15. September 2014

Berndorf-Preis für Stefan Barz

Galaabend des Eifelkrimis im Euskirchener Casino – Der große Jacques Berndorf 25 Jahre nach seinem Regionalkrimi-Erstling „Eifel-Blues“ im Interview mit seinem Freund und Verleger Ralf Kramp – Klaus Ring spricht für die Juroren von angestrengter Zeit der Beratung – Gut aufgelegter Landrat, Kabarett und toller Jazz – Neben „Schandpfahl“ von Stefan Barz kamen auch Manuskripte der Autorinnen Annette Delia Spengler (Wachtberg) und Katja Kleiber (Frankfurt) in die Endausscheidung

Euskirchen/Eifel – Es war ein wunderbarer Galaabend im Euskirchener Casino, der die diesjährigen Krimitage „Nordeifel – Mordeifel“ am Freitag krönte. Vorher, parallel und danach gab es fünf Tage lang Krimilesungen und Events mit 25 Autoren an auserlesenen Orten. Ralf Kramp schätzte beim Galabend, bei durchschnittlich zwei Toten pro Autor und Abend seien in diesen Tagen der Kriminalstatistik des Landrats als Kreispolizeibehörde rund 50 neue Fälle hinzugefügt worden.

Der große Jacques Berndorf,  Eifelkrimi-Erfinder und Altmeister des Genres, gab bei „Nordeifel – Mordeifel 2014“ 25 Jahre nach seinem Regionalkrimi-Erstling „Eifel-Blues“ seinem Freund und Verleger Ralf Kramp ein öffentliches Interview. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der große Jacques Berndorf, Eifelkrimi-Erfinder und Altmeister des Genres, gab bei „Nordeifel – Mordeifel 2014“ 25 Jahre nach seinem Regionalkrimi-Erstling „Eifel-Blues“ seinem Freund und Verleger Ralf Kramp ein öffentliches Interview. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Das macht nichts, wir haben ja sonst gottlob sehr wenig Morde“, konterte ein schlagfertiger Landrat Günter Rosenke im Gespräch mit Ralf Kramp und Krimi-Altmeister Jacques Berndorf, der es sich nicht hatte nehmen lassen, höchst selbst zur Verleihung des nach ihm benannten und für Nachwuchsautoren ausgelobten Jacques-Berndorf-Förderpreises nach Euskirchen zu kommen.

Empfänger war in diesem Jahr der Kommerner Stefan Barz für seinen Krimi-Erstling „Schandpfahl“, der am Pranger in der Baugruppe Eifel des Mechernicher Freilichtmuseums Kommern seinen Ausgang nimmt. „Das Buch ist gute Unterhaltung“, urteilte Jacques Berndorf, der vor genau 25 Jahren mit „Eifel-Blues“ seine Regionalkrimi-Premiere gefeiert hatte: „Größeres Lob habe ich nicht zu verteilen!“ Und, auf Stefan Barz weisend: „Der junge Mann ist auf einem sehr guten Weg!“

Das Publikum der Kriminalgala anlässlich der Verleihung des Jacques-Berndorf-Förderpreises wurde am Freitagabend im Alten Casino der Stadt Euskirchen gut unterhalten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das Publikum der Kriminalgala anlässlich der Verleihung des Jacques-Berndorf-Förderpreises wurde am Freitagabend im Alten Casino der Stadt Euskirchen gut unterhalten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Auszeichnung von Stefan Barz und die anschließende Premierenlesung aus seinem Roman „Schandpfahl“ waren der Höhepunkt der von Ralf Kramp kurzweilig und witzig moderierten Krimigala, die auch mit tollem Jazz und schwarzhumorigem Kabarett aufzuwarten hatte.

„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett . . .“

Wie hätte der Abend besser starten können, als mit dem Evergreen „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, dargeboten von Ean Gidmans Quintett „Flat Five“? Die langjährige Redakteurin und Mitarbeiterin Claudia Roberz schreibt in der „Kölnischen Rundschau“, Medienpartnerin des Krimifestivals „Nordeifel – Mordeifel“: „Im Zusammenspiel mit der kraftvollen Stimme von Eva Lange brachten Bernhard Marchand (Keyboards), Fabian Berghofer (Bass), Hajo Hök (Schlagzeug) und Ean Gidman (Saxofone, Querflöte) im Laufe des Abends viele James-Bond-Hits und Klassiker wie »Mackie Messer« zu Gehör.“

Im Zusammenspiel mit der kraftvollen Stimme von Eva Lange brachten Bernhard Marchand (Keyboards), Fabian Berghofer (Bass), Hajo Hök (Schlagzeug) und Ean Gidman (Saxofone, Querflöte) von der Band „Flat Five“ im Laufe des Abends viele James-Bond-Hits und Evergreens wie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ oder „Mackie Messer“ zu Gehör. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im Zusammenspiel mit der kraftvollen Stimme von Eva Lange brachten Bernhard Marchand (Keyboards), Fabian Berghofer (Bass), Hajo Hök (Schlagzeug) und Ean Gidman (Saxofone, Querflöte) von der Band „Flat Five“ im Laufe des Abends viele James-Bond-Hits und Evergreens wie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ oder „Mackie Messer“ zu Gehör. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das „Kabarett A-Z“ mit Corinne Walter und Frank Zollner hatte „die blutigsten Szenen aus seinen Programmen herausgesucht“, wie die beiden selbst angaben, und hatten damit gleichwohl die Lacher auf seiner Seite.

Das „Kabarett A-Z“ mit Corinne Walter und Frank Zollner brachte „die blutigsten Szenen aus unseren bisherigen Programmen“ und erntete jede Menge Applaus und Gelächter. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das „Kabarett A-Z“ mit Corinne Walter und Frank Zollner brachte „die blutigsten Szenen aus unseren bisherigen Programmen“ und erntete jede Menge Applaus und Gelächter. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Seinen Ursprung hat das vom Kreis Euskirchen und dort wiederum, von Wirtschafts- und Tourismusförderin Iris Poth federführend betriebene Kriminalfestival „Nordeifel – Mordeifel“ in der 2010 vom „Syndikat“, der Vereinigung der deutschsprachigen Kriminalschriftsteller, im Kreis Euskirchen abgehaltenen „Criminale“.

Die war, auch PR-mäßig, ein solcher Erfolg, dass sich Iris Poth, Kreiskulturreferent Klaus Ring und die Autoren Ralf Kramp und Andreas Izquierdo unmittelbar danach zusammensetzten und über ein regelmäßiges, alle zwei Jahre stattfindendes Nordeifeler Kriminalfestival nachsannen. Heraus kam „Nordeifel – Mordeifel“. 2012 war mit großen Erfolg Premiere, auch 2014 war der Bär los bei Lesungen, Events und Preisverleihung.

Unmittelbar nach der Preisverleihung (von rechts): Landrat Günter Rosenke, Jacques-Berndorf-Förderpreisinhaber Stefan Barz, Krimi-Altmeister Michael Preute alias Jacques Berndorf, Kreiskulturreferent und Juror Klaus Ring und Moderator, Verleger, Karikaturist und Krimiautor Ralf Kramp.  Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Unmittelbar nach der Preisverleihung (von rechts): Landrat Günter Rosenke, Jacques-Berndorf-Förderpreisinhaber Stefan Barz, Krimi-Altmeister Michael Preute alias Jacques Berndorf, Kreiskulturreferent und Juror Klaus Ring und Moderator, Verleger, Karikaturist und Krimiautor Ralf Kramp. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

2012 bekam das Ehepaar Rosa und Thorsten Wirtz den Berndorf-Förderpreis, diesmal Stefan Barz nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit zwei Autorinnen aus Frankfurt und Wachtberg. Nicht wenige Galabesucher ließen sich nach der ersten öffentlichen Lesung aus dem Krimi „Schandpfahl“ ein gerade erworbenes Exemplar vom Autor persönlich signieren.

In Köln geboren, in Kommern aufgewachsen

Stefan Barz wurde 1975 in Köln geboren und wuchs in Kommern auf. In Bonn studierte er Germanistik und Philosophie und arbeitete nebenbei als freier Journalist unter anderem für die Rundschau-Redaktion in Euskirchen.

Schlagfertig und gestenreich: Landrat Günter Rosenke (v.r.) im angeregten Gespräch mit Ralf Kramp und Jacques Berndorf, im Hintergrund Bandmitglieder von „Flat Five“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schlagfertig und gestenreich: Landrat Günter Rosenke (v.r.) im angeregten Gespräch mit Ralf Kramp und Jacques Berndorf, im Hintergrund Bandmitglieder von „Flat Five“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Nach dem Studium wurde Barz Lehrer und begann mit dem Schreiben fiktionaler Texte. 2011 erschien seine erste Kurzgeschichte „Klassenzimmer“, 2014 sein erster Kurzkrimi „Erbsünde“, mit dem er für den Agatha-Christie-Krimipreis 2014 nominiert wurde.

„Schandpfahl“ von Stefan Barz ist im KBV-Verlag erschienen und als Taschenbuch im Buchhandel zum Preis von 9,50 Euro erhältlich. ISBN: 978-3-95441-188.7

Ralf Kramp schätzte beim Galabend, bei durchschnittlich zwei Toten pro Autor und Abend seien in diesen Tagen beim Krimifestival „Nordeifel – Mordeifel“ der Kriminalstatistik des Landrats als Kreispolizeibehörde rund 50 neue Fälle hinzugefügt worden. „Das macht nichts, wir haben ja sonst gottlob sehr wenig Morde“, konterte ein schlagfertiger Landrat Günter Rosenke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ralf Kramp schätzte beim Galabend, bei durchschnittlich zwei Toten pro Autor und Abend seien in diesen Tagen beim Krimifestival „Nordeifel – Mordeifel“ der Kriminalstatistik des Landrats als Kreispolizeibehörde rund 50 neue Fälle hinzugefügt worden. „Das macht nichts, wir haben ja sonst gottlob sehr wenig Morde“, konterte ein schlagfertiger Landrat Günter Rosenke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Über die Verleihung hatte eine fünfköpfige Jury zu befinden, über deren Arbeit bei der Gala Kreiskulturreferent Klaus Ring berichtete. Zur Auswahlmannschaft gehörten neben Ring KBV-Cheflektor Volker Maria Neumann, die Kriminalschriftsteller Elke Pistor und Andreas Izquierdo sowie Dr. Kerstin Juchem vom Literaturhaus der Gemeindeverwaltung Nettersheim.

Es kamen drei Manuskripte in die Endrunde. Annette Delia Spengler aus Wachtberg, Katja Kleiber aus Frankfurt und Stefan Barz aus Wuppertal lagen bei der Bewertung dicht beieinander und kamen in die zweite Runde. Auch die beiden Autorinnen waren am Freitagabend zur Preisverleihung ins Alte Casino gekommen.

Jacques-Berndorf-Preisträger Stefan Barz inmitten der Verantwortlichen und Sponsoren für das Festival „Nordeifel – Mordeifel 2014“ sowie seiner Mitbewerberinnen Annette Delia Spengler und Katja Kleiber. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Jacques-Berndorf-Preisträger Stefan Barz inmitten der Verantwortlichen und Sponsoren für das Festival „Nordeifel – Mordeifel 2014“ sowie seiner Mitbewerberinnen Annette Delia Spengler und Katja Kleiber. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schließlich hatten sich die Juroren dann sogar einstimmig für Stefan Barz ausgesprochen, so Klaus Ring: „Er schien uns das größte Entwicklungspotenzial zu haben, aus seinem Manuskript in nur vier Monaten ein mindestens 200-seitiges und bis zur letzten Zeile spannendes Buch zu machen.“

Claudia Roberz schreibt: „Für Lektor Volker Neumann begann die stressigste Zeit erst nach der Bekanntgabe des Preisträgers. „Das Buch entsteht ja zunächst im Kopf des Autors. Deshalb ist die enge Zusammenarbeit zwischen Autor und Lektor wichtig. Der Lektor muss sich mit großem Einfühlungsvermögen nicht nur auf den Autor, sondern auch auf die Story einlassen“, sagte Klaus Ring.

pp/Agentur ProfiPress

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