
Beitragsbild: Kreis Düren
Es ist ein einzigartiges Projekt im Kreis Düren: Drei Orte, drei zentrale Werte, eine Botschaft. Die „Kunstroute der Toleranz“ zeigt drei bewegende Ausstellungen zu den Themen Zerbrechlichkeit, Würde und Befreiung des Künstlers Ernesto Marques. Am vergangenen Wochenende fand die offizielle Eröffnung im Deutschen Glasmalerei-Museum in Linnich statt.
Das Thema Toleranz ist groß. Es impliziert Verantwortung und Aufklärung und es geht jeden etwas an. Wie wichtig die Toleranz ist und wie bewegend alles, was Menschen damit verbinden, wurde bei der Ausstellungseröffnung von „Zerbrechlichkeit“ im Glasmalerei-Museum deutlich. Die Gäste hörten Worte und Musikbeiträge, die berührten, erlebten Momente zum Innehalten und Nachdenken. Diese Ausstellungseröffnung war besonders – und ist besonders wichtig. Ernesto Marques beschreibt die Bedeutung seiner Installationen so: „Es ist wichtig aus der Geschichte zu lernen und Künstler haben die Möglichkeit, Werte wie Demokratie, Achtsamkeit und Toleranz mit ihrer Kunst öffentlich zu machen.“
Die drei renommierten Kulturinstitutionen Deutsches Glasmalerei-Museum, Burgenmuseum Nideggen und die Kunstakademie in Heimbach schließen sich für dieses wegweisende Kooperationsprojekt zusammen. Die „Kunstroute der Toleranz“ verbindet Kunst, Erinnerungskultur und Verfassungstreue zu einem Appell für Menschlichkeit, Vielfalt und eine offene Gesellschaft. Die Eröffnung von „Zerbrechlichkeit“ war der Auftakt.
„Toleranz ist nicht einfach nur ,dabei sein‘. Toleranz ist mehr. Toleranz heißt echtes Interesse am anderen und Kunst kann Toleranz fördern“, sagte Landrat Dr. Ralf Nolten bei der Eröffnung. Auch Museumsdirektorin Luzia Schlösser fand passende Worte: „Unsere Welt wirkt heute oft unruhig und gespalten. Umso wichtiger sind Orte, die uns zum Innehalten einladen. Diese Ausstellung ist so ein Ort und möchte ein unübersehbares Zeichen für Demokratie und Frieden setzen.“ Dass dies insbesondere durch Kunst und Kultur gelingen kann, betonte Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker: „Kunst ist wichtig. Sie ist nicht einfach nur ein Add-on. Es ist daher ein starkes Zeichen, dass die drei Häuser in Linnich, Nideggen und Heimbach zusammenarbeiten.“
Quelle: Kreis DürenAusstellungseröffnung von „Zerbrechlichkeit“ in Linnich: Teil der bewegenden Veranstaltung waren Heimbachs Bürgermeister Jochen Weiler, Landrat Dr. Ralf Nolten, Künstler Ernesto Marques, Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker, Timur Bozkir, Vorsitzender des Ausschusses für Sport, Kultur, Ehrenamt und Demokratieförderung im Kreis Düren, Museumsdirektorin Luzia Schlösser und Carlo Aretz, Geschäftsführer des Glasmalerei-Museums (v.l.).
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Musikbeiträge der Konzertdirektion Koltun, einem Poetry Slam von Jana Pelzer, einer Führung durch die Ausstellung, einem Kreativangebot für Kinder und einem Konzert mit Paula Kozikowski sowie Jörg Hartig. Die Ausstellung „Zerbrechlichkeit“ ist noch bis zum 29. Februar 2027 zu sehen. Ende September wird die Ausstellung „Würde“ im Burgenmuseum eröffnet, Anfang November „Befreiung“ in der Kunstakademie Heimbach.
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