24. November 2021

Unternehmen informieren sich über INQA-Prozess

Foto © RME

Wie gewinne ich Fachkräfte? Wie halte ich sie in meinem Unternehmen? Wie meistere ich die neuen Herausforderungen in der Arbeitswelt? Unternehmen stehen heute vielen Fragen gegenüber, wie sie ihre hochqualifizierten Mitarbeiter am besten an ihr Unternehmen binden und wie sie in der Zukunft Fachkräfte anwerben können. Nicht nur Märkte verändern sich, sondern auch Arbeitswelten. Unter dem Titel „Identifizieren, realisieren, profitieren – mit dem INQA-Prozess fit für die Herausforderungen der Arbeitswelt“ boten das Fachkräftenetzwerk der EIFEL Arbeitgeber und die Zukunftsinitiative Eifel zwei digitale Infoveranstaltungen zur Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) an. Nur mit zeitgemäßer Arbeits- und Führungskultur gelingt es den Arbeitgebern, geeignete motivierte Fachkräfte in die Betriebe zu holen und sie an sich zu binden. Diese qualifizierten Beschäftigten wiederum sind das A und O für Innovationskraft und wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

Arbeitgeberverbände, Kammern, Gewerkschaften und andere für die Arbeitswelt wichtige Akteure haben daher den INQA-Prozess ins Leben gerufen. Er hilft privaten Betrieben ebenso wie öffentlichen Verwaltungen in einem ganzheitlichen Ansatz bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen Arbeitskultur. Zu den INQA-Kernthemen gehören unter anderem motivierende Führung und gute Kommunikation, eine funktionierende Work-Life-Balance, Gesundheitsförderung, digitaler Wandel und Wissenstransfer. Der erfolgreich absolvierte Prozess mündet in einer Auszeichnung, welche die Attraktivität als Arbeitgeber deutlich sichtbar macht und so bei der Suche nach geeigneten Fachkräften hilft.

Im Rahmen der INQA-Aktionswochen „Menschen in Arbeit – Fachkräfte in der Region“ erhielten die teilnehmenden Betriebe Impulse für ihre Fachkräftebindung. Lutz Stratmann, Minister a.D. und Geschäftsführer der Demografieagentur referierte zunächst über den INQA-Prozess Kulturwandel. Friederike Nordmeyer stellte anschließend den Ablauf genauer vor. In dem von Fachleuten begleiteten Prozess arbeiten Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam. Sie stellen fest, wo sich das Unternehmen befindet, wie Mitarbeiter und Entscheider im Unternehmen den Status Quo bewerten und was für die Zukunft geändert werden soll und kann.

Gisela Caspers, Vorstandsassistentin und Projektleiterin für die Zertifizierung bei der VR-Bank Nordeifel eG, schilderte die Praxiserfahrungen aus Sicht eines EIFEL Arbeitgebers. Die Mitarbeiterbefragung habe ihnen einen realistischen Eindruck vom Stand des Unternehmens verschafft und gleichzeitig praktische und umsetzbare Lösungswege aufgezeigt, sagte Caspers. Unter anderem sei ein Mentoringprogramm eingeführt worden, indem langjährige Mitarbeiter jüngeren Beschäftigten zur Seite stehen. Die Maßnahmen hätten zu einer Verbesserung der Unternehmenskultur geführt, erklärte sie. Ohne den INQA-Prozess wären einige Lösungen sicherlich nicht kreiert worden. „Der Prozess war für uns eine Kreativwerkstatt, die uns dabei geholfen hat, in neue Richtungen zu denken und zu agieren“, zog Gisela Caspers eine positive Bilanz und machte anderen Betrieben Mut, sich mit dem INQA-Prozess zu beschäftigen, um ihr Unternehmen zukunftssicher zu gestalten.

Foto © RME: Klaus Schäfer (r.) und Markus Pfeifer moderierten gemeinsam durch die beiden Online-Veranstaltungen

Markus Pfeifer, Geschäftsführer der Regionalmarke EIFEL, und Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, zeigten sich mit der ersten Veranstaltung dieser Art zufrieden: „Die Betriebe haben viel Input bekommen und wir hoffen, dass dies der Anstoß für den einen oder anderen Unternehmer war, den INQA-Prozess bei sich zu starten. Die Arbeit lohnt sich und wir stehen den Betrieben gerne beratend zur Seite.“

https://www.jobs-in-der-eifel.de/INQA-Prozess

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Markus Pfeifer
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