27. Oktober 2020

HWK-Konjunkturumfrage: Regionales Handwerk erholt sich von Coronakrise Betriebe blicken vorsichtig optimistisch nach vorn

© Andreas Pacek

27.10.2020 Trier. Das regionale Handwerk behauptet sich in der Coronakrise. Besonders das Baugewerbe musste wegen voller Auftragsbücher wenige Einbußen hinnehmen. Anderen Gewerken wiederum hat der Lockdown zugesetzt, etwa Friseuren, Kosmetikern und Fotografen. Unterm Strich ist das Handwerk jedoch gut durch die Krise gekommen. Allerdings wurden die starken Wirtschaftsdaten des Vorjahrs nicht erreicht. Das geht aus der aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer (HWK) Trier hervor.

Rund 84 Prozent der Befragten sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Branchenübergreifend reichen die Auftragsbestände im Durchschnitt für fast zehn Wochen. Drei von vier Befragten sagen, dass ihre Betriebe zu über 70 Prozent ausgelastet sind. Positiv äußern sich besonders das Bauhaupt-, Ausbau- und Gesundheitsgewerbe: Mehr als neun von zehn der befragten Betriebe beurteilen die derzeitige Geschäftslage positiv. Verhalten äußern sich dagegen die Gewerke der personenbezogenen Dienstleistungen (Friseure, Kosmetiker), die im Frühjahr Betriebsschließungen hinnehmen mussten. Hier ist nur die Hälfte der Befragten zufrieden.

Branchenübergreifend rechnen fast drei Viertel der Befragten mit einer gleichbleibenden oder gar steigenden Geschäftslage. Das Lebensmittelhandwerk geht von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus. Fleischer, Bäcker und Konditoren hatten während des Lockdowns ihre Geschäfte weiterhin geöffnet und die Versorgung der Bevölkerung mit frischen und regionalen Lebensmitteln garantiert. Dafür haben sie viel Zuspruch von Kunden erhalten. Zudem dürfte das Fleischerhandwerk vor den Diskussionen um fleischverarbeitende Industriebetriebe vom wachsenden Vertrauen vieler Konsumenten profitieren. Weniger optimistisch äußert sich hingegen das Kraftfahrzeuggewerbe. Nur die Hälfte der Betriebe rechnet mit gleichbleibend guten Geschäften.

Trotz der Corona-Pandemie haben viele Handwerksunternehmen investiert. Gut 40 Prozent der befragten Betriebe geben an, dass sie dafür im Durchschnitt 69.000 Euro aufgewendet haben. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die Beschäftigungszahlen im regionalen Handwerk bei 84 Prozent der Befragten im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben sind. Jeder zwanzigste Betrieb will der Umfrage zufolge sogar mehr Personal einstellen. Die Arbeitsplätze im Handwerk sind demnach auch während der Pandemie sicher.

Die Handwerkskammer Trier beurteilt die Umfrageergebnisse vor dem Hintergrund der Pandemie vorsichtig optimistisch. Die Coronakrise birgt zwar zahlreiche Risiken und verunsichert viele Unternehmen. Dennoch bleibt das Handwerk ein Stabilitätsanker für die heimische Wirtschaft.

 

Pressekontakt
Vera Meyer

0651 207-131

vmeyer@hwk-trier.de

Print Friendly, PDF & Email



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kategorien

Autor(in)

Klaus Schäfer
Impressum:
Eifel Tourismus GmbH
Kalvarienbergstraße 1
D – 54595 Prüm
Geschäftsführer: Klaus Schäfer
Wittlich HRB 32284, Gerichtsstand ist Wittlich



Die Erstellung der Inhalte dieser Webseite wird gefördert im Rahmen des LEADER-Projektes „Einführung der Marke Eifel – Aufbau und Einführung der Markenkommunikation zur Standortmarke Eifel“ durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz