23. Juni 2014

Erster Kreisbeigeordneter auf der “Tour de MYK”

Burkhard Nauroth wird von den Mitarbeitern im Kreishaus mit Details vertraut


KREIS MYK
. Ein „Intensivprogramm“ bewältigt der neue Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth derzeit. Die Bereiche Bauen, Umwelt, Gesundheit, Jugend und Soziales sind dem 55-Jährigen aus früheren Tätigkeiten zwar wohl vertraut, doch die ersten vier Wochen im Amt nutzte er nachhaltig, um sich in die kommunalen Strukturen einzufinden und über die Besonderheiten im Kreis Mayen-Koblenz zu informieren.

„Wir haben einige Herausforderungen zu bewältigen“, sagt Nauroth und zeigt damit gleich, dass er nicht lange wartet, um über Inhalte zu sprechen: „Der demografische Wandel wird tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Es ist gut, dass der Landrat mit dem Kreisentwicklungskonzept für Mayen-Koblenz ein strategisches Vorgehen angestoßen hat, um den Landkreis in allen Bereichen zukunftsfest zu machen. Dieses vorausschauende Handeln ist kennzeichnend für Mayen-Koblenz und ein Grund für seine Stärke.“

Nauroth ist ausgewiesener Sozialexperte. Gleichwohl waren auch die neun Jahre bei der Straßenbauverwaltung und in verschiedenen Ministerien in Mainz prägend: „Diese Erfahrungen helfen mir, mich schnell in die Materie einzuarbeiten. Die Themen sind nicht fremd, aber in den Details hat sich einiges geändert.“ In den Abteilungen seines Geschäftsbereichs haben die Mitarbeiter des Kreishauses ihre Aufgabenbereiche, Daten, Fakten, Entwicklungen, Besonderheiten und Herausforderungen für den „EKB“ aufbereitet, um ihm das Einarbeiten nicht nur leichtzumachen: Nauroth soll möglichst schnell auf Stand gebracht werden.

Ein Mammutprogramm, vor dem Nauroth aber nicht bange ist: „Der Wille ist spürbar, den Landkreis voranzubringen und man begegnet mir offen und sehr kooperativ. Hier geht es konzentriert um die Sache. Dafür bin ich dankbar.“

Wie geht die Entwicklung neuer Wohnformen weiter? Welche Aufgaben müssen im Kreishaus durch neue oder geänderte Sozialgesetze bewältigt werden und welche Auswirkungen hat das? Wie ist die kommunale Teilhabeplanung für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen im Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz zu gestalten? Wie entwickelt sich der Bausektor? Was gibt es an Projekten im Umweltbereich? Wie arbeitet das Jobcenter? Wie ist der Kreis in Sachen Energieeffizienz unterwegs? Konzentriert zuhören, schnell umschalten, offene Fragen klären, den Bogen bei den abteilungsübergreifenden Themen schlagen. Das kennzeichnet Nauroths „Tour de MYK“ derzeit.

Zwei Beispiele: Einen echten Brocken hat der in Urmitz lebende Familienvater mit dem Abfallwirtschaftskonzept vor der Brust. „Mein Vorgänger Bernhard Mauel hat mit dem Team im Kreishaus ganze Arbeit geleistet.“ Zeit ist hier Mangelware, denn der Starttermin steht. Zum Jahreswechsel 2015/2016 wird die alte Mehrkammertonne Geschichte und der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel übernimmt den Abtransport der neuen, jedem Haushalt zuzuordnenden Abfalltonnen. Das muss minutiös geplant werden.

Auch das Jobcenter des Landkreises Mayen Koblenz fällt in Nauroths Zuständigkeitsbereich. Seit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe im neuen Sozialgesetz-buch (SGB) II gehört der Eigenbetrieb zur MYK-Familie. 171 Mitarbeiter an 5 Standorten – Mayen, Bendorf, Andernach, Weißenthurm und Koblenz kümmern sich täglich darum, dass Langzeitarbeitsuchende und andere Menschen in sozialen Notlagen finanziell ab-gesichert werden und gleichzeitig wieder ins Erwerbsleben Einzug finden. Nauroth ist be-eindruckt: „Die Mitarbeiter des Jobcenters machen mit viel Augenmaß und Verantwortungsgefühl, mit Kreativität und einem untrüglichen Sinn fürs Mögliche einen sehr guten Job.“

 

Bild:

Zu den Themen der Integrierten Umweltberatung gehört auch das Projekt „Heimat schmeckt!“, um neue Wege der Direktvermarktung zu gehen. Christian Müller (rechts) von der Winzerwirtschaft Barz in Winningen ist Mitglied der Initiative und setzt voll auf Regionalität.

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