
Beitragsbild: WIN.DN
Auf Basis dieser sogenannten Use-Cases werden bundesweit Start-ups als passende Lösungsanbieter und Technologiepartner identifiziert. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den ausgewählten Partnern, die über die WIN.DN GmbH beauftragt und begleitet werden. Ziel ist es, nachhaltige Innovationen direkt in die industrielle Praxis der Region zu überführen.
Einer dieser Use-Cases ist ein gemeinsames Entwicklungsprojekt von GKD und re.solution, das eine neuartige chemische Recyclinglösung für Kunststoff- und Mischgewebeabfälle vorantreibt. Ziel ist es, insbesondere Polyester aus komplexen Materialverbünden zurückzugewinnen und wieder in den Stoffkreislauf einzubringen. Nach erfolgreichen Labortests soll das Verfahren schrittweise skaliert werden – mit der Perspektive, eine wirtschaftlich tragfähige Alternative zur bisherigen thermischen Verwertung zu etablieren.
Die GKD – Gebr. Kufferath AG ist ein international tätiges Familienunternehmen mit Hauptsitz in Düren und zählt zu den weltweit führenden Anbietern technischer Gewebe- und Filterlösungen. Mit einem breiten Anwendungsspektrum steht das Unternehmen für hohe Innovationskraft, nachhaltige Produktionsprozesse und eine enge Verzahnung von Forschung und industrieller Praxis.
Diese technologische Expertise fließt in das Projekt ein und bildet eine wesentliche Grundlage für die industrielle Anwendung der entwickelten Lösungen.
Das Projekt „Zukunftsstoff – Made in Düren“, das im Rahmen des STARK-Programms (Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert wird, steht exemplarisch für den Strukturwandel im Rheinischen Revier und die Stärkung zirkulärer Wertschöpfung und der Umweltwirtschaft in der Region. Im Rahmen des Termins wurde nun der Förderbescheid in Höhe von 1.395.518,64 € offiziell übergeben. Fachlich verantwortet wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. An der Übergabe nahmen unter anderem Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen Oliver Krischer, weitere Vertreter des Ministeriums, sowie Vertreter der WIN.DN GmbH teil.
Oliver Krischer, Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen: „Wenn wir Rohstoffe länger im Kreislauf halten, schützen wir Klima und Umwelt. Dafür brauchen wir innovative Technologien und starke Unternehmen, die sie in die Praxis bringen. Dieses Projekt zeigt, wie der Strukturwandel im Rheinischen Revier konkret gelingt: Es stärkt Wirtschaft und Unternehmen vor Ort und treibt Kreislaufwirtschaft und klimaneutrales Wirtschaften im Sinne der Green Economy in Nordrhein-Westfalen voran.
Dr. Daniel Holstein, CTOO der GKD: „Die Partnerschaft mit re.solution eröffnet neue Wege im Umgang mit komplexen Materialströmen. Gemeinsam arbeiten wir daran, Lösungen für Gewebe voranzubringen, für die es bislang keine ausreichenden Recyclingmöglichkeiten gibt und leisten damit einen konkreten Beitrag zu nachhaltigeren Materialkreisläufen.“
Winfried Kranz-Pitre, Geschäftsführer der WIN.DN GmbH: „Mit ‚Zukunftsstoff – Made in Düren‘ bringen wir industrielle Erfahrung und innovative Technologien gezielt zusammen. So entstehen konkrete Lösungen für die Transformation der regionalen Wirtschaft.“
Weitere Informationen zum Projekt und Use-Case Bewerbung für 2027: zukunftsstoff.de
Quelle: WIN.DN