11. Dezember 2013

Mittelstand als Rückgrat der Ökonomie

Besichtigung des Unternehmens „Peter Greven Fettchemie“ in Bad Münstereifel-Iversheim (Kreis Euskirchen) – Landtagsabgeordneter Klaus Voussem „Rückgrat unserer Ökonomie“ – Firma investierte jüngst rund 15 Millionen Euro am Eifeler Standort

Zusammen mit Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU besuchte Klaus Voussem (3.v.r.) die Firma von Peter Greven (3.v.l.). Foto: David Dreimüller/pp/Agentur ProfiPress

Zusammen mit Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung
der CDU besuchte Klaus Voussem (3.v.r.) die Firma von Peter Greven (3.v.l.). Foto: David Dreimüller/pp/Agentur ProfiPress

Nordeifel/ Bad Münstereifel-Iversheim – Der Mittelstand ist wirtschaftlich gesehen eine der wichtigsten Säulen im Bereich der Zukunftsinitiative Eifel. Um sich einen Eindruck von der Situation der mittelständischen Wirtschaft im Kreis Euskirchen zu machen, besuchte der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem  zusammen mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU  (MIT) die Firma Peter Greven Fettchemie in Iversheim. „Der Mittelstand als ‚Hidden Champions’ der deutschen Wirtschaft mit Unternehmen wie Peter Greven Fettchemie bilden das Rückgrat unserer Ökonomie“, sagte Klaus Voussem.  Zusammen mit Thomas Schwalowski, Vorsitzender der MIT im Kreis Euskirchen, und weiteren Mitgliedern der Vereinigung ließ sich der Landtagsabgeordnete das riesige Werk in Iversheim zeigen, wo die Firma seit 90 Jahren beheimatet ist. Dort investierte die Firma erst kürzlich rund 15 Millionen Euro. Beeindruckt zeigten sich die Besucher von den riesigen Fertigungsanlagen, die komplett computergesteuert ihre Arbeit verrichten. Insgesamt 185 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung sorgen allein in Iversheim für einen reibungslosen Betrieb bei Tag und Nacht. Weitere Produktionsstandorte hat das Unternehmen in Venlo und Malaysia. 2012 betrug der Jahresumsatz rund 100 Millionen Euro.

Während des Besuchs nutzte Voussem die Gelegenheit, um mit Geschäftsführer Peter Greven über die Situation des Unternehmens und seine Sorgen zu sprechen. „Wir sind etwas enttäuscht über den Koalitionsvertrag“, so Greven, der sich ein wirtschaftsfreundlicheres Papier gewünscht hätte. „Ich teile Ihre Bedenken“, sagte Klaus Voussem und ergänzte: „Ich bin zuversichtlich, dass die berechtigte Kritik des deutschen Mittelstands gehört wird.“ Peter Greven klärte die Besucher darüber auf, dass die deutsche Wirtschaft bei der Energiewende den Schwarzen Peter zugesteckt bekommen habe, denn angeblich wären viele Unternehmen von der EEG-Steuer befreit worden. Dies treffe aber auf mittelständische Unternehmen wie Peter Greven Fettchemie nicht zu, dort erwarte man im kommenden Jahr Kosten für das EEG von rund einer Million Euro. Das Iversheimer Unternehmen heize teilweise bereits umweltfreundlich mit Erdwärme. „Die EEG-Umlage hat mittlerweile eine Höhe erreicht, die für private Haushalte und weite Teile der Wirtschaft, insbesondere auch mittelständische Unternehmen, zum Problem wird, wenn es nicht gelingt, die Kostendynamik zu entschärfen”, so Voussem.

Sorgen macht dem Unternehmen auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Zwar habe man in Iversheim derzeit acht Auszubildende beschäftigt, aber es sei immer schwieriger, guten Nachwuchs zu finden. „Ich kann die Sorgen der Firma sehr wohl verstehen, schließlich geht es langfristig um die Wettbewerbsfähigkeit“, so Klaus Voussem. „Die Politik in Berlin und vor allem die Landesregierung in Düsseldorf müssen dafür Sorgen, dass Deutschland wettbewerbsfähig bleibt.“

Auch MIT-Vorsitzender Thomas Schwalowski war mit dem Besuch in Iversheim zufrieden: „Die MIT wird auch im kommenden Jahr Politik und Wirtschaft an einen Tisch bringen. Wir haben ein offenes Ohr für die Wirtschaft im Kreis Euskirchen.“

pp/Agentur ProfiPress




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