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5. Juli 2024

Mehr Qualität und Professionalität dank TourInfra

Dr. Petra Holz (4.v.r.) und die SchulungsteilnehmerInnen freuen sich auf das optimierte Wegemanagement.

Bislang ist es ein Pilotprojekt der Digitalisierung: das neue Tool TourInfra, mit dem die Instandhaltung des Eifelsteigs effizienter gestaltet werden kann. Schulungen von Wegepaten und kommunalen WegemanagerInnen brachten bereits eine positive Resonanz. Eifelverein-Geschäftsführerin Dr. Petra Holz erläutert im Interview die Hintergründe.

TourInfra ist ein neues digitales Werkzeug für das Wegemanagement. Doch auch bisher ist das nicht dem Zufall überlassen. Wie läuft es aktuell ab?

Holz: Auch jetzt schon gibt es ein Kataster, welches die Struktur beispielsweise des Eifelsteigs abbildet. Mit diesem Kataster arbeiten die Wegepaten. Es existiert in digitaler Form als selbst programmiertes Tool. Mit dem neuen System TourInfra können jetzt noch mehr Funktionen für die Wegearbeit bereitgestellt werden.

Was sind die Vorteile des neuen Systems?

Holz: TourInfra bildet nicht nur die bestehende Wegestruktur detailgenau ab, sondern mit ihm können die Wegepaten gleich vor Ort, noch unmittelbar auf dem Eifelsteig, mit dem Qualitätsmanagement ansetzen. Das heißt, sie können – sogar auch offline – auf der entsprechenden App Schadensmeldungen vornehmen und beispielsweise mangelhafte Markierungsträger oder Zielwegweiser präzise mit Foto und Anmerkungen dokumentieren. Sie müssen nicht erst nach Hause gehen, um die Meldung abzusetzen mit dem Risiko, dass doch das eine oder andere Detail in Vergessenheit gerät.

Das heißt, mit TourInfra kann man die Streckenqualität lückenloser kontrollieren?

Holz: Ja, das ist einer der Vorteile. Es wird weniger Datenverluste geben, weniger zu behebende Mängel werden übersehen. Da auch das technische Management des Eifelsteigs und die kommunalen Wegemanager Zugriff haben, können notwendige Maßnahmen schnell gefunden und an die zuständigen Bearbeiter etwa in den Gemeinden weitergeleitet werden. Alles in allem wird das gesamte Wegemanagement transparenter. Zudem ist es für die nutzenden Wegepaten möglich, auch zufällig entdeckte Mängel zu melden, wenn sie etwa im Bereich eines Kollegen unterwegs sind. Alle Beteiligten haben einen Überblick, wann wo was zu tun ist oder bereits angewiesen und erfolgt ist. Im Endeffekt wird das zu einer noch besseren Qualität der Wege führen, zu einer höheren Gästezufriedenheit und zu einem Nutzen für den gesamten Wandertourismus in der Eifel.

Dennoch beschränkte sich die Schulung jetzt auf den Eifelsteig… warum?

Holz: Derzeit sind wir in der Pilotphase und testen die Anwendung beim Eifelsteig. Schließlich sind mit dem Tool auch etliche Fragen zu klären: Wer hat Zugriffs- und Administratorenrechte, welche Überschneidungen zu anderen Wegen sind zu beachten und vieles mehr. Denn ganz wichtig ist, dass wirklich nur autorisierte Nutzer entsprechende Daten eingeben können. Die Perspektive ist jedoch, TourInfra auch für das Wegemanagement der Partnerwege des Eifelsteigs zu implementieren.

Wie ist die Resonanz auf die Schulungen? Trifft TourInfra auf Akzeptanz?

Holz: Auf jeden Fall! Es waren jeweils drei Stunden komprimiertes Lernen, auf didaktisch sehr gute Weise vermittelt. Die 13 beziehungsweise 17 Wegepaten und Wegemanager, die pro Schulung teilnahmen, hatten richtig Spaß dabei. Mit neuen digitalen Tools schaffen wir es nicht zuletzt auch, vermehrt Jüngere anzusprechen und sie für das Wegemanagement zu begeistern. Die Resonanz war so gut, dass klar ist: Wir können wohl alle mitnehmen auf dem ganz modernen Weg.

 

Kategorien:
Digitalisierung · Tourismus

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Autor(in): Klaus Schäfer
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