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Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Gästezahl von Januar bis November 2025 um zwei Prozent auf 8,4 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen nahm im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent auf 21,4 Millionen zu.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019 kamen von Januar bis November 2025 drei Prozent weniger Gäste; die Zahl der Übernachtungen lag um 1,7 Prozent niedriger.
Großteil der Tourismusregionen mit positiver Bilanz
In den meisten Tourismusregionen erhöhten sich die Gäste- und Übernachtungszahlen in den ersten elf Monaten 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den gut besuchten Regionen Mosel-Saar (Gäste: plus 4,9 Prozent; Übernachtungen: plus 2,7 Prozent), dem Mittelrheintal (Gäste: plus 1,7 Prozent; Übernachtungen: plus 0,6 Prozent) sowie Rheinhessen (Gäste: plus 0,9 Prozent; Übernachtungen: plus 1,6 Prozent) stiegen die Gäste- und Übernachtungszahlen. Zuwächse verzeichneten auch die Eifel (Gäste: plus 3,8 Prozent; Übernachtungen: plus 3,1 Prozent) und das Lahntal (Gäste: plus 1,1 Prozent; Übernachtungen: plus 1,2 Prozent).
Der Hunsrück bzw. das Naheland registrierten zwar mehr Besucherinnen und Besucher (plus zwei bzw. 0,8 Prozent), aber weniger Übernachtungen (minus 1,9 bzw. minus 2,1 Prozent). In der Pfalz sanken sowohl die Gäste- als auch die Übernachtungszahlen um zwei bzw. 2,7 Prozent.
Deutlich zweistellige Zuwächse verzeichnete die Region Ahr. Die Entwicklung dokumentiert den anhaltenden Aufbauprozess nach der Hochwasserkatastrophe 2021: Die Gästezahlen legten im Vergleichszeitraum um 16 Prozent und die Übernachtungen um 15 Prozent zu. Allerdings liegen die Gäste- und Übernachtungszahlen noch um 34 bzw. 36 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau 2019.
Campingplätze mit mehr Übernachtungen
Vier der zehn Betriebsarten verzeichneten von Januar bis November 2025 steigende Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Deutlich mehr Übernachtungen verbuchten die Camping- und Reisemobilplätze (plus dreizehn Prozent). Weitere Zunahmen gab es bei den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (plus 4,2 Prozent), den Jugendherbergen und Hütten (plus zwei Prozent) sowie den Erholungs- Ferien- und Schulungsheimen (plus 1,9 Prozent).
Rückgänge wurden hingegen in der Hotellerie verzeichnet: In Hotels nahmen die Übernachtungen um 0,2 Prozent ab, in Hotels garnis um 3,2 Prozent. Deutlich stärker fielen die Rückgänge bei den Gasthöfen und Pensionen aus (minus acht bzw. 4,5 Prozent). Auch die Ferienzentren (minus 3,8 Prozent) sowie die Ferienhäuser und Ferienwohnungen (minus 3,3 Prozent) registrierten weniger Buchungen. Die Rückgänge bei den Ferienzentren sind zum Teil auf die Schließung eines Ferienparks zurückzuführen.
Mehr Gäste aus dem Inland
Die Zahl der Gäste aus dem Inland stieg von Januar bis November um 2,3 Prozent auf 6,8 Millionen; deren Übernachtungen erhöhten sich um 1,9 Prozent auf 16,9 Millionen. Aus dem Ausland kamen 1,6 Millionen Gäste (plus 0,4 Prozent), die 4,5 Millionen Übernachtungen buchten (minus 1,6 Prozent).
Tourismus im November rückläufig
Im November 2025 reduzierte sich die Zahl der Besucherinnen und Besucher gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 554.000. Die Zahl der Übernachtungen ging auf 1,3 Millionen zurück (minus 1,6 Prozent).
Methodische Hinweise
Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilstellplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen.
Den Tourismusregionen Westerwald, Lahntal sowie dem Mittelrheintal liegt ab dem Berichtsjahr 2024 ein neuer Regionszuschnitt zugrunde. Vergleiche mit Zeiträumen vor 2023 sind daher mit großen Einschränkungen verbunden.
Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)