
Beitragsbild: Kreis Vulkaneifel
Nach mehreren spannenden und lehrreichen Wochen endet die Frühjahrs-Gruppenfamulatur, die als gemeinsames Projekt im Rahmen der Initiative „Gesundheit mitEINANDER Zukunft“ der Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Vulkaneifel ins Leben gerufen wurde. Das Besondere: diese Initiative zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit aussehen kann.
Die Famulatur ist ein dreißigtägiges Praktikum, in dem Medizinstudierende praktische Erfahrungen in einer Arztpraxis sammeln. Um Medizinstudierenden die ärztliche Tätigkeit auf dem Land näherzubringen, organisieren die Landkreise gemeinsam sogenannte Gruppenfamulaturen: sie kommen für die größten Kostentreiber Unterkunft und Mobilität auf und bringen die Studierenden in Arztpraxen der Region unter. In der Freizeit können die Studierenden in der Gruppe gemeinsam die Region erkunden.
In diesem Frühjahr fand die Gruppenfamulatur erstmals in allen vier Landkreisen parallel statt – mit insgesamt 14 Medizinstudierenden aus ganz Deutschland. Im Zeitraum vom 17. Februar bis zum 18. März wurden vier Medizinstudierende im Landkreis Vulkaneifel untergebracht. Drei der Studierenden famulierten in Gerolsteiner Arztpraxen, eine Studentin absolvierte die Famulatur in Hillesheim.
Ein besonderes Dankeschön gilt Dominic Williams von spotlesshost, der eine Unterbringung der Studierenden in einer modernen Ferienwohnung in Gerolstein ermöglichte und damit dem oftmals verbreiteten Klischee des „altbackenen Landlebens“ entgegenwirkte. Die Ferienwohnung diente als idealer Rückzugsort nach einem langen Tag in der Praxis, für gemeinsame Kochabende oder als Startpunkt für Wanderungen rund ums Gerolsteiner Land – eben ein Zuhause auf Zeit.
In der Freizeit konnten die Studierenden die Region erkunden: Ob Karneval feiern in der Vulkaneifel, Wandern rund um die Gerolsteiner Dolomiten, Weinproben an der Mosel oder beim gemeinsamen Abendessen zum Austausch und Beisammensein.
Ein weiteres Highlight: neben dem ambulanten Praxisalltag konnten die Studierenden an drei verschiedenen Hands-on Workshops in örtlichen Krankenhäusern teilnehmen. Ein Gips- und Ver-bandskurs fand in Kooperation mit dem Krankenhaus Cochem statt. Das Krankenhaus Maria Hilf in Daun bot den Studierenden einen Naht- und einen Sonographiekurs in Kleingruppen und damit ein optimales Lernumfeld an. Wir bedanken uns vielmals für die Unterstützung und das Engagement, den Studierenden Einblicke in die Klinik und praktische Kenntnisse zu vermitteln!
Wir bedanken uns recht herzlich für das Engagement der involvierten Ärztinnen und Ärzte sowie des Praxispersonals, die neben dem Praxisalltag die Betreuung der Studierenden übernommen und ihnen interessante Einblicke in die landärztliche Tätigkeit gewährt haben.
Die Rückmeldungen der Studierenden sprechen für sich: Sie waren begeistert von der herzlichen Organisation und dem hohen fachlichen wie menschlichen Wert der Famulatur. „Es war schön, gemeinsam so ein schönes Stück Land-Leben erleben zu dürfen“, berichtet beispielsweise eine der Studierenden.
Quelle: Kreis Vulkaneifel