganz besondere, ruhige Atmosphäre in der Steinfelder Klosterschule. Zudem konnte sie sich mittags beim Essen im Refektorium des Klosters, zu dem alle Besucher eingeladen waren, von der hervorragenden Qualität des Schulessens überzeugen.

Schulleiter Heinrich Latz formulierte es bei seiner Begrüßung in der großen Aula so: „Wir sind froh, dass wir unsere Klostermauern haben.“ Denn diese Mauern bedeuteten neben aller Offenheit der Schule auch einen Schutz für die Schüler. „Insbesondere auch die Jüngsten sind hier sicher aufgehoben“, so Latz. Das sei durchaus auch im übertragenen Sinne zu verstehen: „Wir sind ganz bewusst eine Klosterschule und verfolgen die christlichen Werte, die der Ordensgründer Pater Jordan den Salvatorianern mit auf den Weg gegeben hat.“ Den Schülern stehe mit Pater Robert ein eigener Schulseelsorger zur Verfügung.

Ebenso informativ wie kurzweilig dokumentierte Latz die vielfältigen Angebote des Hermann-Josef-Kollegs. Neben diversen AG’s wie die mittlerweite weithin bekannte „Folk AG“ oder die vom Ehemaligenverein „Catena“ geförderte Segel-AG gehören dazu auch zahlreiche soziale Projekte, der Schulsanitätsdienst, das schuleigene Schwimmbad, das „Lions Quest“-Programm „zum Erwachsenwerden“, die Streitschlichterstelle und die Betreuung im „Offenen Ganztag“.

Die verschiedenen Fachschaften präsentierten sich in „Werkstätten“ wie hier im Chemieraum. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Die verschiedenen Fachschaften präsentierten sich in „Werkstätten“ wie hier im Chemieraum. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Während sich die Besucher über die meisten Angebote an Infos- und Mitmachständen informieren konnten, präsentierte die Theater-AG mit der Vorpremiere einiger Szenen aus dem aktuellen Stück „Peter Pan“ ihr Können live vor Publikum. In der Aula begeisterten zudem die drei fünften Klassen mit Aufführungen zum Tagesmotto „99 bunte Luftballons“. Kunterbunte Ballons, jeweils mit einer Nummer gekennzeichnet, ließen die Kinder auch vor der grandiosen Kulisse der Steinfelder Basilika im Rahmen des Luftballon-Wettfluges in die Lüfte steigen. In den kommenden Tagen und Wochen wird sich zeigen, wer einen der drei Preise für die Ballons gewinnt, die an den am weitesten entfernten Orten gefunden wurden.

Neben Schulleiter Heinrich Latz und seinem Kollegium waren auch Pater Lambertus für die Salvatorianer, der Vorsitzende der „Stiftung Kloster Steinfeld“, Helmut Lanio, Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher, die Schulpflegschafts-Vorsitzende Petra Kanzler und viele weitere Unterstützer gekommen, um beim Tag der offenen Tür im Hermann-Josef-Kolleg Flagge zu zeigen. Sie alle zeigten sich erleichtert über das von Experten erarbeitete gemeinsame Trägermodell der Stiftung Kloster Steinfeld und des Salvatorianer-Ordens. Das Trägermodell soll das traditionsreiche und in der Region einzigartige Gymnasium in eine erfolgreiche Zukunft führen. Somit ermöglicht es den Eltern, ihre Kinder in dem guten Gefühl anmelden können, dass sowohl der Standort Steinfeld als auch die christliche Ausrichtung im Sinne des Ordensgründers Pater Jordan nachhaltig gesichert sind. Oder, um es mit den Worten des Schulleiters Heinrich Latz zu sagen: „Wir gehen gemeinsam in eine bunte, spannende Zukunft.“

pp/Agentur ProfiPress

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