5. Februar 2015

Eifeler treten in Berlin für Wald ein: Gemeinschaftsforstamt erhalten!

Berlin. Um die Zukunft des Waldes wird derzeit hitzig diskutiert. Der Grund: Das Kartellamt strebt eine neue Definition des Begriffs Holzvermarktung an. Das klingt zunächst recht unspektakulär, hätte aber existenzielle Folgen für das bestehende System der Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaftsforstamt, Privatwaldbesitzern und Kommunen in Rheinland-Pfalz. Sollte sich das Kartellamt durchsetzen, wäre das das Ende des Gemeinschaftsforstamtes mit vielen nachteiligen Folgen für die Waldbesitzer. In der rheinland-pfälzischen Landesvertretung haben zu diesem Thema nun Vertreter der Bundes- und Landesministerien, der Holzwirtschaft und Mitglieder des Deutschen Bundestages über die aktuelle Lage diskutiert. Auf dem Podium saßen mit Hans-Heinrich Thome und Aloysius Söhngen gleich zwei Vertreter für Rheinland-Pfalz und für den Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Hans-Heinrich Thome, ehemaliger Vorsitzender des Waldbauvereins Prüm und Vertreter der Privatwaldeigentümer, argumentierte, dass mit den Bestrebungen des Kartellamtes Probleme erst geschaffen würden: „Das Zusammenspiel zwischen Gemeinschaftsforstamt und Privatbesitzern ist in Rheinland-Pfalz vorbildlich. Hier stehen der Erhalt und die Qualität des Waldes im Mittelpunkt der Auszeichnung und Holzmobilisierung. Das würde sich ändern, wenn die Zusammenarbeit verboten würde. Dann ginge es nur noch um die Holzvermarktung.“

Aloysius Söhngen vertrat als Vorsitzender des Waldbauvereins Prüm, als Vorsitzender des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz und als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, gleich mehrere Interessengruppen zu diesem Thema. Söhngen führte aus: „Wald muss als Teil der Lebensqualität verstanden werden. Der Wald ist für die Gemeinden nicht nur im Augenblick ein Vermögenswert, sondern ein Vermögen auf Jahrhunderte. Es kann nicht sein, dass ein Konzept zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung, das nun 300 Jahre gut funktioniert hat, ins Gegenteil verkehrt wird.“

Die Eifel war bei der Veranstaltung in Berlin gut vertreten: v.l. Hans-Heinrich Thome (Ehrenvorsitzender Waldbauver-ein Prüm), Peter Wind (Leiter des Forstamtes Prüm), Aloy-sius Söhngen (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm), Joachim Rodenkirch (Bürgermeister der Stadt Wittlich), Pat-rick Schnieder MdB, Hans Elmar Remberg und Michael Bil-len MdL.

Die Eifel war bei der Veranstaltung in Berlin gut vertreten: v.l. Hans-Heinrich Thome (Ehrenvorsitzender Waldbauver-ein Prüm), Peter Wind (Leiter des Forstamtes Prüm), Aloy-sius Söhngen (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm), Joachim Rodenkirch (Bürgermeister der Stadt Wittlich), Pat-rick Schnieder MdB, Hans Elmar Remberg und Michael Bil-len MdL.

Nach der Diskussionsrunde erklärte der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder: „Derzeit befindet sich ein Gesetzentwurf in der Abstimmung zwischen verschiedenen Ministerien. Wir wollen das Bundeswaldgesetz verändern, um dem Kartellamt Einhalt zu gebieten und das Gemeinschaftsforstamt zu erhalten. Das Ziel muss sein, bestehende und gut funktionierende Systeme, so wie es sie in Rheinland-Pfalz mit dem Gemeinschaftsforstamt gibt, nicht zu zerschlagen. Wir Bundestagsabgeordnete sind uns fraktionsübergreifend einig, dass hier eine Lösung gefunden werden muss. Das anstehende Gesetzgebungsverfahren werde ich deshalb aufmerksam begleiten und stehe dazu mit meinen Kollegen in intensivem Austausch.“

Pressemeldung von: Patrick Schnieder, MdB, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Telefon: +49 30 227-71 884, Fax: +49 30 227-76 240, patrick.schnieder@bundestag.de

 

Print Friendly, PDF & Email



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor(in)

Klaus Schäfer
Impressum:
Eifel Tourismus GmbH
Kalvarienbergstraße 1
D – 54595 Prüm
Geschäftsführer: Klaus Schäfer
Wittlich HRB 32284, Gerichtsstand ist Wittlich



Die Erstellung der Inhalte dieser Webseite wird gefördert im Rahmen des LEADER-Projektes „Einführung der Marke Eifel – Aufbau und Einführung der Markenkommunikation zur Standortmarke Eifel“ durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER):
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz