18. Oktober 2016

Nationalpark Eifel für mobilitätseingeschränkte Besucher

Gemeinsames Naturerleben mit „Zoom“ möglich

Schleiden-Gemünd, 17. Oktober 2016. Das Naturerleben im Nationalpark Eifel für Besucher mit Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit wird leichter gemacht: Nationalpark-Waldführerin Nicole Zeyen aus Herhahn bietet Führungen mit elektromotorisierten Rollstühlen, Zoom genannt, an.

Die Touren verlaufen teilweise auf ausgewählten Wanderwegen im Nationalpark Eifel. Somit wird der Nationalpark für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht nur durch die bereits barrierefreien Angebote wie dem Barrierefreie Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter zugänglich. Die Nationalparkverwaltung begrüßt die Möglichkeit, durch zertifizierte Waldführer Touren für mobilitätseingeschränkte Gäste anzubieten.

Bereits am kommenden Wochenende starten die nächsten Touren:

Am Freitag gibt es ab 14 Uhr eine Schnuppertour und am Samstag ab 11 Uhr eine längere Rundtour. Interessierte Besucher können sich bei Familie Zeyen in Herhahn unter 02444/503456 oder info@zoomability.de anmelden und nähere Details und Preise erfahren.

„Das Besondere an den Zoom-Touren ist die Möglichkeit, das mobilitätseingeschränkte Menschen damit gemeinsam mit ihrem Partner oder ihrer Begleitperson etwas unternehmen können und hier im Nationalpark die Natur erkunden und genießen können“, schwärmt Nicole Zeyen von den neuen Möglichkeiten. Um die Touren im Sinne des Großschutzgebietes leiten zu können, absolvierte Zeyen, eine Ausbildung zur Nationalpark-Waldführerin.

Die Geschwindigkeit der elektrisch fahrbaren Krankenstühle ist auf zirka sechs Stundenkilometer im Nationalpark beschränkt. Die Auswahl der Wege und Tourenverläufe sind in enger Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung Eifel entstanden.

 

Hintergrund
Mit Gründung des Schutzgebietes im Jahr 2004 hat sich das Nationalparkforstamt Eifel das Ziel gesetzt, den Nationalpark barrierefrei – für Alle – erlebbar zu machen. Als dauerhafte Querschnittsaufgabe berücksichtigt die Nationalparkverwaltung hierzu bei der Entwicklung von Naturerlebnis- und Umweltbildungsangeboten die Belange von Menschen mit und ohne Behinderungen.

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern werden eine Reihe von Führungen, wie in die Gebärdensprache übersetzte Rangertouren, barrierefreie Ausstellungen im neu eröffneten Nationalpark-Zentrum und in den Nationalpark-Toren, Kutschfahrten, Schiffstouren sowie  umweltpädagogische Programme für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten. Ein Highlight im Barrierefreien Naturerleben ist „Der Wilde Weg“ – ein 1.500 Meter langer Naturerkundungspfad mit zehn interaktiven Erlebnisstationen. Der Wilde Weg liegt inmitten des Barrierefreien Natur-Erlebnisraumes „Wilder Kermeter“ im Herzen des Nationalparks. Auch den „Wilden Kermeter“ können alle Besucher auf eigene Faust erkunden.

Ein landesweites Highlight eröffnete im September seine Pforten und ist barrierefrei:  Das Nationalpark-Zentrum Eifel  im Forum Vogelsang mit seiner einzigartigen Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Auf zwei Etagen umfasst die phantasievolle und unkonventionelle Ausstellung eine Fläche von etwa 2.000 Quadratmetern.

 

Kontakt
Annette Simantke
Wald und Holz NRW
Nationalparkforstamt Eifel
Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben
Pressestelle
Tel.: +49(0)2444.9510-57
simantke@nationalpark-eifel.de

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