

Am 23. Juli 2025 war die Eifel Tourismus GmbH Gastgeberin eines internationalen Arbeitstreffens der BeraterInnen von ECOTRANS im Rahmen des europäischen Projekts „Going Green“. Das Zusammentreffen in Prüm war Teil eines dreitägigen Programms zur Weiterentwicklung nachhaltiger Tourismuslösungen in Europa – mit besonderem Fokus auf gegenseitigen Austausch, persönliches Kennenlernen und den Aufbau neuer Kooperationsansätze.
Es ist Teil der geplanten Fortsetzung des European Tourism Going Green 2030 (ETGG2030), das fünf Eifeler Unternehmen (Camping Südeifel, Dinopark Teufelsschlucht, Eifelnomaden, Fewos Irreler Mühle, Landhaus am Aremberg), gemeinsam mit 70 weiteren Tourismusbetrieben aus sechs Ländern vor zwei Jahren fit gemacht hat für eine jeweils passende Nachhaltigkeitszertifizierung. S. dazu Beitrag: „Fünf Eifeler Betriebe erhalten Nachhaltigkeitssiegel im Rahmen eines europaweiten Tourismusprojekts“.
Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Wolfgang Reh und Stephan Kohler stand zunächst die Vorstellung der Eifel im Mittelpunkt. Im offenen Dialog wurden konkrete Fragen zu regionalen Strategien, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsinitiativen diskutiert. Die Gäste lernten dabei die Herausforderungen und Möglichkeiten des föderativen Systems mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Luxemburg und Ostbelgien kennen. Auf besonderes Interesse stieß die Entwicklung und Führung der Marke EIFEL, der Kommunikationsaufgaben für den Wirtschaftsstandort Eifel, der Aufbau der Regionalmarke Eifel und (schon seit 2009) die Organisation der Miniköche.
Neben der Präsentation der Eifel bot das Treffen Raum für Impulse und Einblicke in europäische Nachhaltigkeitsinitiativen. Die Gäste, allesamt Mitglieder des europäischen Beraternetzwerks ECOTRANS, stellten das Konzept des „Going Green Checks“ vor – eine gemeinsame Initiative zur Förderung nachhaltiger Tourismusentwicklung – und berichteten aus dem aktuellen EU-Projekt FUTURAL (HORIZON Europe), das in Valdichiana (Italien), als einer von 20 ausgewählten Destinationen, neue Wege für nachhaltige und resiliente Tourismus- und Regionalentwicklung erprobt. Gestartet wird auf der Betriebsebene und im Vordergrund steht nicht das erreichen von Zertifikaten, sondern die Umsetzung vor Ort in den Unternehmen.
Ergänzend wurde das „Slow Food Travel Destination“-Modell aus Kärnten vorgestellt – als möglicher Inspirationsansatz für eine genussorientierte, regionale Tourismusentwicklung auch in der Eifel.
Das Treffen hat eindrucksvoll gezeigt: Der persönliche Austausch bleibt zentrale Grundlage für Vertrauen, Innovation und gemeinsame europäische Perspektiven im nachhaltigen Tourismus. Anschließend standen noch das Inklusionshotel Euvea in Neuerburg, der Dinopark und das destinature dorf Südeifel in Ernzen sowie die Vulkanbrauerei in Mendig auf dem vollen Tagesprogramm.