19. September 2014

Aufeinander zugehen, damit es auch vorbeigeht

Üttfeld – Die Landwirtschaft in der Eifel befindet sich mehr denn je in einem intensiven Strukturwandel. Darüber hinaus sind im Zusammenspiel mit der von der Politik, als auch von der Bevölkerung geforderten Energiewende in der Eifel viele Biogasanlagen entstanden.

In kürzester Zeit werden heute große Erntemengen vom Feld zum Hof, zum Handel oder zum Verarbeiten gefahren. Gleiches gilt für den Transport und die Verteilung von Handels- und Wirtschaftsdünger auf die Felder. Diese notwendigen Transportarbeiten werden von der Bevölkerung, den Anliegern, anderen Verkehrsteilnehmern, aber auch von den Betrieben selbst, sehr intensiv und zugleich auch kritisch beurteilt. Dabei werden die Vorteile der modernen landwirtschaftlichen Großtechnik leider nur selten gesehen. Gelegentlich wird dies auch als Ärgernis, oder sogar als Bedrohung empfunden.

Der Maschinenring Bitburg-Prüm, der Bauern- und Winzerverband, Kreisverband Bitburg-Prüm und die ZI-Eifel appellieren daher an alle Halter und Fahrer von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen, sich umsichtig und rücksichtsvoll im örtlichen Straßenverkehr zu verhalten und gegebenenfalls den Dialog mit der Bevölkerung zu suchen.

 

Wie erreicht man die Akzeptanz der Bevölkerung?

Angesichts der bevorstehenden Maisernte haben die Verbände eine Reihe von Hinweisen gegeben, wie die Akzeptanz der Bevölkerung für moderne Technik erreicht und ein aktiver Beitrag zur landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden kann.
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Unter dem Motto „ Aufeinander Zugehen damit es auch Vorbeigeht“ werben die Verbände für mehr Verständnis für landwirtschaftliches Handeln. Auch der Landwirt selbst kann durch  angepasste Fahrgeschwindigkeiten Ängste und Sorgen der Bevölkerung begegnen. Wenn schwere Schlepper mit großen Lasten durch enge Ortschaften fahren, können sich Anwohner vom landwirtschaftlichen Straßenverkehr belästigt oder sogar bedroht fühlen. Die Empfehlung lautet: Runter vom Gas.

Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern

Besondere Rücksichtnahme ist auf der Straße bei der Begegnung mit anderen Verkehrsteilnehmern angesagt. Die großvolumige Bereifung mit niedrigem Innendruck hat auf der Straße eine höhere Geräuschentwicklung zur Folge, die Abrollgeräusche sind deutlich lauter als bei einem LKW mit vergleichbarer Fahrgeschwindigkeit. Mit einer Breitbereifung sind auch Fahrzeugbreiten von drei Metern keine Seltenheit. Somit wirken die wuchtigen Reifen in Verbindung mit der Geräuschentwicklung auf viele Mitbürger gefährlich. Das Ziel der breiten Bereifung, den Boden schonend zu bearbeiten und den Druck auf den Ackerboden zu minimieren, ist von vielen Laien nur selten bekannt.

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Transporte während der Maisernte

Aber auch kontinuierliches Transportgeschehen mit schweren Fahrzeugen kann Teile der Bevölkerung nerven. Dies ist bei der Maisernte und insbesondere in dichter besiedelten Regionen beim Transport zu Biogasanlagen der Fall. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig bei den Anwohnern um Verständnis zu werben und möglichst frühzeitig über die Notwendigkeit des vorübergehend erhöhten Straßenverkehrs zu informieren. In Üttfeld wurden nun am 17.09.2014 durch die Polizeiinspektion Prüm Sicherheitsmaßnahmen zur Ernte vorgetragen. Die Polizei stellte heraus, dass bei nasser Witterungsbedingung Vorbereitungen zur Straßenreinigung getroffen werden müssen. Vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat war Dipl. Ing. Günter Heitmann vor Ort, der seinen Vortrag „Aktuelles aus dem Straßenverkehrsrecht mit lof Fahrzeugen“ den anwesenden Personen vorstellte. Heitmann stellte heraus, dass gerade bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen viel Unsicherheit bei Behörden und Bevölkerung herrscht.“
Pressemeldung von:

Sandra Bregulla, Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Kreisverband Bitburg-Prüm, Mötscher Str. 14 b, 54634 Bitburg, Tel.: 06561/9643-30, Fax: 06561/9643-55, E-Mail: bregulla.bit@bwv-net.de

 

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Autor(in)

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