
Beitragsbild: IHK Aachen
Wie gut ist die Stadt Düren als Wirtschaftsstandort aufgestellt – und wo gibt es für deren Unternehmen Verbesserungspotenzial? Der Standortmonitor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen liefert Antworten auf diese und weitere Fragen. Mehr als 100 Dürener Betriebe aus Industrie, Handel, Dienstleistungsgewerbe und Bau haben zentrale Standortfaktoren bewertet und Erwartungen an Politik und Verwaltung formuliert. Insgesamt erhält der Wirtschaftsstandort Düren von den Unternehmerinnen und Unternehmern die Note 3,1.
„Die Ergebnisse zeigen: Düren verfügt über robuste Standortqualitäten. Wer im Wettbewerb bestehen will, muss jetzt aber konsequent nachlegen“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Gefragt seien vor allem Tempo, Verlässlichkeit und Umsetzungskraft. Im Rahmen des Dürener Formats „Wirtschaft trifft Verwaltung“ haben Bayer, Dürens Bürgermeister Frank Peter Ullrich sowie rund 40 Unternehmerinnen und Unternehmer die Ergebnisse des 24-seitigen IHK-Standortmonitors diskutiert. Zu den Stärken Dürens zählen aus Sicht der Befragten vor allem die gute Erreichbarkeit der Stadt, deren Lage zwischen Aachen und Köln sowie die gute ÖPNV-Anbindung. Positiv bewertet werden zudem die Kommunikation und Erreichbarkeit der Verwaltung sowie das Service- und Netzwerkangebot der Wirtschaftsförderung.
Durch Zukunftsprojekte, die den Strukturwandel im Rheinischen Revier sichtbar machen, erhält der Standort zusätzlichen Rückenwind: „Die Modellfabrik Papier als Innovations- und Transformationsprojekt einer prägenden Leitbranche in Düren sowie das Innovationsquartier Düren im Bahnhofsumfeld verbinden Stadtentwicklung mit wirtschaftlicher Dynamik“, betont Bayer. Solche Zukunftsorte seien entscheidend für das Profil und die Sichtbarkeit des Standorts.
Gleichzeitig benennt der IHK-Standortmonitor klare Handlungsfelder. Besonders im Fokus stehen die digitale Infrastruktur als Grundlage moderner Wertschöpfung, die Qualität der Innenstadt – insbesondere mit Blick auf Sauberkeit und Sicherheit – sowie Planungs- und Genehmigungsprozesse, die aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer verlässlicher und schneller werden müssen. Auch die Branchenperspektive verdeutlicht den Befund: Handel und Gastronomie verweisen vor allem auf innenstadtrelevante Herausforderungen. Die Industrie und das Baugewerbe betonen Fragen der Energieversorgung und der Verfügbarkeit geeigneter Flächen.
„Der IHK-Standortmonitor ist für uns ein Arbeitsauftrag: Wir wollen die Stärken Dürens sichern und zugleich dort besser werden, wo Unternehmen mehr Tempo erwarten – insbesondere in der Innenstadt, bei Genehmigungen und bei der digitalen Infrastruktur“, sagt Bürgermeister Ullrich. Die Ergebnisse machen deutlich: Düren hat Substanz – doch Standortwettbewerb ist kein Selbstläufer. „Jetzt kommt es darauf an, die richtigen Stellschrauben gemeinsam zu drehen: Flächen entwickeln, Glasfaser voranbringen, Verfahren beschleunigen und die Innenstadt stärken“, fasst Bayer die zentralen Forderungen der Dürener Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen.
Quelle: IHK AachenIngo Malsbenden, Vorsitzender des
Verkehrsausschusses der IHK Aachen, Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, Frank Peter Ullrich, Bürgermeister
der Stadt Düren, Winfried Kranz-Pitre,
Geschäftsführer der WIN.DN GmbH, und Erich Peterhoff, Vize Präsident der IHK Aachen, während der Präsentation des IHK
Standortmonitors in Düren (v.li.).
Bei ihrem nächsten Standortmonitor nimmt die IHK Aachen die Stadt Euskirchen unter die Lupe. Die Ergebnisse sollen im September veröffentlicht werden.
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