10. Oktober 2021

Deutscher Solarpreis für die Stadtwerke Trier

Mit ihrem Konzept der klimaneutralen Trinkwasserversorgung gewinnt der Trierer Infrastruktur- und Energiedienstleister erneut einen Preis auf Bundesebene.

Die Preisübergabe

Für die intelligente Verknüpfung von Sonnenenergie, Turbinierung und Speicherung von Strom zur klimaneutralen Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trierer Trinkwasser bekommen die Stadtwerke Trier (SWT) den Deutschen Solarpreis 2021 in der Kategorie „Städte/Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke“. Die offizielle Preisverleihung fand am Samstag, 9. Oktober 2021 im Kunstmuseum in Bonn statt. Damit setzen sich die SWT bereits zum zweiten Mal mit ihrem Trinkwasser-Konzept in einer deutschlandweiten Bewerbung durch. Anfang 2020 sind sie bereits von den Lesern der Zeitung für kommunale Wirtschaft (Zfk) mit dem Leserpreis beim Nachhaltigkeitsaward ausgezeichnet worden. Die Jury des Deutschen Solarpreises würdigt das Konzept so: “Der Regionalversorger trägt verantwortungsvoll zur öffentlichen dezentralen Energiewende bei. Die Stadtwerke schaffen die Umstellung mithin kosteneffizient und günstig zu gestalten, sodass ein wirklicher Vorbildcharakter mit konkretem Nachahmungspotenzial entsteht.”

Das Besondere an der Trierer Lösung: Die SWT erzeugen den Strom, den sie für den Weg des Trinkwassers von der Gewinnung bis zum Wasserhahn der Kundinnen und Kunden benötigen, komplett selbst. Dafür haben sie nicht nur eigene Photovoltaik-und Wasserkraftanlagen gebaut, sondern auch einen Batteriespeicher, flexible Pumpen und eine intelligente Steuerung mithilfe von künstlicher Intelligenz. “Denn der Knackpunkt ist nicht allein die Erzeugung von erneuerbarer Energie, sondern das richtige Timing. Weil die Stromproduktion aus regenerativen Quellen stark schwankt, brauchen wir Flexibilitätspotenzial, falls wir den erzeugten Strom nicht direkt für die Aufbereitung und Verteilung nutzen können”, erklärt SWT-Vorstand Arndt Müller.

Zoom
Carsten Grasmück (Kommunikation SWT), Margit Conrad (Jury Solarpreis), Thomas Speckter (Prokurist SWT)

Im Trierer Stadtgebiet gibt es 20 Hochbehälter über die das Trinkwasser verteilt wird. Früher haben die SWT diese Hochbehälter in der Regel nachts gefüllt und tagsüber je nach Bedarf das Wasser in die Stadtteile geliefert. Heute füllen die SWT die Behälter unter Berücksichtigung des prognostizierten Kundenverbrauchs dann, wenn die Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen Energie zur Verfügung stellen. Dazu haben sie eine Steuerung mit künstlicher Intelligenz eingeführt. “Das ist ein relativ komplexes Programm, das rund um die Uhr viele verschiedene Informationen auswertet und daraus die optimale Steuerung für unsere Anlagen ableitet”, erläutert Müller. “Dabei werden neben Wasserständen auch Erzeugungs- und Verbrauchsdaten sowie Wetterprognosen berücksichtigt. Denn das Wetter wirkt sich auf die Stromerzeugung und den Wasserbedarf unserer Kunden aus.”

Die Stadtwerke Trier skalieren ihre Idee bereits in die Region. Beim Regionalen Verbundnetz Westeifel, an dem die SWT über die Kommunale Netze Eifel beteiligt sind, werden im Endausbau bis zu 100 Trinkwasserbehälter intelligent gesteuert und als Energiespeicher für regionale Erneuerbare Energien eingesetzt. Im Rahmen dieses Infrastrukturprojekts werden weitere Energiewende-Bausteine realisiert, die einen regionalen Energieabgleich im Projektgebiet möglich machen.

 

Der Deutsche Solarpreis wird von Eurosolar, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, und der Energieagentur NRW verliehen. Weitere Informationen unter www.eurosolar.de.

 

 

Kontakt:

Carsten Grasmück

Pressesprecher Stadtwerke Trier

carsten.grasmueck@swt.de

M 0162 2699712

Print Friendly, PDF & Email



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kategorien

Autor(in)

Klaus Schäfer
Impressum:
Eifel Tourismus GmbH
Kalvarienbergstraße 1
D – 54595 Prüm
Geschäftsführer: Klaus Schäfer
Wittlich HRB 32284, Gerichtsstand ist Wittlich



Die Erstellung der Inhalte dieser Webseite wird gefördert im Rahmen des LEADER-Projektes „Einführung der Marke Eifel – Aufbau und Einführung der Markenkommunikation zur Standortmarke Eifel“ durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz