21. September 2015

Wo die Zukunft schon heute gemacht wird

Die Verbandsgemeinde Daun zählt zu den 50 ausgewählten Orten in Deutschland, in denen das bürgerschaftliche Engagement in den kommenden drei Jahren eine ganz besondere Rolle spielen wird. Das hat die Jury des bundesweiten Netzwerkprogramms „Engagierte Stadt“ entschieden. Die Teilnahme an dem Programm ist mit jeweils bis zu 50.000 Euro dotiert. Fünf große Stiftungen, ein Unternehmen und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördern das Programm mit über drei Millionen Euro. Die Besonderheit: Erstmals fließen solche Fördermittel nicht in einzelne Leuchtturmprojekte. Gefördert wird ausschließlich der Aufbau von Kooperationen und Netzwerken vor Ort. Es geht darum, dauerhafte Strukturen zu entwickeln, an denen die Kommunen, die gemeinnützigen Organisationen und die Wirtschaft gemeinsam beteiligt sind.

Sorgende Gemeinschaften als Zukunftsmodell

Der Verein Bürger für Bürger e.V., der bereits sehr erfolgreich ein Netzwerk gegenseitiger Hilfe in der Verbandsgemeinde Daun aufgebaut hat und rege betreibt, wird zu einer Rückgratorganisation ausgebaut. Deren Ziel ist es, in den Gemeinden den Aufbau sogenannter Sorgender Gemeinschaften nachhaltig zu fördern und zu unterstützen. Als Sorgende Gemeinschaften bezeichnet man den Zusammenschluss von Menschen vor Ort, die eigenverantwortlich und aktiv die Zukunft ihres Zusammenlebens gestalten. In Zeiten, in denen der Staat sowie professionelle Dienstleister nicht mehr allumfänglich Hilfen gewährleisten können, sind die Bürgerinnen und Bürger zunehmend gefordert, die sozialen und gesellschaftlichen Beziehungen selbstverantwortlich auszubauen und zu stärken. Hierfür liegen in der Eifel exzellente Potentiale. Was in hier in den kommenden Jahren entwickelt und aufgebaut wird, könnte bald auch in ganz Deutschland Modell für ein verändertes Zusammenleben in den ländlichen Regionen werden.

Aufbau einer Rückgratorganisation für Sorgende Gemeinschaften

Der Verein Bürger für Bürger e.V. übernimmt mit seinem Vorstand die Koordination der Rückgratorganisation für Sorgende Gemeinschaften und bildet eine Geschäftsstelle. Als Projektleiter hat der Verein sein Vorstandsmitglied Bürgermeister Werner Klöckner beauftragt, der zusammen mit dem WEGE-Büro der Verbandsgemeindeverwaltung Daun wesentliche operative und administrative Aufgaben übernimmt. Zu den weiteren Partner gehören u.a. der Caritasverband Westeifel e.V., das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Vulkaneifel e.V., die Pfarrgemeinde Daun, die Jugendpflege Daun, die WEGE-Botschafter sowie die Genossenschaft am Pulvermaar – eine Sorgende Gemeinschaft e.G. und Ortsgemeinden.

Alle Netzwerkbeteiligte streben einen Wandel in den Köpfen, Herzen und Händen der Menschen an, ein Prozess der durch den WEGE-Prozess der Verbandsgemeinde Daun bereits erfolgreich begonnen wurde und stetig weiterentwickelt wird. Das Ziel: 2030 hat sich aus einer Besitzstandswahrungsgesellschaft eine Potentialentfaltungsgesellschaft entwickelt, in welcher sich die Menschen als Subjekte wahrnehmen und nicht mehr als Objekte. An die Stelle ehrenamtlichen Engagements ist eine Gemeinschaft der gegenseitigen Selbstverpflichtung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort getreten. Die Lebensqualität und Lebenszufriedenheit aller Menschen wird stetig gefördert und somit vor allem auch die Bleibeorientierung jüngerer Generationen in ihrer Heimat gestärkt.
Weitere Informationen unter: http://buerger-daun.de

2015-09
Foto: Workshopteilnehmer zur Vorbereitung des Antrags „Engagierte Stadt“ im Juli 2015
V.l.n.r.: Bürgermeister Werner Klöckner, Uwe Amrein (Generali-Zukunftsfonds), Dr. Tim Becker (Institut Denkunternehmung), Verena Jardin (WEGE-Büro), Bernhard Faller (Quaestio), Daniela Troes (WEGE-Büro), Gerd Becker (1. Vorsitzender Bürger für Bürger e.V.), Hermann Condné (2. Stellvertretender Vorsitzender Bürger für Bürger e.V.), Silke Mathey (Caritasverband Westeifel e.V.), Karl-Heinz-Schlifter (Beisitzer Bürger für Bürger e.V.)

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