13. November 2020

Kreis Düren startet mit neuem, innovativem Ausbildungsgang

© Foto: Kreis Düren

Kreis Düren. Es ist oft keine leichte Frage: Die Schule ist abgeschlossen, doch wie geht es nun weiter? Ausbildung? Studium? Im Kreis Düren startet jetzt ein neuer Bildungsgang, in dem beides möglich ist: Praktische und akademische Inhalte werden in der sogenannten “Studienintegrierenden Ausbildung in NRW (SiA NRW)” gemeinsam vermittelt. “Dieses Angebot wird es für viele junge Menschen leichter machen, den richtigen Weg zu finden”, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Landrat Wolfgang Spelthahn (links) und Staatssekretär Thomas Rachel bei der Online-Konferenz zum Start des neuen, innovativen Ausbildungsganges. Im Verlauf der Veranstaltung übergab Thomas Rachel einen Förderbescheid in Höhe von 5,4 Millionen Euro an Wolfgang Spelthahn. © Foto: Kreis Düren

Im Rahmen einer Corona-konformen Video-Konferenz nahm der Landrat am Freitagmittag von Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, einen Förderbescheid in Höhe von 5,4 Millionen Euro entgegen. Das Geld wird verteilt auf die drei beteiligten Verbundpartner, zu denen neben dem Kreis Düren die Bezirksregierung Düsseldorf und die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) gehören.

Der neue berufliche Bildungsgang, der maximal vier Jahre dauert und wissenschaftlich begleitet wird, verbindet Berufskollegs, Betriebe und Hochschulen in einer neuartigen Art und Weise. Den Auszubildenden werden in einer rund 18-monatigen Grundstufe wesentliche Teile einer dualen Ausbildung und zusätzlich an einer Hochschule fachbezogene Studieninhalte vermittelt. Dabei sind Ausbildungs- und Studieninhalte aufeinander abgestimmt. Nach der Grundstufe haben Auszubildende die Möglichkeit, einen Abschluss der dualen Berufsausbildung zu erlangen, einen Berufs- und einen akademischen Bachelor-Abschluss oder das Studium fortzusetzen und mit einem Bachelor-Titel zu beenden.

„Mit dem Projekt der ‚Studienintegrierenden Ausbildung in NRW‘ wird ein innovativer Ansatz erprobt, der die berufliche Bildung zukunftsfest macht. Hier wird Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sichtbar gelebt”, sagte Staatssekretär Thomas Rachel. Die Ausbildung überzeuge durch eine zeitliche und kluge Verzahnung von Berufsbildung und Hochschule, auch im Lehrplan, so Rachel weiter.

SiA NRW wird zunächst an drei Pilotstandorten, die bereits an der Konzeptionsphase beteiligt waren, umgesetzt, später werden es insgesamt sechs Pilotstandorte sein. Im Kreis Düren ist das in Trägerschaft des Kreises stehende Berufskolleg Jülich dabei, das mit der Fachhochschule Aachen zusammenarbeitet und den Ausbildungsberuf des Industriemechanikers und den Studiengang Maschinenbau verbindet. Weitere Standorte sind in Düsseldorf und Frechen, die kaufmännische Ausbildungen und Studiengänge wie Administration Business und General Management integrieren. “Wir schaffen damit eine breit gefächerte und sehr fundierte Ausbildung”, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Vor allem die Verbindung zwischen Praxis-Inhalten und theoretischen akademischen Bestandteilen mache den Reiz aus. “Das Projekt fördert eine höhere Durchlässigkeit der beruflichen Bildungsgänge”, sagte der Landrat weiter.

Der Kreis Düren übernimmt in der Erprobungs- und Umsetzungsphase die Koordination der beteiligten Hochschulen und informiert die Schulträger, die kommunalen Koordinierungsstellen und Partner auf kommunaler Ebene wie Arbeitsagenturen, Kammern oder Regionalagenturen.

An der Videokonferenz nahmen neben den Verbundpartnern Vertreter des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und des Ministeriums für Schule und Bildung sowie die beteiligten Berufskollegs und das Bundesinstitut für Berufsbildung teil.

Weitere Infos hier.

 

Kontakt:

Ingo Latotzki

Leiter Kommunikation/Sprecher des Kreises Düren

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52351 Düren

Tel.: 02421/22-2383

mob.: 0175 20 68 89 8

Fax: 02421/22-182381

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Klaus Schäfer

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