23. November 2017

Mehr Geld für Ausbildung im Friseurhandwerk

Foto-Autor: © LIV Rheinland

Neuer Tarifvertrag über die Vergütung der Auszubildenden im Friseurhandwerk gültig ab 1. November 2017 / Stufe 2 ab 01.08.2018.

Rheinland-Pfalz. Die Tarifpartner haben sich in ihren Verhandlungen Ende September auf eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen im Friseurhandwerk verständigt. Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Stufen erhöht: ab 01.11.2017 auf 410 EUR/530 EUR/630 EUR im ersten, zweiten und dritten Ausbildungsjahr und ab 01.08.2018 nochmals auf 420 EUR/540 EUR/640 EUR.

Die beiden rheinland-pfälzischen Landesverbände, Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland in Prüm und der Fachverband des Pfälzischen Friseurhandwerks in Kaiserslautern, haben in einem konstruktiven Gespräch mit der ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft  Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland) die Anpassung der Vergütungen im Ausbildungsberuf  Friseur/in zum 1. November 2017 und einer 2. Stufe zum 1. August 2018, beschlossen.

Gewerkschaftssekretär Jürgen Jung ist zufrieden: „Wir setzen mit diesem Tarifvertrag ein wichtiges  Zeichen für junge Menschen. Eine angemessene Ausbildungsvergütung ist ein wichtiges Signal an den Fachkräftenachwuchs und soll außerdem ein gewisses Auskommen der jungen Menschen sichern”, so Jung. Außerdem sei bereits die Ausbildungsvergütung ein Hinweis auf die künftigen Perspektiven im Beruf.

Die Auszubildende Anna-Lena Bernhardt freut sich über die höheren Ausbildungsvergütungen im Friseurhandwerk. Foto-Autor: © LIV Rheinland

Der Friseurberuf ist für viele Berufseinsteiger immer noch anziehend. Vor allem junge Frauen sehen in dem kreativen Modeumfeld und der Vielzahl an interessanten Entwicklungsmöglichkeiten die Aussicht, sich zu verwirklichen. “Wenn wir weiterhin Fachkräftenachwuchs in das Friseurhandwerk bekommen wollen, müssen wir für Schulabgänger attraktiv bleiben”, sagt Landesinnungsmeister Guido Wirtz vom Verband Rheinland. Auch der pfälzische Kollege Reinhard Schneider weiß, dass ohne entsprechende Vergütungen, junge Menschen sich sonst anderen beruflichen Möglichkeiten zu wenden.

“Der Kunde im Friseursalon erwartet hohe fachliche Leistungen und die können nur gut ausgebildete Handwerker erbringen. Wer gute Dienstleistungen anbietet, muss also auch moderate  Löhne zahlen und darf höhere Preise verlangen”, sind sich die Experten einig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Renate Fahl

PR/Öffentlichkeitsarbeit
Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland
Kalvarienbergstraße 1

54595 Prüm
Tel.: 06551 9602-12
Fax: 06551 9602-10
www.das-handwerk.de

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