13. Januar 2017

Außenstelle für das Eulennest

Vor der Gemeinschaftsgrundschule in Konzen stellte die Stadt Monschau einen künstlerisch gestalteten Bücherschrank auf – Verlost vom Verein Lit.Eifel – Auch in Stolberg-Werth steht bereits eine umfunktionierte Telefonzelle

Monschau-Konzen – Betritt man das „Eulennest“, wird klar: Die Wahl der Stadt Monschau, den vom Verein Lit.Eifel überreichten Bücherschrank genau vor dem Konzener Standort der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen aufzustellen, ist goldrichtig. Denn die Konzener Kinder sind richtige Leseratten. Alleine im „Eulennest“, wie die Schulbücherei heißt, befinden sich fast 1600 Bücher – und ständig kommen neue hinzu.

Großes Gedränge um den neuen bunten Bücherschrank: Matthias Steffens (l.) und Margareta Ritter (2.v.l.) sowie Vera Gottfried (hinten v.r.), der stellvertretende Schulleiter Marcus Schoeps und Renate Huppertz mit interessierten Schülern. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur Profipress

„Das Eulennest engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Leseförderung“, erzählt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, die gleichzeitig Vorsitzende der Lit.Eifel ist. In jeder Pause dürfen maximal 20 Schüler ins Eulennest und dort lesen oder Gesellschaftsspiele spielen. Natürlich dürfen sich die Kinder auch Bücher ausleihen. Geöffnet ist die Schülerbücherei auch für die Kinder der Offenen Ganztagsschule und der Kindertagesstätte.

Seit Kurzem sind in Konzen noch ein paar Bücher hinzugekommen: Blickt man aus dem Eulennest durchs Fenster auf die Konrad-Adenauer-Straße, erkennt man die bunt-gemusterte ehemalige Telefonzelle, die vom Verein Lit.Eifel zum Bücherschrank umfunktioniert und von der Jülicher Künstlerin Beatrix von Bock mit einer besonderen Drucktechnik künstlerisch gestaltet wurde. „Alleine aus künstlerischen Gesichtspunkten ist das ein besonderer Mehrwert“, sagte Margareta Ritter. Das Konzept, wie die Bücher einsortiert werden, ist einfach: in den unteren drei Reihen befinden sich Kinderbücher, in den oberen beiden die Literatur für die Eltern. „Das ist derzeit ein Trend: Bücher werden geteilt und nicht nur gelesen und dann in den eigenen Schrank gestellt“, weiß Ritter.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter erfüllte sogar Autogrammwünsche der Konzener Schüler. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Mit nicht verwendeten Fördermitteln hatte die Lit.Eifel sieben ausrangierte Telefonzellen erworben. Zwei davon gingen nach Eupen und St. Vith, die restlichen fünf wurden verlost, gewonnen haben die Städte und Gemeinden Stolberg, Monschau, Kall, Heimbach und Schleiden. 1240 Euro kostete Beschaffung bis Umbau der Zelle in einen Bücherschrank. 430 Euro Eigenanteil müssen die Kooperationspartner vor Ort noch aufbringen.

In Konzen übernimmt das der Förderverein der Gemeinschaftsgrundschule als Kooperationspartner für den Bücherschrank. „Die Leitung der Offenen Ganztagsschule hat zugesagt, dafür zu sorgen, dass sich der Bücherschrank immer in ordentlichem Zustand befindet“, sagte Fördervereins-Vorsitzender Matthias Steffens.

Bereits im November wurde der Bücherschrank in Stolberg-Werth aufgestellt. Foto: Jürgen Lange/Stolberger Zeitgung/pp/Agentur ProfiPress

„Die Kinder waren schon den ganzen Morgen aufgeregt, dass der Bücherschrank jetzt genutzt werden kann und dass die Bürgermeisterin zu Besuch kommt“, erzählte Renate Huppertz. Margareta Ritter musste sogar Autogrammwünsche der Viertklässler erfüllen.

Bereits vor zwei Monaten wurde der Bücherschrank in Stolberg-Werth eingeweiht. Gestaltet wurde die Zelle von der kölsch-polnischen Künstlerin Wieslawa Stachel. „Gleich stapelweise liegt die Literatur zur Einweihung im Bürgerhaus bereit, um sodann gemeinsam eingekramt zu werden“, berichtete Jürgen Lange in der Stolberger Zeitung über die Aufstellung des Werther Bücherschranks, um den sich die Patinnen Rita Felden und Elisabeth Fischer kümmern.

pp/Agentur ProfiPress




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