Inhalt anspringen
WIR. LEBEN. EIFEL.
WIR. LEBEN. EIFEL.
Skip NavigationMenu

Beitragsbild: Gesundheitsamt Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm

13. August 2026

Ungefiltert – Kunst gibt inneren Welten eine Stimme und setzt Zeichen gegen Stigmatisierung

Mit einer eindrucksvollen Vernissage ist die Kunstausstellung „Ungefiltert – Innere Welten im Dialog mit der Seele“ im Prümer Konvikt eröffnet worden.

Diese wurde durch den Sozialpsychiatrischen Dienst der Kreisverwaltung des Eifelkreises organisiert und mit einem vielfältigen Rahmenprogramm in den kommenden Wochen untermalt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die persönliche innere Welten sichtbar machen und damit einen offenen Dialog über psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen ermöglichen.

Für einen besonderen musikalischen Auftakt sorgte der Regenbogenchor des Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrums Prüm unter der Leitung von Lisa Arenth. Mit seiner Darbietung verlieh der Chor der Eröffnungsfeier eine besondere Atmosphäre und machte zugleich deutlich, wie vielfältig und ausdrucksstark die Perspektiven der Menschen sind, die mit psychischen Belastungen und Erkrankungen leben.

Der Erste Kreisbeigeordnete, Mitglied des Landtags Michael Ludwig, begrüßte die Besucher der Ausstellung und hieß insbesondere den Ideengeber Axel Weiß willkommen. Den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sprach er seinen Dank und seinen Respekt aus. Die ausgestellten Arbeiten seien für ihn „ehrliche Kunst“. Ludwig betonte zudem, wie wichtig es sei, sich aktiv gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen einzusetzen. Die Ausstellung leiste hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie persönliche Erfahrungen und Gefühle sichtbar mache und Berührungsängste abbauen könne.

Melanie Peier, kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes des Eifelkreises Bitburg-Prüm, würdigte den Mut und die Offenheit der Künstler, die durch ihre Werke die Menschen auf unterschiedliche Weise berühren – mal still, mal kraftvoll. Sie zeigte sich stolz über das innovative und gelungene Projekt ihrer Mitarbeiter, besonders Frau Nina Kill, die dies mit viel Engagement und Enthusiasmus, seit einem Jahr, geplant und damit psychisch kranken Menschen eine Stimme gegeben haben.

Lisa Arenth dankte abschließend dafür, dass das Thema durch die Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen in die breite Öffentlichkeit getragen werde. Gerade die Verbindung von Kunst, persönlichem Erleben und gesellschaftlichem Austausch könne dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen zu fördern.

Die Vernissage machte deutlich: Kunst kann sichtbar machen, was sonst oft verborgen bleibt. „Ungefiltert“ gibt inneren Welten Raum und lädt dazu ein, genauer hinzusehen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung setzt damit ein Zeichen für Offenheit und einen selbstverständlicheren Umgang mit psychischer Gesundheit. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit – auch durch das Rahmenprogramm – über psychische Erkrankungen zu informieren, Stigmatisierung zu reduzieren und Ausgrenzungen entgegen zu wirken.

Weitere Informationen zu den noch folgenden Veranstaltungen sind im Internet auf der Homepage der Kreisverwaltung zu finden: www.bitburg-pruem.de/

Quelle: Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm

Kategorien:
Kultur

Als PDF speichern
Seite Teilen Über:


Autor(in): Autor/-in: Petra Grebe
Kommentare einblenden Kommentare ausblenden

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Weitere Beiträge