3. September 2016

Flüchtlingsintegration: Wirtschaft stellt 500.000 Euro bereit

Die Wirtschaft im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen stellt in den nächsten fünf Jahren insgesamt 500.000 Euro für ein verstärktes Beratungsangebot zur beruflichen Integration von jungen Flüchtlingen bereit. Das haben die Mitglieder der IHK-Vollversammlung im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung bei der ANKER Gebr. Schoeller GmbH + Co. KG in Düren beschlossen.

Die Unternehmen von Erkelenz bis Euskirchen beschäftigen IHK-Schätzungen zufolge bislang etwa 40 geflüchtete junge Menschen als Auszubildende, weitere bieten zudem vorbereitende Praktika an. “Trotz bürokratischer Hürden sind die kleinen und mittelständischen Betriebe bereit, einen großen Beitrag zur Integration zu leisten und kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach”, sagt IHK-Präsident Bert Wirtz: “Die Bereitschaft darf allerdings noch wachsen!”

Im gesamten Kammerbezirk leben schätzungsweise rund 9.000 geflüchtete Menschen unter 27 Jahren, die eine berufliche Perspektive suchen; in der Städteregion Aachen sind es etwa 3.800, im Kreis Düren 1.900, im Kreis Euskirchen 1.500 und im Kreis Heinsberg 1.700. Der Großteil von ihnen gilt laut IHK derzeit noch nicht als ausbildungsreif, so dass entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen notwendig seien. Das neue Bundesintegrationsgesetz biete den Unternehmen unterdessen die nötige Rechts- und Planungssicherheit: Durch die “3+2-Regel” können Flüchtlinge ihre Ausbildung unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens abschließen und weitere zwei Jahre in Deutschland bleiben.

Die IHK Aachen hatte im vergangenen Jahr ein Beratungsangebot für das Thema geschaffen. IHK-Koordinatorin Kerstin Faßbender vermittelt zwischen geflüchteten jungen Menschen und Unternehmen, beantwortet Fragen zur dualen Berufsausbildung oder unterstützt bei der Suche nach Fachberatungsstellen im Kammerbezirk. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 0241 4460-208 oder per E-Mail an kerstin.fassbender@aachen.ihk.de sowie im Internet unter www.aachen.ihk.de/fluechtlinge.

PM_IHK-VV_Dueren

Austausch beim Unternehmen ANKER in Düren: Landrat Wolfgang Spelthahn (v. l.), IHK-Präsident Bert Wirtz, ANKER-Geschäftsführer Gerd Hoffe, IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer und IHK-Vizepräsident Dr. Stephan A. Kufferath. Fotos: IHK Aachen

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