15. Mai 2021

Hammerwerk Erft in Bad Münstereifel – Zukunftsorientierte Schmiedetechnik aus der Eifel

© Eifel Tourismus - L. May

Schmieden gehört zu den ältesten Handwerken und fasziniert bis heute. Funde in Mesopotamien, Ägypten und in Indien (Indus-Kultur) haben gezeigt, dass dort vermutlich schon vor über 5000 Jahren im warmen Zustand geschmiedet wurde. Die berühmte Himmelsscheibe von Nebra zum Beispiel ist ein bedeutendes Zeugnis der Schmiedekunst, zu deren Herstellung die damaligen Schmieden über große Materialerfahrung verfügt haben mussten. Heute verbinden wir mit dem Schmiedehandwerk nicht zuletzt dank boomender Fantasy-Serien in Kino und TV vor allem das Schaffen sagenumwobener Schwerter.

Die Produkte aus moderner industrieller Schmiedetechnik jedoch haben mit den magischen Schwertern der Vergangenheit wenig zu tun. Dennoch kann man sich der Magie dieses martiallischen Umformprozesses von Metall nicht entziehen, wie wir im Rahmen unserer Dreharbeiten für die Kampagne Wir. Leben. Eifel! im Hammerwerk Erft erfahren konnten.

Die Erft, ein kleiner Nebenfluss des Rheins stand Pate für das gleichnamige Hammerwerk. Hier im Landkreis Euskirchen produziert das Unternehmen mit rund 270 Beschäftigten Metall-Umformprodukte für höchste technische Anforderungen wie sie zum Beispiel im Getriebe-, Maschinen-, Turbinen-, Armaturen-, Motoren- und Pressenbau, die in der Erdölindustrie und im Schiffsbau eingesetzt werden.

Hammerwerk Erft beliefert aus der Eifel heraus in alle Erdteile mit immer weiter steigenden Exportanteilen. Der Standort am Rand der Eifel, mit einer guten Verkehrsanbindung und der Möglichkeit auch flächentechnisch expandieren zu können, schafft dafür beste Voraussetzungen.

Auf über 400 Jahre Erfahrung im Bereich der Schmiedeindustrie kann die Gründerfamilie Diederichs zurückgreifen. Marc Schmitz, Neffe von Karl-Günter Diederichs und heute Geschäftsführer von Hammerwerk Erft, muss über das geläufige Bild von Amboss und Hammer immer etwas schmunzeln. Bei unserem Rundgang durch die Freiformschmiede verweist Schmitz insbesondere auf die neuen Geschäftsfelder des Hammerwerkes.

„Unsere „old economy“ ist aus nachhaltiger Zukunftstechnologie quasi nicht mehr wegzudenken. So werden 40 % unserer Produkte an die Windkraftindustrie geliefert. Der von uns dafür verwendete Stahl ist über 90 % ein Sekundärrohstoff, also ein voll recyceltes Material und damit Ressourcenschonung pur.“

Die Eifel ist aber mehr als Fläche. Für Marc Schmitz sind insbesondere die Menschen hier unverzichtbar für den Unternehmenserfolg. Bodenständig, zuverlässig und qualifiziert beschreibt Marc Schmitz den Eifeler. Und was der Eifeler nicht weiß, kann er lernen. Deshalb hat Aus- und Weiterbildung eine wichtige Bedeutung in diesem ländlichen Gebiet. Erwin Metzen ist der Leiter der Bearbeitungswerkstatt beim Hammerwerk Erft. In sieben verschiedenen Berufsbildern wird ausgebildet. „Wenn wir junge Menschen hier ausbilden und anschließend auch weiterbeschäftigen, dann gibt es keinen Grund die schöne Eifel zu verlassen“, beschreibt Metzen die Bedeutung der Mitarbeiterentwicklung für den gesamten Standort Eifel.

Die Standortvorteile in der Eifel, eine ressourcenschonende Produktion zukunftsorientierter Produkte, mit Beschäftigten aus der Region. Da hat unsere Kampagne Wir. Leben. Eifel! nichts hinzuzufügen.

Tradition und Moderne sind in der Eifel keine Gegensätze. Alles Neue fußt solide auf langer Erfahrung. Mit Pragmatismus und dem optimistischen Blick nach vorne entstehen in hiesigen Betrieben immer wieder neue Ideen. Wenn diese auf Eifeler Schaffenskraft treffen, entstehen Innovationen – für regionale bis weltweite Märkte.

In den kommenden Wochen zeigen wir weitere interessante Beispiele. Einen ersten Einblick gibt’s schon heute unter www.standort-eifel.de/traditionelle-branchen

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Stephan Kohler
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