29. September 2014

Vorsicht beim Pilzesammeln

Gesundheitsamt: Wer giftige Arten erwischt, gefährdet sein Leben

 

KREIS MYK. Pilze sprießen dank der vielen Tage mit feucht-warmer Witterung in diesem Jahr wieder besonders zahlreich und laden zum Sammeln ein. Doch Vorsicht! Pilze sammeln will gelernt sein. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz warnt: Wer Pilze ohne Kenntnisse pflückt und verzehrt, gefährdet sein Leben.

Manche Speisepilze können mit tödlich giftigen Arten verwechselt werden. Statt des beliebten Wiesenchampignons landen immer wieder junge Knollenblätterpilze im Kochtopf. Weniger bekannt ist die große Ähnlichkeit des Wiesenchampignons mit dem giftigen Karbolegerling (Agaricus xanthoderma). Dieser Pilz zeichnet sich durch den Geruch nach Karbol und Tinte aus, der spätestens beim Kochen auffällig ist. Der Verzehr verursacht nach zwei bis vier Stunden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe und meist Schwindel.

Was tun? Bei Beschwerden nach Pilzmahlzeiten sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Das Gesundheitsamt rät ferner: „Essen Sie nur sicher bekannte Pilze. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf die Pilzmahlzeit oder suchen Sie eine Pilzberatungsstelle auf”, rät Dr. Wolfgang Dötsch. Die Adressen und Telefonnummern von lokalen Pilzberatern sind über die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz unter Telefon 06131/2848-0 erhältlich.

Unbekannte Pilze sollten immer getrennt von den Speisepilzen transportiert werden. Zum Transport eignen sich luftige Körbe. Plastiktüten oder andere luftdichte Gefäße sind ungeeignet. Der Grund: „Die entstehende Wärme kann auch Speisepilze verderben und damit bakterielle Lebensmittelvergiftungen verursachen”, erklärt Dötsch abschließend.

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