11. Dezember 2013

Weit über alle Grenzen

Journalist, Autor und Diakon Manfred Lang legt erstmals theologisches Buch vor – Biografie der Mystikerin und Gründerin Mutter Marie Therese in Co-Autorenschaft mit dem Journalisten Hermann Multhaupt – Spannende Lebensgeschichte und Zeugnis spiritueller Erfahrungen

Eifel/ Mechernich – Der Titel der gerade im „Patris“-Verlag erschienen Biografie „Weit über alle Grenzen“ fasst das Leben der Mystikerin und Ordensgründerin Mutter Marie Therese zusammen. Ein Leben, das sie schon sehr früh Gott und der Reform der Kirche im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils widmete.Doch auch für den Eifeler Journalisten, Autoren und Diakon Manfred Lang, der das Buch gemeinsam mit dem ehemaligen Chefredakteur der Paderborner Kirchenzeitung, Hermann Multhaupt, geschrieben hat, bedeutete sein jüngstes Buchprojekt, „weit über alle Grenzen“ zu gehen. Lang selbst, der erfolgreiche Herausgeber diverser Anthologien und Autor von Erzählbänden aus Mechernich-Lückerath im Kreis Euskirchen, sagte am Rande der Buchvorstellung: „Noch vor einem Jahr hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich mich einmal an einen solchen theologischen Stoff wagen würde.“

Die Biografie „Weit über alle Grenzen – Die Ordensgründerin Mutter Marie Therese und ihr Leben in Gott“, ISBN 978-3-87620-418-5, ist im Patris-Verlag erschienen und kostet 24,95 Euro.

Die Biografie „Weit über alle Grenzen – Die Ordensgründerin Mutter Marie Therese und ihr Leben in Gott“, ISBN 978-3-87620-418-5, ist im Patris-Verlag erschienen und kostet 24,95 Euro.

Gereift war die Idee dann schließlich im Kontakt zu Pfarrer Karl-Heinz Haus, dem Generalsuperior der von Mutter Marie Therese gegründeten Communio in Christo mit Mutterhaus in Mechernich. Generalsuperior Haus war ein enger Wegbegleiter und der geistliche Begleiter Mutter Marie Thereses, auf deren Gründungen unter anderem auch die heutige Langzeitpflegeeinrichtung und das Hospiz Stella Maris der Communio zurückgehen.

„Das Buch hat zwei Ebenen“, erklärt Lang. Zum einen beschreibe es die biografischen Eckdaten  und Lebensgeschichte der 1927 als Josephina Theresia Linssen im niederländischen Oud-Valkenburg geborenen Mutter Marie Therese. Zum anderen schildere es aber auch die spirituellen Erfahrungen und die Entwicklung einer christlichen Mystikerin, von der etwa der polnische Theologe und Mystik-Experte Professor Stanislaw Urbanski sagt, sie sei „eine der bedeutendsten Mystikerinnen des 21. Jahrhunderts“.

Generalsuperior Karl-Heinz Haus lernte Mutter Marie Therese 1973 als Dürener Regionalpfarrer kennen, bereits kurz darauf bat sie ihn, ihr geistlicher Begleiter zu werden. „Komischerweise habe ich vom ersten Tag an alles mitgeschrieben“, berichtet Pfarrer Haus. Er habe jeweils die Geschehnisse des Tages und auch Aussagen Mutter Marie Thereses erfasst.  Heute erstaune ihn selbst, wie sehr er damit die Aussagen in den 26 Büchern, die die Gründerin selbst geschrieben hat, nahezu auf den Tag genau zuordnen könne.

Im Mechernicher Mutterhaus der Communio in Christo stellten der Ver-leger Pater Ammann, Communio-Geschäftsführer Norbert Arnold, Generalsuperior Karl-Heinz Haus und der Autor Manfred Lang (v. li.), hier im angrenzenden Hospiz „Stella Maris“ der Communio, die gerade erschienene Biografie der Gründerin Mutter Marie Therese mit dem Titel „Weit über alle Grenzen“ vor. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Im Mechernicher Mutterhaus der Communio in Christo stellten der Verleger Pater Ammann, Communio-Geschäftsführer Norbert Arnold, Generalsuperior Karl-Heinz Haus und der Autor Manfred Lang (v. li.), hier im angrenzenden Hospiz „Stella Maris“ der Communio, die gerade erschienene Biografie der Gründerin Mutter Marie Therese mit dem Titel „Weit über alle Grenzen“ vor. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Wann er denn die besondere Wirkungskraft von Mutter Marie Therese erkannt habe, fragte eine Journalistin bei einer Pressekonferenz zur  Buchvorstellung. „Erst mal lange gar nicht“, so die Antwort des Generalsuperiors. Mutter Marie Therese habe eine erstaunliche Normalität und Bescheidenheit ausgestrahlt. Heute wisse er, dass sie zudem eine jahrzehntelange Phase der Vorbereitung auf ihre tiefen spirituellen Erfahrungen durchlaufen habe, wie sie viele Mystikern beschreiben. Pfarrer Haus: „Das kann man sich vorstellen wie eine Art Läuterung.“

Der Lückerather Autor Manfred Lang sagt nach der intensiven Beschäftigung mit der Geschichte der Gründerin: „Ich habe keine Angst mehr vor der Mystik.“ Auch wenn diese immer auch provoziere und das eigene Denken in Frage stelle: „Kann ich, will ich das glauben? Dass Gott sich einen ganz konkreten Menschen mit seiner eigenen Geschichte  aussucht, um sich Ausdruck zu verschaffen?“

Im Falle von Mutter Marie Therese ging es insbesondere um die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils als „Hoffnung für die Kirche“ im Sinne einer Öffnung, einer Öffnung letztlich hin zu dem Menschen selbst. Dies zentriere sich letztlich, erklärte der Generalsuperior, so bezeugt es auch das Leben der Gründerin, in der absoluten Nächstenliebe, die alle und alles einschließe.

Die „Früchte“ dieser Botschaft sind offensichtlich: Bereits in den 80er Jahren, in Zeiten einer großen „Aids-Hysterie“,  gründete Mutter Marie Therese eine der ersten Pflegeeinrichtungen für HIV-infizierte Menschen, es folgte eines der deutschlandweit ersten Hospize. Neben der heutigen Langzeitpflegeeinrichtung und dem Hospiz Stella Maris betreibt die Communio zudem das Haus Effata in Blankenheim und unterstützt soziale Projekte weltweit.

Im Rahmen der Buchvorstellung kam auch zur Sprache, dass Mutter Marie Therese zeitlebens, besonders aber in den 80er Jahren mit heftigen Widerständen und Anfeindungen zu kämpfen hatte. „Das hat sie mit vielen Heiligen gemeinsam“, so Pfarrer Haus. Viele Mystiker seien mit dem spirituellen auch zugleich einen Leidensweg gegangen.

Eine „absolute Punktlandung“ bescheinigte der Verleger und Schönstatt-Pater Rudolf Ammann den beiden Autoren: Nur zwei Tage vor der ersten offiziellen Vorstellung beim Ordensgedenktag der Communio in Christo habe die Biografie tatsächlich in gedruckter Form vorgelegen.

Die Biografie „Weit über alle Grenzen – Die Ordensgründerin Mutter Marie Therese und ihr Leben in Gott“, ISBN 978-3-87620-418-5,  ist im Patris-Verlag erschienen und kostet 24,95 Euro. Das Buch hat 486 Seiten und enthält zahlreiche Originaltexte. In den Buchhandlungen der Region ist die Biografie bereits erhältlich.

pp/Agentur ProfiPress

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