19. Mai 2014

Streuobstwiesen fest im Bewusstsein verankert

Erhalt durch Nutzung – Potentiale werden längst erkannt


KREIS MYK
. „Erhalt durch Nutzung“ ist das vielzitierte Motto, wenn es darum geht, die wertvollen Streuobstwiesen auf Dauer in der Region zu erhalten. Das Bewusstsein für deren Bedeutung wächst.

Die Streuobstinitiative der Integrierten Umweltberatung (IUB) setzt sich in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Initiativen im Landkreis für die Pflege und Nutzung von hochstämmigen Obstbäumen ein. Neben herbstlichen Sammelaktionen von Streuobst und Informationsveranstaltungen werden regelmäßig zahlreiche Schnitt- und Pflegekurse angeboten.

Allein in den vergangenen vier Kursen in verschiedenen Teilen des Landkreises im Frühjahr nahmen 85 Interessierte teil. „In theoretischen und praktischen Einheiten lernen die Teilnehmer je nach Themenschwerpunkt verschiedene Schnitttechniken oder die fachgerechte Pflanzung von Jungbäumen“, erklärt Dr. Rüdiger Kape von der IUB. „Inzwischen sind längst nicht nur Hobbygärtner an der Pflege interessiert, auch die Kommunen kommen auf uns zu und lassen sich beraten.“

Streuobstwiesen sind ein regionales Kulturgut und Quelle für wertvolles Mostobst. Sie sind aber auch wichtige Nahrungs-, Lebens- und Fortpflanzungsstätten vieler wild lebenden Tiere, darunter Insekten-, Vogel- und Fledermausarten, die unter besonderem Artenschutz stehen. Das Thema beschäftigt längst nicht nur die IUB. Auch die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass beispielsweise bei der Bewirtschaftung von landwirtschaftlich genutzten Flächen auf einzelne Obstbäume Rücksicht zu nehmen ist. Selbst bei der Beseitigung eines Obstbaumes können artschutzrechtliche Bestimmungen betroffen sein, weshalb man sich mit den Experten im Kreishaus vorher unbedingt abstimmen sollte.

„Erhalt durch Nutzung“, dieses Motto gilt auch für den Tourismus. Das zeigt der Streuobstwiesenweg in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Die neun Kilometer lange Strecke ist unter Wanderern längst kein Geheimtipp mehr. Hier gibt es Obstbäume, -wiesen und längst vergessene Obstbaumsorten am Wegesrand. Sagenhafte Aussichten in die Vulkaneifel, Rheintalpanorama über das ganze Neuwieder Becken bis weit in den Westerwald verbinden sich mit Erlebnisstationen mit Insektenhotel, Dendrophon, Baumraten, Duftdidaktikum und einem informativen Obstlehrpfad.

 

Bild:

Der Streuobstwiesenweg steht bei Wanderern hoch im Kurs. Foto: Traumpfade/Kappest

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