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Beitragsbild: SFZ Prümer Land

10. Mai 2024

SFZ Prümer Land – Landessieg Physik beim Wettbewerb “Jugend forscht/Schüler experimentieren 2024”

Nach erfolgreichem Auftakt im Regionalwettbewerb überzeugen Lena Koch, Franziska Ostermann und Antonia Ostermann jetzt auch auf Landesebene

Das Patenunternehmen Boehringer in Ingelheim lädt – wie in jedem Jahr – die Erstplatzierten aller rheinland-pfälzischen Regionalwettbewerbe “Jugend forscht/Schüler experimentieren” zum Landeswettbewerb ein. Am 25. und 26. April werden hier der bzw. die Landessieger der Juniorsparte “Schüler experimentieren” der Wettbewerbsrunde 2024 mit dem schönen Motto “Mach Dir einen Kopf” in den Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik ermittelt.

Auch in diesem Jahr erhält ein Team vom SFZ Prümer Land beim Regionalwettbewerb in Bitburg das Ticket für die Teilnahme am Landesfinale, wo es sich erneut einer Jury aus VertreterInnen der Wirtschaft, Schule und Hochschule stellen muss.

Lena Koch sowie Antonia und Franziska Ostermann können sich mit ihrer Arbeit “Auf Durchzug schalten – Nutzung der thermischen Bewegung nach dem Vorbild der Termiten” auch hier durchsetzen gegen eine starke Konkurrenz von sechs anderen Beiträgen und werden bei der Preisverleihung als Landessieger in Physik ausgezeichnet.

 

Zum Inhalt der Arbeit:

Ein Gebäude bauen, das sich selbständig in der Sommerhitze kühlt und belüftet, noch dazu, ohne Energie zu verbrauchen – das schaffen Termiten. In ihren bis zu zehn Meter hohen Bauten zirkuliert die Luft trotz enger Gänge.

Lena, Antonia und Franziska haben ein Modell geplant, um das Lüftungskonzept der Termiten genauer zu untersuchen. Dieses Modell haben sie zusammen mit zwei Auszubildenden des Unternehmens Stihl Magnesium Druckguss in der Lehrwerkstatt in Weinsheim aus Kanalrohren gebaut. Der “Termi-Kühli” (wie die Mädchen ihr Modell nennen) ist vom Prinzip her ähnlich konstruiert wie ein Termitenhügel:

  • In einem inneren Bereich wird warme Luft mit einer Rotlichtlampe erzeugt. – Beim Termitenhügel ist das der Bereich der Brutkammern & Pilzgärten.
  • Durch Öffnungen am Boden erleichtert man den thermischen Aufstieg von Luft. – In den Termitenbauten gibt es ebenfalls Verbindungen nach außen, wo kühlere, bodennahe Luft nachströmt, wenn warme aufsteigt.
  • Kanäle im Modell erleichtern die gezielte Luftbewegung – Dünnere Rohre finden im Termi-Kühli Verwendung.

Eine große Zahl an vergleichenden Messungen am “Termi-Kühli” werden durchgeführt. Immer wieder müssen die Messverfahren optimiert und angepasst werden. Aber es gelingt, thermische Luftbewegung zu erzeugen, nachzuweisen und durch Veränderungen im Aufbau des Modells zu kanalisieren.

Abbildungen von Termitenhügeln zeigen zudem trichterförmige Öffnungen. Dem Geheimnis dieser Öffnungen sind die drei Mädchen ebenfalls auf den Grund gegangen durch ein Modell mit aufgeschnittenen PET-Flaschen, digitalen Thermometern und Heizlüfter. Das Ergebnis ist überzeugend: Mit dem Eco-Cooler-Modell kann eine Abkühlung der Luft um bis zu 50 °C erreicht werden.

Der Landessieg im Fach Physik geht zum zweiten Mal in Folge an eine Arbeit, die im SFZ Prümer Land entstanden ist. Im letzten Jahr hießen die Siegerinnen Louana Bretz und Carla Thielen.


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