22. September 2018

Deutsch-Russisches Forum: Landrat Spelthahn lädt zur Völkerverständigung in den Kreis Düren ein

© Foto Kreis Düren

Kreis Düren/Berlin. Im Weltsaal des Auswärtigen Amtes sind an diesem Nachmittag mehr als 1000 Menschen versammelt. Die Stuhlreihen sind dicht besetzt, links und rechts Kamerateams, vorne, in der ersten Reihe Heiko Maas und Sergei Lawrow. Der deutsche und der russische Außenminister sind Gäste der Abschlussveranstaltung zum Deutsch-Russischen Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften, genauso wie Landrat Wolfgang Spelthahn, der kurz nach Maas und Lawrow spricht, um im vollbesetzten Weltsaal des Außenministeriums in Berlin zum Deutsch-Russischen Forum einzuladen, das nächstes Jahr Ende Juni im Kreis Düren stattfindet.

Im Weltsaal des Auswärtigen Amtes waren mehr als 1000 Gäste, die den Abschluss des Deutsch-Russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften feierten. © Foto Kreis Düren

Auch dann sollen Hunderte Gäste aus Russland und Deutschland zusammentreffen, dieses Mal aber nicht an der Spree, sondern an der Rur. “Das Forum ist eine wunderbare Gelegenheit, die Völkerverständigung auf kommunaler Ebene voranzubringen”, sagt Landrat Spelthahn in Berlin. Die Begegnungen, die Dialoge unter den ganz normalen Menschen prägten die Partnerschaften zwischen den Städten und Kreisen. “Man stellt dann ganz schnell fest, das es manche Gemeinsamkeit, aber auch manches Problem gemeinsam gibt”, sagt Spelthahn. Es sei entscheidend, im Gespräch zu bleiben – trotz der Differenzen, die es schon mal auf dem großen politischen Parkett gibt.

Landrat Wolfgang Spelthahn lud in Berlin im Beisein vom Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Mathias Platzeck, früherer Ministerpräsident von Brandenburg, zum Deutsch-Russischen Forum im Kreis Düren ein. Foto: Kreis Düren

Ähnlich sehen das nicht nur die beiden Außenminister, die nächstes Jahr auch in den Kreis Düren kommen wollen, sondern Matthias Platzeck, früherer SPD-Chef und Ministerpräsident von Brandenburg, und heute Vorsitzender des Vorstands des Vereins Deutsch-Russisches Forum.

Im Kreis Düren wird es im kommenden Jahr (24. bis 27. Juni) ein Jugendforum mit Workshops und Tagungen zu unterschiedlichen gesellschaftspolitisch relevanten Themen geben. Die Jugendlichen beider Länder werden in den Jugendgästehäusern in Jülich und Nideggen übernachten und Sehenswürdigkeiten im Kreis und der Region besuchen. Offiziell eröffnet wird diese 15. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz am 25. Juni mit einem Festakt im Krönungssaal des Aachener Rathauses. Tags darauf ist unter anderem eine Podiumsdiskussion geplant, die sich mit den deutsch-russischen Beziehungen beschäftigt, zudem Seminare zum Schwerpunktthema Energie. Abgerundet wird das Programm durch weitere Workshops zu den Themen Wohnen im Alter und Tagespflege sowie Besuche des Tagebaus Hambach, des Forschungszentrums und des Indemanns.

Als Landrat Wolfgang Spelthahn in Berlin die Einladung zum nächsten Deutsch-Russischen Forum im Kreis Düren aussprach, zitierte er Matthias Platzeck, der im russischen Krasnodar gesagt hatte, der Kreis Düren sei eine spannende Region. Platzeck sagte diese wertschätzenden Worte, als der Kreis als nächster Ausrichter präsentiert wurde, und Wolfgang Spelthahn ergänzte jetzt in Berlin im Beisein der mecklenburg-vorpommerschen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, dass “tief im Westen besonderer Wert auf den Austausch der Jugendlichen gelegt” würde. So sei es die gesamten vergangenen acht Jahre gewesen, seit der Kreis Düren eine Partnerschaft mit dem russischen Kreis Mytishchi in der Region Moskau unterhält. ”

Bevor eine kleine Delegation aus Verantwortlichen und Unterstützern nach Berlin reiste, gab es tags zuvor eine zum Thema passende Ausstellungseröffnung im Linnicher Glasmalereimuseum, das der Kreis Düren unterstützt. Daniel Biskup zeigt bis zum 25. November eindrucksvolle Fotografien zum Thema “Russland – Perestroika bis Putin”. Landrat Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender des Museumskuratoriums, würdigte die Bilder als wertvolle Dokumentation des russischen Lebens. Biskup, ein renommierter Fotograf, hat viele deutsche Kanzler und weitere prominente Politiker, aber eben auch das ganz normale russische Alltagsleben porträtiert. In einer launigen Talkrunde plaudert er mit Ex-Bild-Chef und –Herausgeber Kai Diekmann über gemeinsame Reisen und Begegnungen mit dem russischen Präsidenten, aber auch mit den Menschen.

Um die geht es auf Biskups Fotos hauptsächlich – und um die geht es auch beim Deutsch-Russischen Forum kommendes Jahr im Kreis Düren.

 

 

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