24. September 2015

Zweite Förderphase des Zukunfts-Checks Dorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Landrat Dr. Joachim Streit informierte in der Ortsbürgermeister-Dienstbesprechung im Rathaus der VG Arzfeld über die 2. Förderphase des Zukunfts-Check Dorf.

Nach der erfolgreichen Modellphase des Zukunfts-Check Dorf, die mit der Abschlussveranstaltung in der Bitburger Stadthalle im April 2014 und unter Teilnahme 400 interessierter Zuhörer ihren krönenden Abschluss fand, gilt es nun, den Zukunfts-Check für weitere 100 Gemeinden durchzuführen. Nachdem sich seit dem Abschluss der Modellphase bereits rund 100 Ortsgemeinden in Form von Gemeinderatsbeschlüssen bzw. Interessensbekundungen für die zweite Förderphase gemeldet haben, wurden im Rahmen einer Dienstbesprechung die Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld durch den Landrat Dr. Joachim Streit sowie den Dorferneuerungsbeauftragten des Landkreises, Edgar Kiewel, nochmals über die Initiative Zukunfts-Check Dorf informiert.

Ortsbürgermeister_Dienstbesprechung

Dabei stellte Landrat Dr. Joachim Streit zunächst neben der allgemeinen Ausgangslage im Eifelkreis (u.a. veraltete Dorferneuerungskonzepte, demographischer Wandel und Landflucht, neue gesellschaftliche Herausforderungen wie die Unterbringung von Flüchtlingen), besonders aber auch die zahlreichen Initiativen des Kreises dar, mit denen man diesen Herausforderungen entgegentritt. Neben dem Zukunfts-Check Dorf sind beispielhaft die Breitbandinitiative des Eifelkreises, die Schulentwicklungsplanung sowie die Pflege- und Teilhabeplanung zu nennen, die allesamt und in Verbindung mit einer gesamtheitlichen Strategie in einem Masterplan Daseinsvorsorge münden, der die prozesshafte Entwicklung des Eifelkreises in den kommenden Jahren und Jahrzehnten steuern soll.

Nachdem der Landrat abschließend die Ziele des Zukunfts-Check Dorf sowie wichtige Schlagworte des Dorf-Check, wie Innenentwicklung, Mobilität, Lebensqualität und Grundversorgung, kurz erläuterte, präsentierte der Dorferneuerungsbeauftragte Edgar Kiewel im zweiten Teil der Informationsveranstaltung anhand der Erkenntnisse aus der Modellphase zunächst die prinzipielle Vorgehensweise im Rahmen des Dorf-Check sowie allgemeingültige Ergebnisse aus den acht Modellgemeinden, die sich auf viele andere Ortschaften des Eifelkreises übertragen lassen. Die sich im Allgemeinen ergebenden Herausforderungen und Handlungsfelder konnte Edgar Kiewel durch zahlreiche Beispiele aus den Modellgemeinden oder auch aus sonstigen Ortschaften des Eifelkreises sehr bildhaft darstellen. Gleichzeitig wurden den anwesenden Bürgermeistern auch eine Vielzahl an bestehenden Initiativen aufgezeigt, wie teilweise bereits mit den sich ergebenden Herausforderungen umgegangen wird. Zu nennen sind im Bereich der Mobilität die beiden Bürgerbusse in den Verbandsgemeinden Arzfeld und Speicher, die gerade von der älteren Bürgerschaft fortwährend in Anspruch genommen werden und sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen, oder im Bereich Grundversorgung die Rollenden Märkte sowie Dorfläden und sonstige Versorgungseinrichtungen, die vielfach auch im Rahmen von Dorferneuerungsmaßnahmen entstanden sind. Dorferneuerungsbeauftragter Kiewel betonte während seines Vortrages, dass bei den genannten Beispielen vor allem auch die soziale Komponente einen wichtigen soziokulturelle Aspekt darstellt, da gerade ältere alleinstehende Bürger gerne den Kontakt zu ihren Mitmenschen suchen. Somit ist auch das gemeinschaftliche Zusammenleben von zentraler Bedeutung, wie es von den zahlreichen Vereinen und Gruppen im Eifelkreis bereits vorgelebt wird.

Zum Ende seines Vortrages fasste Edgar Kiewel nochmals in einem kurzen Resümee die erste Modellphase bildhaft mit Impressionen zusammen und gab einen Ausblick auf die bevorstehenden Workshops und Arbeiten in den 100 weiteren Dörfern der zweiten Förderphase.

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