16. April 2015

Handwerkskammer Aachen und Peugeot Deutschland verleihen Elektrofahrzeuge

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Elektromobilität erfahren: Über die Übergabe der Fahrzeuge freuen sich (v.l.) Georg Raida, Geschäftsführer von Raida Dämmtechnik in Monschau-Imgenbroich, Jochen und Martina Herbst von der gleichnamigen Gebäudereinigungsfirma in Würselen, Dr. Georg Werdermann, Koordinator für das Thema Elektromobilität bei der Stadt Aachen, Carsten Schopf, Leiter Businesskunden und Gebrauchtwagen Peugeot Deutschland GmbH, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Peter Deckers und Herbert Pelzer, betriebstechnischer Berater der Handwerkskammer Aachen. Foto: Handwerkskammer Aachen

Aachen. Unterwegs sein werden Martina Herbst und Georg Raida wohl hauptsächlich auf den Straßen in der Aachener Region. Aber es besteht durchaus die Möglichkeit, dass ihr Weg sie dabei auch Richtung Zukunft führt. Denn Herbst, Geschäftsführerin der gleichnamigen Gebäudereinigungsfirma in Würselen, und Raida, Geschäftsführer von Raida Dämmtechnik in Monschau-Imgenbroich, werden ab sofort in vollelektrischen Kleintransportern ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Zur Verfügung gestellt bekommen sie die jetzt übergebenen Fahrzeuge von der Handwerkskammer Aachen und Peugeot Deutschland. Ausgiebiges Testen ist ausdrücklich erwünscht. Erweisen sich die Fahrzeuge als alltagstauglich, könnte es sein, dass die beiden Handwerker auch nach der einwöchigen Probefahrt fortan elektrisch unterwegs sein möchten – und die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs erwägen.

Die Praxistauglichkeit bewerten
„Elektromobil im Betriebsalltag“ lautet der Name der Initiative, die die Handwerkskammer gemeinsam mit Peugeot Deutschland startet. In deren Rahmen stehen über mehrere Monate zwei vollelektrische Fahrzeuge bereit. Die Handwerkskammer gibt sie an Unternehmen aus ihrem Kammerbezirk weiter, deren Mitarbeiter sie jeweils für eine Woche kostenlos unter realistischen Bedingungen ihrer täglichen Arbeit testen können. Anschließend sollen sie die Praxistauglichkeit der Elektromobile bewerten.

„Durch die Initiative werden wir wertvolle neue Erkenntnisse über den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Alltag von Handwerksbetrieben gewinnen“, sagte Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, der bei der Übergabe zu “einem spannungsgeladenen Termin” begrüßte. Von der Reduzierung von Lärm-, CO2- und Feinstaubbelastungen profitiere natürlich auch die Umwelt. Deckers: „Das ist ein Beitrag zu mehr Lebensqualität. Besonders, wenn der Testbetrieb zur Folge hat, dass mehr Handwerker auf alternativ angetriebene Autos umsteigen.“

Das wäre auch ganz im Sinne von Dr. Georg Werdermann, Koordinator für das Thema Elektromobilität bei der Stadt Aachen und Leiter der Fachkommission Elektromobilität, die im Rahmen der Arbeiten zum aktuellen Verkehrsentwicklungsplan eingerichtet wurde. Bis 2050 sollen Autos in Aachen ausschließlich leise und emissionsfrei unterwegs sein, sagte Werdermann: “Die Initiative von Handwerkskammer und Peugeot hilft uns, dieses Ziel früher zu erreichen.” Neben Werdermann freuten sich Bernd Große Holtforth, Koordinator Nutzfahrzeuge und Sonderlösungen Peugeot Citroën Deutschland GmbH, Ulrich zum Winkel, Unternehmenskommunikation Peugeot Deutschland GmbH, Carsten Schopf, Leiter Businesskunden und Gebrauchtwagen Peugeot Deutschland GmbH, und Herbert Pelzer, betriebstechnischer Berater der Handwerkskammer, darüber, dass jetzt die beiden Fahrzeuge an die ersten Handwerker übergeben wurden.

In zwei Stunden komplett ausgebucht
Das Interesse an der Zukunftstechnologie ist unbestreitbar groß. Nachdem die Handwerkskammer ihre Mitgliedsbetriebe darüber informiert hatte, dass sie ihnen zwei alternativ angetriebene Fahrzeuge zur Verfügung stellen kann, dauerte es laut Pelzer nur wenige Stunden, bis das Angebot komplett ausgebucht war. „Wir haben weitere 50 Betriebe auf die Warteliste gesetzt“, sagte der betriebstechnische Berater, der sich die riesige Resonanz auch damit erklärt, dass die Initiative die Möglichkeit bietet, Elektromobile tatsächlich auf Her(t)z und Nieren zu testen. „Eine Woche im Arbeitsalltag ist sehr viel aussagekräftiger als eine Probefahrt beim Händler“, sagte Pelzer.

Da trifft es sich gut, dass man bei Peugeot bereit ist, die Fahrzeuge der Handwerkskammer für einen längeren Zeitraum als ursprünglich geplant zur Verfügung zu stellen. Carsten Schopf kann das große Interesse nachvollziehen: „Für Betriebe, die vornehmlich im städtischen Bereich unterwegs sind, können Elektrotransporter eine echte Alternative darstellen. In Köln hat sich bereits gezeigt, dass der Einsatz des E-Transporters im Betriebsalltag manche Unternehmen positiv überrascht.“

Ende 2014 hatte die Stadt am Rhein gemeinsam mit der Handwerkskammer zu Köln das Projekt „SmartCity Cologne“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Elektro-fahrzeuge ausgeliehen wurden. Auch bei den dortigen Betrieben stieß das Angebot von Beginn an auf großes Interesse. Mit der Übergabe in Aachen baut Peugeot die Initiative „Elektromobil im Betriebsalltag“ jetzt weiter aus.

Mit einer geprüften Reichweite von bis zu 170 Kilometern gehört das zur Verfügung gestellte Modell namens Peugeot Partner Electric in puncto Reichweite zur Spitze des Segments. Die unterflur positionierten Batterien erhalten den kompletten Laderaum, was den Kleintransporter für Handwerker besonders geeignet macht. Die Aufladung erfolgt zum Beispiel an einer haushaltsüblichen 230-V-Steckdose. Rick Hermanns, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland, sagt: „Als Marke, die auf Umwelteffizienz setzt, möchte Peugeot Handwerksbetrieben einen realistischen Eindruck vom Einsatz vollelektrischer Transporter vermitteln. Wir wollen damit die Kenntnisse über den Umgang mit Elektrofahrzeugen vertiefen und Hemmschwellen abbauen.“
Quelle: © Handwerkskammer Aachen

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