2. April 2014

Auf den Spuren der Römer

Aktionsjahr 2014 anlässlich des 2.000sten Todestages des legendären Feldherren und Kaisers Augustus „Römisches Rheinland“ mit mehr als 200 Veranstaltungen – Reise in die Vergangenheit vor der eigenen Haustür – Unter anderem Wanderungen entlang der Eifelwasserleitung von Nettersheim im Kreis Euskirchen nach Köln – Erlebnisraum Römerstraße _ Sonderausstellungen in mehreren Museum

Eifel/Rheinland – Im Jahr 2014 steht das Rheinland ganz im Zeichen der Römer. Unter dem Titel „Römisches Rheinland 2014“ bieten der Naturpark Rheinland, der Region Köln/Bonn e.V., der Landschaftsverband Rheinland sowie das Konsortium „Erlebnisraum Römerstraße“ und eine Vielzahl weiterer Partner von März bis November mehr als 200 Veranstaltungen zum Thema, viele davon finden in der Nordeifel statt. Diese ermöglichen den Menschen in der Region eine Reise in die Vergangenheit vor der eigenen Haustüre.

Exemplarisch spiegeln die Aktivitäten die inhaltliche und thematische Vielfalt römischer Geschichte im Rheinland wider. Das geschieht konkret anhand zahlreicher Wanderungen, Exkursionen, Fahrrad- und Bustouren auf den Spuren der Römer sowie in Form spannender Ausstellungen, Feste und Vorträge rund um das römische Leben im Rheinland. In Workshops bietet sich zudem die Gelegenheit, ausgewählte Themen entsprechend zu vertiefen: von der römischen Küche über „Caesars Spielkonsole“ bis hin zu archäologischen Ausgrabungen. So findet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder stets das passende Programm.

Im Mechernicher Stadtgebiet ist dieses beeindruckende Relikt der Römer – eine Aquäduktbrücke nahe der Ortschaft Vussem – zu finden. Foto: NET/pp/Agentur ProfiPress

Im Mechernicher Stadtgebiet ist dieses beeindruckende Relikt der Römer – eine Aquäduktbrücke nahe der Ortschaft Vussem – zu finden. Foto: NET/pp/Agentur ProfiPress

Anlass des Aktionsjahres ist der 2.000ste Todestag des legendären Feldherren und Kaisers Augustus. Zudem finden in diesem Jahr auch die Eröffnung des Regionale 2010-Projektes „Erlebnisraum Römerstraße“ und die Landesgartenschau in der Römerstadt Zülpich statt. Ereignisse, die verdeutlichen, wie vielfältig die Facetten römischen Lebens im Rheinland sind.

Wandern entlang der alten Eifelwasserleitung

Aktiv erkunden lassen sich die unterschiedlichen Facetten römischen Lebens nun im Rahmen des Aktionsjahres, zum Beispiel auf einer Wanderung entlang der ehemaligen Wasserleitung, die die damalige Stadt Köln im 1. bis 3. Jh. n. Chr. täglich mit rund 20.000 Kubikmeter bestem Trinkwasser aus der nördlichen Eifel versorgte. Sie gilt heute als der größte und bedeutendste antike Technikbau nördlich der Alpen. Wer einmal in sieben Etappen die insgesamt 116 Kilometer von der Eifelgemeinde Nettersheim bis Köln gelaufen ist, wird ermessen können, was für eine Leistung es für die römischen Ingenieure war, eine solche Gefälleleitung zu bauen. Ein Beispiel, das deutlich macht, wie wegweisend die Römer waren. Sie schufen für ihre Zeit einzigartige Bauwerke und ein Netz von Straßen, die das Rheinland mit anderen römischen Provinzen verbanden. Diese waren wie am Lineal gezogen; ihr Aufbau war sehr aufwändig, sie hatten nicht selten eine Breite von bis zu 26 Metern. In der Mitte fuhren die schnelleren Wagen, am Rand durften sich die Menschen mit ihren Pferdekarren bewegen.

Auch Feste, Veranstaltungen und museale Sonderausstellungen zu den Römern sind im Rahmen des Projektjahres geplant. Foto: Astrid Piethan/NET/pp/Agentur ProfiPress

Auch Feste, Veranstaltungen und museale Sonderausstellungen zu den Römern sind im Rahmen des Projektjahres geplant. Foto: Astrid Piethan/NET/pp/Agentur ProfiPress

Auf alten Römerstraßen durch die Region

Im „Erlebnisraum Römerstraße“ machen 18 Kommunen und der Landschaftsverband Rheinland die einstigen römischen Reichsstraßen wieder erfahrbar. Sie zeigen somit ein wichtiges Stück römischer Geschichte im Rheinland. Ein Rad- und Wanderweg führt entlang der antiken Fernstraßen von Köln bis Dahlem (Agrippastraße) und Übach-Palenberg (Via Belgica) und lädt ein zu einem Ausflug in die Geschichte. Informationsstelen erläutern den Verlauf und Aufbau der Straßen sowie die archäologischen Denkmäler am Wegesrand. Zudem werden im Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln, in der Zitadelle Jülich, im Naturzentrum Nettersheim und im Gildehaus in Blankenheim Informationen zur Bedeutung der Straßen im Römischen Reich präsentiert. Auf diese Art und Weise dienen die Römerstraßen ein zweites Mal in ihrer über 2.000-jährigen Geschichte der Erschließung der Landschaft.

Gleich mehrere Museen zeigen 2014 Sonderausstellungen zum Thema „Römer“, zum Beispiel das Museum der Badekultur in Zülpich mit der Ausstellung “Wasser für Roms Städte” oder das LVR-LandesMuseum in Bonn mit „Römischen Großbronzen“. Im Römisch Germanischen Museum in Köln steht u.a. die Ausstellung „14 AD – Römische Herrschaft am Rhein“ auf dem Programm.

Im Rahmen des Projektjahres „Römisches Rheinland“ werden die Spuren der Römer auf verschiedene Weise, etwa bei Wanderungen entlang des Römerkanalwanderweges, in den Fokus gerückt. Foto: NET/pp/Agentur ProfiPress

Im Rahmen des Projektjahres „Römisches Rheinland“ werden die Spuren der Römer auf verschiedene Weise, etwa bei Wanderungen entlang des Römerkanalwanderweges, in den Fokus gerückt. Foto: NET/pp/Agentur ProfiPress

Das komplette Programm zum „Römischen Rheinland 2014“ und weitere Informationen zum Aktionsjahr finden Sie im Internet unter www.roemisches-rheinland.de

„Römisches Rheinland 2014” ist ein gemeinsames Projekt des Naturparks Rheinland, des Region Köln/Bonn e.V., des Konsortiums „Erlebnisraum Römerstraße“ und einer Vielzahl weiterer Partner: Städte und Gemeinden, Museen und Fachämter, Kultur-, Heimat- und Geschichtsvereine sowie Tourismusverbände. Unter der Federführung des Naturparks Rheinland haben diese ein spannendes Gesamtprogramm auf die Beine gestellt, das die Geschichte der Römer im Rheinland erlebbar macht.

pp/Agentur ProfiPress




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