31. März 2014

Befreiung aus Dornengestrüpp

Wallfahrtstag in der Eifel: Schmerzensfreitag im kleinen zur Stadt Mechernich gehörenden Wallfahrtsort Kallmuth zog wieder Hunderte Pilger an

Mechernich-Kallmuth – Die Sonne lachte vom Himmel, Autos mit Pilgern und Fußgruppen von und nach Kallmuth bevölkerten die Straßen und Felder am Bleiberg, und in der Pfarrkirche St. Georg herrschte drangvolle Enge: Heute war und ist wieder traditioneller „Schmerzensfreitag“ in der Kallmuther Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Georg, wie immer am Freitag nach dem 3. Fastensonntag.

Dann pilgern jeweils Hunderte Gläubige aus dem nahen und fernen Eifeler Umland zum Gnadenbild, der schmerzhaften Mutter Maria mit dem getöteten Christus auf dem Schoß. Der frühere Eifeldekan, Domkapitular Hajo Hellwig, war Festprediger beim heutigen Schmerzensfreitag im kleinen zur Stadt Mechernich gehörenden Wallfahrtsort Kallmuth. Das Festhochamt um 11 Uhr fand in einer proppenvollen Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Georg statt.

Als Gott als Kind in Marias Bauch in den Dornenwald dieser Welt getragen wurde, so übertrug Hellwig das Bild eines alten Weihnachtsliedes aus dem Eichsfeld auf die reale Welt, da hätten die Dornen Rosen getragen. Leid. Schmerz und Unrecht seien zwar nicht weniger geworden seit Christi Geburt, aber in der Erlösungstat Christi für den der glaubt, erträglicher. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Als Gott als Kind in Marias Bauch in den Dornenwald dieser Welt getragen wurde, so übertrug Hellwig das Bild eines alten Weihnachtsliedes aus dem Eichsfeld auf die reale Welt, da hätten die Dornen Rosen getragen. Leid. Schmerz und Unrecht seien zwar nicht weniger geworden seit Christi Geburt, aber in der Erlösungstat Christi für den der glaubt, erträglicher. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Konzelebranten Hellwigs waren der zuständige Kallmuther und Mechernicher Pfarrer sowie Eifeldekan Erik Pühringer, seine priesterlichen Mitarbeiter Lothar Tillmann und Felix Dörpinghaus sowie die Gemeindereferentin Elke Jodocy und Lektor Johannes Seidenfaden. Im thematischen Mittelpunkt des Schmerzensfreitag standen Dornen.

Seidenfaden las aus dem alttestamentarischen Buch Genesis die Offenbarung Gottes gegenüber Moses im brennenden Dornbusch, in der Gott sich selbst als der „Ich bin da“ outet als der Gott, der real existiert und Mose und dem Volk Israel beisteht. Pfarrer Lothar Tillmann verkündete im Evangelium die Perikope von der Verhöhnung des zum Tode verurteilten Jesus Christus mit einer Dornenkrone.

 

Zu Beginn des Festhochamtes versammelten sich die Zelebranten um das Kallmuther Gnadenbild, eine Pieta aus dem 15. Jahrhundert, die die Mutter Gottes mit dem getöteten Christus darstellt. Foto: M. Lang/pp/ProfiPress

Zu Beginn des Festhochamtes versammelten sich die Zelebranten um das Kallmuther Gnadenbild, eine Pieta aus dem 15. Jahrhundert, die die Mutter Gottes mit dem getöteten Christus darstellt. Foto: M. Lang/pp/ProfiPress

Und Festprediger Hajo Hellwig fand im Zitieren und Auslegen des aus dem Eichsfeld stammenden Weihnachtsliedes „Maria durch ein Dornwald ging“ noch mehr Assoziationen zum von Elke Jodocy ausgegebenen Tagesmotto. Sie  versprach den Pilgern nicht zu viel: „Die Dornen Ihres Lebens werden sich verändern.“

Im Menschen Maria, die freiwillig als „Magd des Herrn“ dem Anruf Gottes gefolgt war, sei Gott gleichsam in den Dornenwald dieser Welt gekommen, so Hellwig. Und wie im Lied seien auch in der Welt die Dornen nicht verschwunden, die uns den Weg versperren und an denen wir uns wieder und wieder Verletzungen und Schrammen zuziehen.

Domkapitular Hans-Joachim Hellwig (Mitte) appellierte an die Gottesdienstbesucher: „Jetzt müssen wir in die Welt hinausgehen zu den Menschen am Rande und in den Ecken, zu den Blinden und Tauben, den Krüppeln und Lahmen und sie alle einladen zum Mahl der Freuden.“ Foto: M. Lang/ProfiPress

Domkapitular Hans-Joachim Hellwig (Mitte) appellierte an die Gottesdienstbesucher: „Jetzt müssen wir in die Welt hinausgehen zu den Menschen am Rande und in den Ecken, zu den Blinden und Tauben, den Krüppeln und Lahmen und sie alle einladen zum Mahl der Freuden.“ Foto: M. Lang/ProfiPress

Aber als das Kind in den Dornenwald kam, so übertrug Hellwig das Bild des Weihnachtsliedes auf die reale Welt, da hätten die Dornen Rosen getragen. Leid. Schmerz und Unrecht seien zwar nicht weniger in der Welt geworden seit Christi Geburt, aber in der Erlösungstat Christi für den der glaubt, erträglicher.

„Jetzt müssen wir in die Welt hinausgehen zu den Menschen am Rande und in den Ecken, zu den Blinden und Tauben, den Krüppeln und Lahmen und sie alle einladen zum Mahl der Freuden“, appellierte Domkapitular Hellwig an die Gottesdienstbesucher.

Volles Haus herrschte in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Georg in Kallmuth während des Festhochamtes um 11 Uhr. Bereits um 8.30 Uhr waren die ersten Fuß- und Autopilger zur Pilgermesse gekommen, um 10 Uhr fand eine Kreuzwegandacht statt. Um 15 Uhr hielt Gemeindereferentin Sr. Christa Maria Plum die Predigt. Bei der Pilgermesse um 19.30 Uhr zum Abschluss des Wallfahrtstages predigte Pastoralreferent Paul-Josef Jansen. Foto: ml/pp/ProfiPress

Volles Haus herrschte in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Georg in Kallmuth während des Festhochamtes um 11 Uhr. Bereits um 8.30 Uhr waren die ersten Fuß- und Autopilger zur Pilgermesse gekommen, um 10 Uhr fand eine Kreuzwegandacht statt. Um 15 Uhr hielt Gemeindereferentin Sr. Christa Maria Plum die Predigt. Bei der Pilgermesse um 19.30 Uhr zum Abschluss des Wallfahrtstages predigte Pastoralreferent Paul-Josef Jansen. Foto: ml/pp/ProfiPress

Bereits um 8.30 Uhr waren die ersten Fuß- und Autopilger zur Pilgermesse gekommen, um 10 Uhr fand eine Kreuzwegandacht statt und um 11 Uhr das Festhochamt. Um 15 Uhr hielt Gemeindereferentin Sr. Christa Maria Plum die Predigt. Bei der Pilgermesse um 19.30 Uhr zum Abschluss des Wallfahrtstages predigte Pastoralreferent Paul-Josef Jansen.

In der Ankündigung des Wallfahrtstages hatte es geheißen: „Maria trägt im Kallmuther Gnadenbild ihren verstorbenen Sohn auf ihrem Schoß. Dort, wo das irdische Leben Jesu begonnen hat, endet es auch wieder: im Schoß Mariens. Der Schoß ist Ort der Geburt und des Todes. Wir sagen ja auch: Er kehrt in den Schoß der Erde zurück“, so  Gemeindereferentin Elke Jodocy.

pp/Agentur ProfiPress

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