
Beitragsbild: KVAAO
Die Ausstellung Muschelblume und Blei zeigt künstlerische Arbeiten von 16 Künstler:innen und Kollektiven entlang der Erft. In Euskirchen, Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Bedburg und Grevenbroich thematisieren sie in dem über 100 km langen Flusstal zwischen Eifel und Rhein verschiedene Aspekte einer Landschaft, die sich seit über 2000 Jahren im ständigen Wandel befindet.
Analog zu ähnlichen Entwicklungen in Deutschland, Europa oder anderen Teilen der Welt werden in der Ausstellung ortsspezifische Themen verhandelt und gleichzeitig der Blick auf überregional relevante Fragestellungen geweitet. Die internationalen Künstler:innen arbeiten zu Aspekten wie Landschaft und Landwirtschaft, Extraktivismus, Kohabitation, zu Zeitverläufen und Jahreszeiten, aber auch zu Fragen der Wahrnehmung unserer Umgebung, zum feinen Grat zwischen Fakt und Fiktion sowie Migration und Heimat. So entwirft die Ausstellung mit Installationen, Performances, Konzerten und Kurzfilmen eine facettenreiche Situation zum Nachdenken über das, was wir Landschaft nennen. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler gehen mit den Transformationen und den Schichten der Landschaft auf je eigene künstlerische Art um. Teils werden bereits existierende Arbeiten mit Bezug zum Thema eingeladen, teils entstehen neue, aus der Gegend abstrahierte Arbeiten. Gemeinsam ist ihnen das Bewusstsein für die wechselnden Zustände, der Blick auf eine Momentaufnahme einer Landschaft, die sich bereits vielfach verändert hat und in den kommenden Jahren umso beschleunigter verändern wird.
Die Künstler:innen Max Leiß, Kriz Olbricht, Sanna Reitz, Ramòn Graefenstein, Anna Schütten und das Kollektiv Unofficial Hiking Society AG entwickeln für die dreimonatige Ausstellungsdauer Installationen in den sechs Kommunen entlang der Erft. An fünf Veranstaltungstagen finden darüber hinaus Performances, Konzerte und Kurzfilm-Präsentationen statt: Am 27.06. zeigen Tanja Kodlin und Ghita Skali ihre Arbeiten in Euskirchen, am 11.07. werden in Erftstadt Arbeiten von Marie Donike & Johannes Specks und Jonas Brinker präsentiert. In Bergheim werden am 01.08. Werke von Nathalie Brum sowie Lynne Gbodjrou Kouassi & Daniel Vollmond sicht- und hörbar, am 30.08. in Bedburg die Arbeiten von Franziska Windisch und Jonathan Steiger. Das Ausstellungsprojekt endet am 19.09. mit weiteren Arbeiten von Yasmeen Al-Qaisi und Eline Kersten in Grevenbroich.
Die Ausstellung Muschelblume und Blei wird von den Künstler:innen Kriz Olbricht und Anna Schütten als Kollektiv am angegebenen Ort (kvaao) ausgerichtet. kvaao realisiert ortsspezifische Ausstellungsformate ohne festen Ausstellungsraum. Die Ausstellung Muschelblume und Blei wird von der Stiftung Kunstfonds und der Kunststiftung NRW gefördert und vom Erftverband unterstützt. Die grafische Gestaltung für das Projekt übernimmt Daniel Kobert, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marie Gentges und Amelie Gappa.
Alle Installationen sind während der gesamten Ausstellungslaufzeit vom 27.06. bis 19.09.2026 zu sehen. Die genauen Standorte und Veranstaltungszeiten werden in den kommenden Wochen auf der Website www.muub.info, bei Instagram und im Newsletter veröffentlicht. Der Auftakt der Ausstellung ist am Samstag, 27.06.2026 in Euskirchen, Treffpunkt am Parkwächterhaus / Bouleplatz in der Erftaue.
Die Installationen und Veranstaltungen finden im Außenraum statt und sind kostenfrei zugänglich. Gerne dürfen Speisen, Getränke und eine Decke für ein Picknick mitgebracht werden.
kvaao möchte die Ausstellung Muschelblume und Blei möglichst barrierearm gestalten.
Nähere Informationen:
Marie Gentges
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse@muub.info